400px|mini|Bassist Paweł Mąciwoda und die Gitarristen Rudolf Schenker und Matthias Jabs (v. l. n. r.) spielen das Instrumentalstück Coast to Coast live bei einem Konzert mit Sänger Klaus Meine (rechts) an der Gitarre in Barcelona, Spanien. (Foto: 2015)

Diese Liste umfasst sämtliche Lieder, die von der 1965 gegründeten deutschen Hard-Rock-Band Scorpions aufgenommen wurden. Enthalten sind alle bekannten Aufnahmen von 1972 bis 2022, also ein Zeitraum von 50 Jahren, in dem die Band rund 300 verschiedene Musikstücke veröffentlicht hat. Des Weiteren sind in einer jeweils separaten Aufstellung auch Gastbeiträge für Bild- und Tonträger anderer Künstler sowie auch bislang offiziell unveröffentlichte Lieder enthalten, die zum Beispiel im Internet oder nur auf Bootleg-Veröffentlichungen zu finden sind.

Überblick Der Großteil aller Lieder wurde auf den bislang 19 regulären Studioalben (Stand: August 2026) der Gruppe veröffentlicht, angefangen beim Debütalbum Lonesome Crow (1972) bis hin zu ihrem aktuellen Studioalbum Rock Believer (2022). Im Laufe ihrer über 50-jährigen Karriere haben die Scorpions viele ihrer Lieder auch in mehreren Versionen veröffentlicht, zum Beispiel einige Remixe ihrer Balladen auf dem Remixalbum Still Loving You (1992), als Orchester-Versionen in Zusammenarbeit mit den Berliner Philharmonikern (Moment of Glory, 2000), als Akustik- und Unplugged-Versionen auf den Konzertalben Acoustica (2001) und MTV Unplugged (2013) oder auch komplette Neueinspielungen älterer Songs, wie etwa auf ihrem Album Comeblack (2011). Um schnell einen genaueren Überblick über die Songs und ihre verschiedenen Versionen zu bekommen, werden diese in der Liste im Feld „Versionen“ entsprechend mit Versionsbezeichnung und Veröffentlichungsjahr aufgeführt.

Des Weiteren hat die Gruppe auch manche Songs exklusiv nur auf bestimmten Kompilationen (Beispiel: Love Is Blind wurde 1999 ausschließlich auf dem Best-of-Album Best veröffentlicht) oder als Bonustracks auf bestimmten Versionen ihren Alben nur in ausgewählten Ländern zugänglich gemacht (siehe etwa verschiedene Bonustracks des Albums Face the Heat, 1993). Zuvor unveröffentlichte Songs, sogenannte Non Album Tracks, als B-Seiten auf Maxi-Singles, wie es bei anderen Bands oft üblich ist, haben die Scorpions gemessen an der großen Anzahl ihrer Single-Veröffentlichungen vergleichsweise selten angeboten. Ein Beispiel dafür ist das Lied Rubber Fucker, das auf der Single Alien Nation 1993 noch vor der Veröffentlichung des dazugehörigen Albums Face the Heat erschien. Da dieser Titel auf dem Album aber nicht erneut enthalten war, handelt es sich um eine exklusive B-Seite dieser Single, also ein Non Album Track.

Darüber hinaus umfasst diese Liste auch Titel, an denen nur einzelne Bandmitglieder im Rahmen ihrer Mitgliedschaft bei den Scorpions mitgewirkt haben, wie etwa die Gastbeiträge zu Avantasia von Klaus Meine und Rudolf Schenker. Gastbeiträge von Ex-Bandmitgliedern zählen hier allerdings nicht dazu, es werden nur Zusammenarbeiten von Bandmitgliedern während ihrer Mitgliedschaft bei den Scorpions gewertet. Das schließt also auch Neuinterpretationen älterer Scorpions-Songs aus, die vor allem von Uli Jon Roth (Ex-Gitarrist) und Herman Rarebell (Ex-Schlagzeuger) später vermehrt erschienen sind.

Von manchen Scorpions-Titeln gibt es jedoch auch weitere Coverversionen anderer Künstler, an denen auch ein oder mehrere Bandmitglieder selbst mitgewirkt haben. Aufgrund der Verbindung zu den Scorpions werden auch diese Aufnahmen in dieser Aufstellung berücksichtigt. Solange aber nicht alle fünf Bandmitglieder daran beteiligt waren, sind diese Versionen nur als Gastbeitrag in der zweiten Tabelle aufgeführt, da das lediglich eine Kooperation mit einem anderen Künstler darstellt, anstatt einer Neuinterpretation der Band selbst.

