Franz Gíslason (* 19. November 1935 in Reykjavík, Island; † 26. April 2006 ebenda) war ein Übersetzer und Herausgeber von isländischer Literatur in Deutschland bzw. deutscher Literatur in Island.

Leben Franz Gíslason wuchs in Island auf und ging dort aufs Gymnasium, später absolvierte er ein Studium der Geschichte in Leipzig und pädagogische Studien in Reykjavík.

Er heiratete zweimal und hatte einen Sohn in erster Ehe sowie zwei Söhne in zweiter Ehe, beide Ehen wurden geschieden.

In Island arbeitete er in vielfältiger Weise als Lehrer, Reiseführer, Übersetzer und Herausgeber. Auch in Deutschland war er als Übersetzer und Herausgeber tätig, vor allem in der Reihe die horen (zusammen mit Wolfgang Schiffer).

Herausgeberschaft

Sögur frá Þýskalandi, Reykjavík 1994 (herausgegeben zusammen mit Wolfgang Schiffer) Wortlaut Island, Bremerhaven 2000

Übersetzungen ins Deutsche

Baldur Óskarsson: Tímaland, Münster 2000 Gestrandet unter Island, Bremerhaven 2002 Kirche, Kaufmann, Kabeljau, Bremen 2000 Garðar Sverrisson: Wohnt hier ein Isländer?, Bremerhaven 1997 (Biographie von Leifur Muller, übersetzt zusammen mit Wolfgang Schiffer) Snorri Hjartarson: Brunnin flygur alft, Münster 1997 (übersetzt zusammen mit Wolfgang Schiffer) Stefán Hörður Grímson: Geahnter Flügelschlag, Münster 1992

Übersetzungen ins Isländische

Heinrich Böll: Trúðurinn, Reykjavík 2000 Jón Helgi: Um gildi hlutanna, München 2003 Herta Müller: Ennislokkur einvaldsins, Seltjarnarnesi 1995

Quellen http://www.boersenblatt.net/111479/ http://rsi.is/rsi/leitarnidurstodur/nanar/Default.asp?cat_id=8778&ew_0_a_id=201249 Franz Gíslason gestorben (mit Biografie), bei mbl.is (isländisch)

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