Hermine Ziegler (* 26. März 1884 als Hermine Ziegltrum in Klein Flottbek;Staatsarchiv Hamburg, Geburtsregister Standesamt Othmarschen, Nr. 53/1884 (online auf Ancestry.com, kostenpflichtig) † 30. August 1965 in Prien am ChiemseeSterberegister Standesamt Prien am Chiemsee, Nr. 111/1965, zitiert nach dem amtlichen Vermerk im Geburtsregister) war eine deutsche Schauspielerin.

Leben Hermine Ziegler spielte im Jahr 1914 erste Bühnenrollen. Von 1917 bis 1930 hatte sie ein Engagement am Theater Trier. Gastspiele führten sie an das Badische Staatstheater Karlsruhe und nach Frankfurt (Oder). Sie war von 1931 bis 1937 Ensemblemitglied am Nationaltheater Mannheim. Es folgten Stationen in Leipzig (Spielzeit 1938/1939) und von 1942 bis 1944 an das Deutsche Theater in Prag. Von 1947 bis 1954 und wiederum ab 1961 war sie Mitglied des Ensembles der Bühnen der Stadt Köln.

Hermine Ziegler wirkte in verschiedenen Filmproduktionen mit. Darunter befanden sich die Spielfilme Gewitter im Mai von Hans Deppe mit Viktor Staal, Hansi Knoteck und Ludwig Schmid-Wildy und Der Gasmann von Carl Froelich mit Heinz Rühmann, Anny Ondra und Will Dohm. Ziegler stand 1944 in der Gottbegnadeten-Liste des Reichsministeriums für Volksaufklärung und Propaganda.Ziegler, Hermine. In: Theodor Kellenter: Die Gottbegnadeten : Hitlers Liste unersetzbarer Künstler. Kiel: Arndt, 2020, ISBN 978-3-88741-290-6, S. 422f.

In der Verfilmung der Operette Die Fledermaus verkörperte sie 1944 die Rolle der Baronin Rüdersheim.Die Fledermaus auf Murnau Stiftung online; abgerufen am 1. Mai 2016 In der Regie von Géza von Bolváry spielten unter anderem Marte Harell, Johannes Heesters und Willy Fritsch. Dieser Film gilt als sogenannter Überläufer, da er zwar vor Ende des Zweiten Weltkrieges abgedreht, aber erst nach Kriegsende fertiggestellt wurde.

Zudem konnte man Hermine Ziegler auch in einigen Hörspielen als Sprecherin hören.

Filmografie 1937: Die wirkliche Liebe (Kurzfilm) 1937: Zweimal zwei im Himmelbett 1938: Ich sehe hell… ich sehe dunkel 1938: Gewitter im Mai 1938: Das Mädchen von gestern Nacht 1938: Narren im Schnee 1939: Waldrausch 1940: Beates Flitterwoche 1940: Links der Isar – rechts der Spree 1941: Der Gasmann 1943: Liebe, Leidenschaft und Leid 1944: Das schwarze Schaf 1944: Schicksal am Strom 1944: Dir zuliebe 1945: Der Fall Molander (unvollendet) 1945: Ein Mann wie Maximilian 1946: Die Fledermaus 1949: Der große Fall

Hörspiele 1946: Die Nacht von Soledad – Regie: Walter Ohm 1949: Der arme Mr. Griffith – Regie: Wilhelm Semmelroth

Literatur Johann Caspar Glenzdorf: Glenzdorfs internationales Film-Lexikon. Biographisches Handbuch für das gesamte Filmwesen. Band 3: Peit–Zz. Prominent-Filmverlag, Bad Münder 1961, , S. 1940. Wilhelm Kosch, Ingrid Bigler-Marschall: Deutsches Theater-Lexikon. Biographisches und bibliographisches Handbuch. Band 7, 38./39. Lieferung: Zedler – Zysset. de Gruyter, Berlin (u. a.) 2011, ISBN 978-3-908255-52-9, S. 3776.

Weblinks

Hermine Ziegler in den Akten der Reichstheaterkammer

Einzelnachweise

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