mini |Verschiedene Dächer mit Photovoltaikanlagen in Fischen im Allgäu

Die Photovoltaik in Deutschland hat einen wachsenden Anteil an der Stromerzeugung in Deutschland: 2025 kamen 16,3 % der öffentlichen Nettostromerzeugung aus Solaranlagen (2024: 14,0 %, 2023: 12,6 %). Der Ausbau der Solarstromerzeugung durch Photovoltaik in Deutschland wurde ursprünglich durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz staatlich gefördert. Stand 2019 wurden erste Projekte auch gänzlich ohne öffentliche Förderung gebaut.

Nachdem die in Deutschland installierte und registrierte Photovoltaikleistung am 25. Januar 2025 den Wert von 100 GW überschritten hatte, erreichte sie Ende Dezember 2025 insgesamt 117,7 GW – im Dezember 2024 waren es noch 99,9 GW gewesen. Im Jahr 2025 wurde aus PV-Anlagen 87,4 Terawattstunden (TWh) Strom erzeugt, 2024 waren es 72,1 TWh.

Die Photovoltaikbranche ist auch ein wichtiger Arbeitgeber: Die Zahl der Arbeitsplätze in Deutschland 2024 wurde auf 127.085 geschätzt, mehr als in jedem anderen europäischen Land.

Entwicklung, Zubau und tatsächliche Einspeisung mini |hochkant=1.3 |Installierte Photovoltaikleistung in Deutschland mini |hochkant=1.3 |Photovoltaik-Gesamterträge in Deutschland in TWh

Im Jahr 2007 wurden in Deutschland Solarstromanlagen mit einer Leistung von mindestens 1.150 Megawatt installiert.Photon, Januar 2009, S. 42 f.: Mehr als ein Gigawatt Zubau Photon: Neue Zahlen: Solarstromzubau höher als bislang bekannt Die gesamte installierte Leistung lag Ende 2009 bei etwa 9.760 MW. Damit wurden damals etwa 1,5 Prozent des deutschen Stromverbrauchs gedeckt. 2011 lag dieser Anteil bei 3,5 %.

Deutschland war 2009 mit einem Zubau von gut 3.800 MW der weltgrößte Absatzmarkt für Photovoltaik-Anlagen. Im Jahr 2008 war, nach vorläufigen Zahlen, Spanien das Land mit dem größten Zubau. Die Installation dürfte 2.700 bis 3.200 MW betragen haben. Photon April 2009 Seite 18: Iberisches Zahlenwirrwarr Da der spanischen Regierung die Förderung zu teuer wurde, ließ sie ab 2009 nur noch einen geförderten Photovoltaik-Zubau von jährlich rund 500 MW zu. Photon Okt. 2009, Seite 22ff: Adios, Espana Der bis 2008 in Spanien erfolgte Zubau an Photovoltaikanlagen zieht über einen Zeitraum von 20 Jahren staatliche Vergütungszahlungen in Höhe von rund 40 Milliarden Euro nach sich. In Spanien subventioniert damit der Steuerzahler den Strompreis, in Deutschland hingegen der Stromkäufer. Photon Jan.2009, Seite 3: Editorial

Die Erzeugung von Solarstrom wurde 2012 in Deutschland weiterhin durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz gefördert mit einer Einspeisevergütung von ca. 14 bis 58 Cent pro Kilowattstunde, je nach Inbetriebnahme Datum, Größe und Art der Anlage. Die EEG-Umlage war von 19 Mio. Euro im Jahr 1998 auf 1.597 Mio. Euro im Jahr 2007 gestiegen.BDEW (2008): EEG-Jahresabrechnung 2007, Im „Normalfall“ wurde Solarstrom nach der Förderkürzung im April 2012 noch mit rund dem vierfachen Betrag des Preises an der Strombörse vergütet.Beispielpreise an der Strombörse EEX

In Deutschland und weiteren Ländern wurde im Jahr 2012 die Netzparität erreicht;Solarbranche muss auf Forschung setzen. In: Handelsblatt, 10. Februar 2012. Abgerufen am 19. Februar 2012. Dies ist der Fall, wenn die Erzeugungskosten des Solarstroms niedriger sind als die Endkundenpreise eines Versorgers inklusive aller Umlagen. Dank seitdem stark gefallener Solarpanel-Preise ist selbst erzeugter Solarstrom somit für den Privatverbraucher preisgünstiger als gekaufter Strom.

