mini|Stadtsyndikus Senator Hans Eyl, 1913; punktgerastertes Foto von Hoffotograf Alexander Möhlen
Hans EylKlaus Mlynek: EYL, Hans (siehe Literatur) (auch: Heinrich Johannes Georg Eyl)Walter von Hueck (Bearb.), Freiherr Friedrich Wilhelm von Lycker-Ehrenkrook (Wappen-Zeichner): Genealogisches Handbuch des Adels, Bd. 55, S. 174; teilweise online über Google-Bücher (geboren 18. Oktober 1854 in Hannover; gestorben 2. August 1913 ebenda) war ein deutscher Stadtsyndikus und stellvertretender Stadtdirektor von Hannover. Er „galt als energischer Freund und Förderer des Sparkassenwesens.“Michael Schier (Chefred.): Hans Eyl ... (siehe Weblinks)
Leben Familie Hans Eyl war der Sohn eines Medizinalrates. Seine Ehefrau Meta Runge gebar die Kinder Else Eyl (geboren 4. September 1884 in Hannover; gestorben 28. Februar 1915 in St. Blasien), Meta Eyl und Ludwig Eyl (1892–1914), woraus sich Verwandtschaftsbeziehungen zur Familie von Klöden ergaben.Vergleiche die Angaben der Zentralen Datenbank Nachlässe
Werdegang Hans Eyl besuchte das hannoversche damalige Lyzeum und absolvierte anschließend ein Jurastudium an den Universitäten Göttingen und Leipzig, das er 1882 mit dem Assessorexamen abschloss.
Zurück in Hannover, wurde Eyl im Mai 1883 zum juristischen Senator der Stadt gewählt. In diesem Amt war er unter anderem zuständig für so unterschiedliche Aufgaben wie das Steuerwesen, die Baupolizei, das Krankenhauswesen (unter Eyl wurde das Nordstadtkrankenhaus errichtet), die städtischen Badeanstalten; aber auch Kirchenangelegenheiten und Stiftungen.
Später wurde Hans Eyl auch für das städtische Sparkassenwesen zuständig.
Als Nachfolger von Heinrich Tramm wurde Eyl im Dezember 1891 zum Stadtsyndikus und zugleich zum stellvertretenden Stadtdirektor gewählt, zehn Jahre später auch in den Vorstand des Sparkassenverbandes Niedersachsen, wo sein Hauptaugenmerk auf der Rechnungslegung lag.
Zum 1. Mai 1905 wurde Hans Eyl Direktor der „Kapital- und Renten-Versicherungs-Anstalt“, und auf dem 26. Hannoverschen Sparkassentag 1910 schließlich zum Vorstandsvorsitzenden des Sparkassenverbandes Niedersachsen gewählt.
Hans-Eyl-Straße Die 1933 im hannoverschen Stadtteil Döhren angelegte Hans-Eyl-Straße ehrte den Stadtsyndikus posthum durch ihre Namensgebung.Helmut Zimmermann: Hans-Eyl-Straße. In: Die Strassennamen der Landeshauptstadt Hannover, Verlag Hahnsche Buchhandlung, Hannover 1992, ISBN 3-7752-6120-6, S. 105
Nachlass Der Nachlass von Hans Eyl findet sich heute im Stadtarchiv Hannover. Darin enthalten sind Dokumente zum beruflichen Werdegang Eyls, „Urkunden für Vereinsmitgliedschaften und kleine Drucksachen zu Familienfesten; Korrespondenzen der Eltern und der Kinder privater Natur, insbesondere die Empfangskorrespondenz von der Tochter Meta Eyl (geb. 1893, Laufzeit bis 1938) und nachgelassene Dokumente von Sohn Ludwig Eyl (1892-1914), darin Nachlaß der angeheirateten Familie von Klöden (ca. 1910-1944)“.
Literatur 25 Jahre Sparkassenverband Niedersachsen (mit einem Foto von Hans Eyl), 1912 75 Jahre Niedersächsischer Sparkassen- und Giroverband Hannover, 1962 Klaus Mlynek: EYL, Hans. In: Dirk Böttcher, Klaus Mlynek, Waldemar R. Röhrbein, Hugo Thielen: Hannoversches Biographisches Lexikon. Von den Anfängen bis in die Gegenwart. Schlütersche, Hannover 2002, ISBN 3-87706-706-9, S. 113; online über Google-Bücher Klaus Mlynek: Eyl, Hans. In: Klaus Mlynek, Waldemar R. Röhrbein (Hrsg.) u. a.: Stadtlexikon Hannover. Von den Anfängen bis in die Gegenwart. Schlütersche, Hannover 2009, ISBN 978-3-89993-662-9, S. 172 (leicht verkürzte Biographie).
Weblinks
Eyl, Hans (1854-1913) in der Zentralen Datenbank Nachlässe des Bundesarchivs Michael Schier (Chefred.): Hans Eyl / Vorsteher des Sparkassenverbandes Niedersachsen von 1910 bis 1913 auf der Seite sparkassengeschichten.de, zuletzt abgerufen am 22. Januar 2013
Einzelnachweise
Kategorie:Rechtsanwalt (Deutschland) Kategorie:Stadtdirektor (Hannover, 1821 bis 1918) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1854 Kategorie:Gestorben 1913 Kategorie:Mann Kategorie:Person (Sparkassen-Finanzgruppe)