Ein besonderes Beispiel ist das UFO-Cover Doctor Doctor - ein Lied, das im Original also gar nicht von der Band selbst stammt. Ungeachtet dessen, dass die Band es schon früher auf Konzerten gelegentlich gespielt hatte, erschien schließlich 2009 eine erste Live-Aufzeichnung dieses Titels der Scorpions selbst (zusammen mit Michael Schenker als Gast). Folglich war das das erste Mal, dass der Song in einer offiziellen Scorpions-Interpretation auf einem Tonträger der Band selbst herauskam. Allerdings erschien bereits 25 Jahre zuvor auf einem Live-Album der Michael Schenker Group eine Version des Titels, bei der allerdings nur Sänger Klaus Meine und Gitarrist Rudolf Schenker als Gäste mitgewirkt haben. Deshalb findet sich das Lied auch in der zweiten Liste in dieser Version wieder, da es sich dabei um einen Gastbeitrag anstelle einer offiziellen Scorpions-Interpretation handelt.

Statistik der Songs 200px|mini|CD-Aufdruck der Maxi-Single Wind of Change, der erfolgreichsten Single der Bandgeschichte

Die drei bekanntesten Lieder der Scorpions, die im Live-Programm der Gruppe auch zumeist den Zugabenteil bilden, sind die beiden Balladen Still Loving You (1984) und Wind of Change (1990) sowie die Rockhymne Rock You Like a Hurricane (1984).

Die kommerziell erfolgreichste Single-Veröffentlichung der Band ist Wind of Change, welche sich im Jahr 1991 zu einem Welthit entwickelte. Sie galt in den Medien als sogenannte „Hymne der Wende“, da sie in einem Zeitraum des politischen Wandels, zum Beispiel in Deutschland und Russland, herauskam und damit den damaligen Zeitgeist der Veränderung widerspiegelte. Wind of Change ist außerdem die erfolgreichste Single überhaupt aus deutscher Produktion, das Hamburger Abendblatt etwa geht von mehr als 14 Millionen verkauften Singles weltweit aus.Hamburger Abendblatt vom 2. Oktober 2010, Der Wende-Hit Das Lied ist nicht nur der einzige Nummer-eins-Hit der Band in Deutschland, sondern zusammen mit der Nachfolge-Single Send Me an Angel auch der einzige Song der Scorpions, der in Deutschland die Top-10 erreicht hat.

Der am häufigsten live gespielte Song der Band ist The Zoo (1980), gefolgt von Rock You Like a Hurricane (1984) und Big City Nights (1984), welche alle weit über 1.000 Mal von der Band live gespielt wurden.Scorpions-Live-Statistik nach einzelnen Titeln auf Setlist.fm

Das bis heute längste Lied der Gruppe ist das 13:31 Minuten lange Titelstück des ersten Albums Lonesome Crow aus dem Jahr 1972. Das kürzeste mit 1:14 Minuten ist die Live-Aufnahme des Elvis-Presley-Covers Hound Dog auf dem Live-Album Tokyo Tapes von 1978. Lässt man nur Studioaufnahmen oder Eigenkompositionen für diese Beurteilung zu, ist der kürzeste Titel das 2:16 Minuten lange Sign of Hope von 2020.

Die Lieder der Band sind stets in englischer Sprache verfasst, obwohl die Muttersprache der Band deutsch ist. Es gibt nur wenige Ausnahmen: Die beiden Sweet-Cover-Songs Fuchs geh' voran und Wenn es richtig losgeht (1975) sowie der Song Du bist so schmutzig (und doch so schön) (1999), welcher allerdings auch englische Strophen enthält,Lyrics Du bist so schmutzig auf der Scorpions-Website sind auf Deutsch verfasst. Der Song erschien auf ihrem umstrittensten Album Eye II Eye und existiert allerdings auch in einer komplett-englischen Version mit dem Titel Start Me Up. In dem ansonsten komplett-englischsprachigen Song Humanity (2007) ist in der zweiten Textzeile auch ein deutsches „auf Wiedersehen“ enthalten.Lyrics Humanity auf der Scorpions-Website