Durch regelmäßige Kürzungen der Einspeisevergütungen laut EEG wurde der Zubau reguliert. Im Rahmen der EEG-Reform 2014 war geplant, auch den Eigenverbrauch mit der EEG-Umlage zu belasten.Agentur für Erneuerbare Energien (2014): Eigenverbrauch und regionale Direktvermarktung. Chancen und Herausforderungen. Hintergrundpapier Seit dem 1. Juli 2022 ist die EEG-Umlage abgeschafft. Mehrkosten erneuerbarer Energien werden seitdem steuerfinanziert.

Von 2014 bis 2024 stieg die mit Photovoltaik erzeugte jährliche Energie von 34,8 TWh auf ca. 72,1 TWh (PDF; 946 kB). Internetseite des BMU. Abgerufen am 15. Mai 2012. und damit auf das Doppelte. 2024 betrug der Zubau 16,7 GW (= 16.700 MW), womit nach 2011 und 2023 eine neue Rekordmarke aufgestellt wurde. Ab 2013 war der Photovoltaik-Zubau für einige Jahre stark rückläufig.Bundesnetzagentur: Photovoltaikanlagen: Datenmeldungen sowie EEG-Vergütungssätze, abgerufen am 1. Februar 2019. 2014 wurden nur noch 1,8 GW installiert, was unterhalb des von der Bundesregierung vorgegebenen Ausbaukorridors von 2,5 GW lag.BSW: Bundesregierung verfehlt Zubauziele für Solarstrom. 19. Juni 2014 Zudem wurde 2012 eine Obergrenze in Höhe von maximal 52 GW förderbarer Solarleistung eingeführt.Viktor Wesselak, Thomas Schabbach, Thomas Link, Joachim Fischer: Handbuch Regenerative Energietechnik. 3. aktualisierte und erweiterte Auflage. Berlin/Heidelberg 2017 Im Oktober 2019 votierte der Bundesrat dafür, diese Förderobergrenze abzuschaffen, der Bundestag stimmte im Mai 2020 zu. Zu diesem Zeitpunkt war diese Grenze fast erreicht. Obwohl bereits im Koalitionsvertrag 2018 vereinbart, 2019 im Rahmen des Klimapakets erneut bestätigt und im Mai 2020 nach Blockaden des Wirtschaftsministeriums, das den Deckel als Pfand für seine Windenergiepolitik benutzte, erneut verkündet, stand die tatsächliche Abschaffung Anfang Juni 2020 weiterhin aus. Darauf reichten Unternehmen der Solarbranche eine Klage beim Bundesverfassungsgericht ein. Mitte Juni 2020 beschloss der Bundestag endgültig die Abschaffung des Solardeckels.

