mini|200px|Hans Ziegler Hans Ziegler (* 9. Mai 1879 in Karlsruhe; † 24. Dezember 1961 in Wien; auch als Karl Ziegler geführt) war ein deutsch-österreichischer Schauspieler, Regisseur und Theaterdirektor.
Leben Hans Ziegler erhielt von 1896 bis 1898 Schauspielunterricht bei Fritz Herz am Hoftheater in Karlsruhe. Er debütierte 1898 in Bad Neuenahr als Hochzeitsreisender in dem Singspiel Im weißen Rößl von Ralph Benatzky. Erste Bühnenstationen hatte er in Koblenz, Meißen, Essen und an dem Deutschen Theater in London und war von 1904 bis 1907 Mitglied des Ensembles des Schauspielhauses in Frankfurt am Main. Es folgten Engagements an das Schauspielhaus in Düsseldorf (Spielzeit 1907/1908), an das Neue Theater in Berlin (Spielzeit 1908/1909) und ab 1910 an verschiedenen Bühnen in Wien. So war er von 1913 bis 1917 am Deutschen Volkstheater verpflichtet. Nach Ende des Ersten Weltkrieges wurde er Direktor, Oberspielleiter und Schauspieler an der Volksbühne (später in Renaissancebühne umbenannt). Für die Spielzeit 1922/1923 wechselte Hans Ziegler als Spielleiter nach Zürich und von 1927 bis 1934 ging er als Direktor und Schauspieler an das deutschsprachige Stadttheater in Bielitz. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde er Ensemblemitglied am Theater in der Josefstadt und verkörperte dort in Peter Ustinovs Die Liebe der vier Obersten den Bürgermeister und in Molnárs Der Schwan den Caesar.
Hans Ziegler wirkte auch in einigen Film- und Fernsehproduktionen mit. Darunter befanden sich 1925 der Stummfilm Ein Walzer von Strauß von Max Neufeld mit Eugen Neufeld und Fred Louis Lerch und 1948 der Spielfilm Der Engel mit der Posaune von Karl Hartl mit Paula Wessely, Helene Thimig und Hedwig Bleibtreu. Bei diesem Film trat er unter dem Namen Karl Ziegler auf. Eine größere Aufmerksamkeit erlangte er mit der Rolle des Hofrates Dr. SeeburgerFilmbild mit Romy Schneider (Bild Nr. 13) auf Süddeutsche Zeitung online; abgerufen am 24. Januar 2013 in zwei Filmen der Sissi-Trilogie Sissi, die junge Kaiserin von 1956 und Sissi – Schicksalsjahre einer Kaiserin von 1957. Er war zudem in einer Fernsehadaption des Österreichischen Rundfunks von Paolo Levis Der Fall Pinedus zu sehen.Der Fall Pinedus auf Die Krimihomepage; abgerufen am 24. Januar 2013 In der Regie von Theodor Grädler spielten unter anderem Erik Frey, Günther Haenel und Fritz Muliar.
Filmografie 1922: Das Apachenmädel 1925: Ein Walzer von Strauß 1926: Ballettmädels (Frau Sopherl vom Naschmarkt) 1948: Der Prozeß 1948: Das andere Leben 1948: An klingenden Ufern 1948: Der Engel mit der Posaune 1952: 1. April 2000 1954: Und der Himmel lacht dazu (Bruder Martin) 1955: An der schönen blauen Donau 1956: Sissi, die junge Kaiserin 1957: Sissi – Schicksalsjahre einer Kaiserin 1958: Der Page vom Palast-Hotel 1959: Der Fall Pinedus (Fernsehfilm) 1960: Das Spiel vom lieben Augustin (Fernsehfilm) 1961: Donadieu (Fernsehfilm)
Literatur Johann Caspar Glenzdorf: Glenzdorfs internationales Film-Lexikon. Biographisches Handbuch für das gesamte Filmwesen. Band 3: Peit–Zz. Prominent-Filmverlag, Bad Münder 1961, , S. 1940. Herbert A. Frenzel, Hans Joachim Moser (Hrsg.): Kürschners biographisches Theater-Handbuch. Schauspiel, Oper, Film, Rundfunk. Deutschland, Österreich, Schweiz. De Gruyter, Berlin 1956, , S. 834–835. Wilhelm Kosch, Ingrid Bigler-Marschall: Deutsches Theater-Lexikon. Biographisches und bibliographisches Handbuch. Band 7, 38./39. Lieferung: Zedler – Zysset. de Gruyter, Berlin u. a. 2011, ISBN 978-3-908255-52-9, S. 3775.
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