Der Song Destin enthält mit „Mon destin inscrit en toi“ eine französische Zeile im Refrain. Ebenso wie in der japanischen Interpretation selbigen Liedes mit dem Titel Kami O Shin Jiru ist der Rest des Songs jedoch weiterhin auf Englisch verfasst. Das Lied Ave María No Morro ist eine Coverversion auf Spanisch, während die Titel Kōjō no Tsuki und Kimi Ga Yo komplett auf Japanisch gesungen werden. Mit einem Gastauftritt bei einer Konzertaufzeichnung der ungarischen Band Omega machte Sänger Klaus Meine (auch mit Rudolf Schenker an der Gitarre) zudem sogar noch eine Berührung mit der ungarischen Sprache, in dem er zwei Songs der Band in deren Landessprache mitsang, im Anschluss an eine gemeinsame Live-Darbietung des Scorpions-Hits Wind of Change. Dieses Lied wurde, zusätzlich zu der englischen Version auf dem Album Crazy World, bereits ein Jahr nach der Single-Veröffentlichung im Frühjahr 1991, auch in einer russischen und spanischen Fassung aufgenommen und als eigenständige Single vermarktet. Und die Ballade Still Loving You wurde 2011 mit Amandine Bourgeois zusätzlich noch als französische Version unter dem Titel Je t'aime encore adaptiert.

Das Lied Still Loving You ist es auch, welches von allen Scorpions-Titeln in den meisten verschiedenen Versionen veröffentlicht wurde (10 Stück).

Die Liste umfasst auch 106 Schenker/Meine-Kompositionen. Das sind Lieder, bei denen ausschließlich Rudolf Schenker die Musik komponiert hat, während Klaus Meine allein den Text dazu geschrieben hat. Das macht also mehr als ein Drittel aller Scorpions-Songs aus. Ferner gibt es auch Kompositionen, an denen zusätzlich zu Schenker und Meine z. B. Herman Rarebell mitgewirkt hat, beispielsweise bei Rock You Like a Hurricane.

Außerdem enthalten sind 13 Instrumentalstücke, von denen jedoch nur zwei offiziell auf einem Studioalbum erschienen sind. Night Lights (1975) und Coast to Coast (1979) sind reine instrumentale Kompositionen der Band, die im Studio aufgenommen wurden. Der Titel Deadly Sting Suite, eine Zusammenarbeit mit den Berliner Philharmonikern, ist lediglich eine instrumentale Zusammenführung der Songs He's a Woman - She's a Man (1977) und Dynamite (1982). Diese erschien auf dem Album Moment of Glory (2000) auch in einer Studioversion. Die restlichen instrumentalen Stücke sind hauptsächlich Gitarren- und Schlagzeugsolos, die auf diversen Ton- oder Bildträgern von Konzerten veröffentlicht wurden oder auch erste Demos für bereits bekannte Alben (siehe etwa Love at First Sting - 50th Anniversary Deluxe Edition).

Die meisten Lieder der Band wurden von Dieter Dierks produziert, der zwischen 1975 und 1988 nicht nur 8 Studioalben, sondern auch die beiden Live-Alben Tokyo Tapes (1978) und World Wide Live (1985) produziert hat. Von 2010 bis 2017 wurden sämtliche Aufnahmen der Scorpions von den beiden schwedischen Produzenten Mikael Nord Anderson und Martin Hansen produziert. Die aktuellsten Aufnahmen, welche auf dem Album Rock Believer erschienen, wurden von der Band selbst mit Hans-Martin Buff produziert.

Liste der Scorpions-Lieder Diese Auflistung umfasst aktuell 287 verschiedene Songs, von denen 70 als Single erschienen sind. Vorrangig werden hier Lieder in ihrer ersten Studioaufnahme bzw. -veröffentlichung gelistet. Lieder, wie etwa diverse Bonustracks der 50th Anniversary Deluxe Editions, welche zwar schon in den 70er- oder 80er-Jahren aufgenommen, aber erst 2015 offiziell zugänglich gemacht und nur als Demo-Version veröffentlicht wurden, werden entsprechend mit dem Jahr ihrer Erstveröffentlichung auf CD/LP gekennzeichnet, also 2015. Sofern diese Demos auf bereits zuvor veröffentlichte Kompositionen zurückgehen, werden diese Demos hingegen unter „Versionen“ als Alternativinterpretation mit dem entsprechenden Veröffentlichungsjahr angegeben. Etwaige frühere Publikationen von diversen Titeln auf Bootlegs werden hier nicht berücksichtigt, da es sich hier nur um offiziell freigegebene Veröffentlichungen handeln soll.

Titel, die ausschließlich bei Konzerten aufgeführt wurden bzw. auf Tonträgern nur als Live-Aufnahme existieren (inklusive diverser Gitarren- und Schlagzeugsolos, sofern diese offiziell mit einem eigenen Titel versehen wurden), werden entsprechend nur in ihrer ersten Veröffentlichung auf Bild- oder Tonträger aufgeführt, auch wenn der Song vielleicht schon viel früher auf Konzerten vorgestellt wurde.