Am 25. Mai 2012 wurde deutschlandweit eine Leistung von 22,4 Gigawatt erreicht, wodurch zur Spitzenlastzeit rund ein Drittel der gesamten Stromproduktion auf die Photovoltaik entfiel.. Internetseite der Strombörse EEX. Abgerufen am 26. Mai 2012.Sonnenrekord. Solarzellen liefern so viel Strom wie 20 Atommeiler. In: Der Spiegel, 26. Mai 2012. Abgerufen am 26. Mai 2012. Dies entspricht in etwa der Leistung von 15 großen Kernkraftwerken. Seit Februar 2012 deckt die Einspeiseleistung relativ zuverlässig einen großen Teil der täglichen Mittel- und Spitzenlast ab. Konventionelle Kraftwerke müssen ihre Leistung fast nur noch in den Dämmerungsphasen erhöhen. Dies macht sich auch durch deutlich gesunkene Strompreise an der Strombörse bemerkbar. 2012 war absehbar, dass bei weiterem Zubau neuer Anlagen die konventionellen Kraftwerke ihre Leistung um die Mittagszeit verstärkt drosseln müssen, was vor allem bei trägen Kraftwerken, insbesondere Kernkraftwerken problematisch ist, seit 15. April 2023 hat sich dieses Problem für die Kernkraftwerke erledigt, da sich zu diesem Datum die letzten 3 Meiler in Deutschland aus dem Markt zurückzogen. Außerdem sinkt die Ausnutzung von Spitzenlastkraftwerken, was deren wirtschaftlichen Betrieb in Frage stellen kann.Euphorie für neues Gaskraftwerk kühlt ab

Im Juni 2019 produzierte die Photovoltaik 7,2 TWh elektrischer Energie und war damit erstmals in einem gesamten Monat wichtigste deutsche Stromquelle, noch vor Braunkohle und Windenergie.Stromsystem entledigt sich der Kohle. In: Klimareporter, 4. Juli 2019. Abgerufen am 4. Juli 2019. Im Juni 2021 lieferte die Photovoltaik in Deutschland den damaligen Monats-Rekordwert von 7,8 TWh; dies wurde im Juni 2023 mit einem neuen Rekordwert deutlich übertroffen, da in diesem Monat rund 9 TWh elektrische Energie solar erhalten wurden. Aufgrund des Russischen Einmarschs in die Ukraine und der dadurch verschärften Energiekrise wurde verstärkt Photovoltaik zugebaut.https://www.tagesschau.de/wirtschaft/verbraucher/solarenergie-boom-ukraine-krieg-101.html 2022 wurden Anlagen mit einer Spitzenleistung von rund 7 Gigawatt auf Dächern und Freiflächen neu in Betrieb genommen. 2023 lag dieser Wert bei rund 15 Gigawatt. 2023 produzierten die rund 3,7 Millionen Photovoltaik-Systeme 62 Milliarden Kilowattstunden und deckten damit rund 12 Prozent des deutschen Stromverbrauchs. Ende 2023 waren somit Solarmodule mit einer Nennleistung von 81,7 Gigawatt (GW) installiert (Ende Juni 2023: 73,8 GW verteilt auf 3,14 Mio. Anlagen). Der Anteil des Solarstroms am Netto-Stromverbrauch betrug im Jahr 2022 59,5 TWh, entsprechend 10,9 %.

Entwicklung der Stromerzeugung durch Photovoltaik

Jahr Globalstr. Inst.Leistung Zubauberechnet aus „Installierter Leistung“ des Jahres und Vorjahres Durchschn.Leistungberechnet aus der „Solarstromerzeugung“ des Jahres und 8760 Jahresstunden Solarstrom-erzeugung Gesamt-bruttostrom-erzeugung Solarstrom-anteil an derGesamt-erzeugungberechnet aus „Solarstromerzeugung“, „Gesamtbruttostromerzeugung“ Gesamt-bruttostrom-verbrauch Solarstrom-anteil amGesamt-verbrauchberechnet aus „Solarstromerzeugung“, „Gesamtbruttostromverbrauch“ 2000 120 Watt/m² 0,1 GWp 0,0 GWp 0,0 GW 0,1 TWh 577 TWh 0,0 % 580 TWh 0,0 % 2001 119 Watt/m² 0,2 GWp 0,1 GWp 0,0 GW 0,1 TWh 586 TWh 0,0 % 585 TWh 0,0 % 2002 118 Watt/m² 0,3 GWp 0,1 GWp 0,0 GW 0,2 TWh 587 TWh 0,0 % 587 TWh 0,0 % 2003 137 Watt/m² 0,4 GWp 0,1 GWp 0,0 GW 0,3 TWh 609 TWh 0,0 % 606 TWh 0,0 % 2004 121 Watt/m² 1,1 GWp 0,7 GWp 0,1 GW 0,6 TWh 618 TWh 0,1 % 615 TWh 0,1 % 2005 126 Watt/m² 2,0 GWp 0,9 GWp 0,1 GW 1,3 TWh 623 TWh 0,2 % 618 TWh 0,2 % 2006 127 Watt/m² 2,9 GWp 0,8 GWp 0,3 GW 2,2 TWh 640 TWh 0,3 % 623 TWh 0,4 % 2007 124 Watt/m² 4,1 GWp 1,2 GWp 0,4 GW 3,1 TWh 641 TWh 0,5 % 624 TWh 0,5 % 2008 124 Watt/m² 6,1 GWp 2,0 GWp 0,5 GW 4,4 TWh 641 TWh 0,7 % 621 TWh 0,7 % 2009 126 Watt/m² 10,5 GWp 4,4 GWp 0,8 GW 6,6 TWh 596 TWh 1,1 % 584 TWh 1,1 % 2010 122 Watt/m² 18,1 GWp 7,6 GWp 1,3 GW 11,8 TWh 633 TWh 1,9 % 618 TWh 1,9 % 2011 129 Watt/m² 26,1 GWp 8,0 GWp 2,2 GW 19,7 TWh 613 TWh 3,2 % 609 TWh 3,2 % 2012 125 Watt/m² 32,9 GWp 6,8 GWp 3,0 GW 26,2 TWh 629 TWh 4,2 % 609 TWh 4,3 % 2013 119 Watt/m² 36,0 GWp 3,1 GWp 3,4 GW 30,0 TWh 638 TWh 4,7 % 606 TWh 5,0 % 2014 123 Watt/m² 37,8 GWp 1,8 GWp 4,0 GW 34,8 TWh 627 TWh 5,6 % 593 TWh 5,9 % 2015 127 Watt/m² 39,2 GWp 1,4 GWp 4,3 GW 37,3 TWh 647 TWh 5,8 % 599 TWh 6,2 % 2016 123 Watt/m² 40,7 GWp 1,5 GWp 4,2 GW 36,8 TWh 649 TWh 5,7 % 599 TWh 6,1 % 2017 123 Watt/m² 42,4 GWp 1,7 GWp 4,3 GW 38,0 TWh 652 TWh 5,8 % 600 TWh 6,3 % 2018 138 Watt/m² 45,4 GWp 3,0 GWp 5,0 GW 43,5 TWh 641 TWh 6,8 % 593 TWh 7,3 % 2019 131 Watt/m² 49,4 GWp 4,0 GWp 5,1 GW 44,3 TWh 608 TWh 7,3 % 576 TWh 7,7 % 2020 134 Watt/m² 54,6 GWp 5,2 GWp 5,5 GW 48,6 TWh 575 TWh 8,5 % 556 TWh 8,7 % 2021 125 Watt/m² 60,3 GWp 5,7 GWp 5,7 GW 49,5 TWh 587 TWh 8,4 % 574 TWh 8,6 % 2022 140 Watt/m² 67,8 GWp 7,5 GWp 6,8 GW 59,9 TWh 578 TWh 10,4 % 552 TWh 10,9 % 2023 131 Watt/m² 83,2 GWp 15,4 GWp 7,0 GW 61,4 TWh 511 TWh 12,0 % 521 TWh 11,8 % 2024 127 Watt/m² 99,9 GWp 16,7 GWp 8,2 GW 72,1 TWh 497 TWh 14,5 % 527 TWh 13,7 % 2025 136 Watt/m² 117,7 GWp 17,8 GWp 10,0 GW 87,4 TWh 509 TWh 17,2 % 528 TWh 16,5 %

Die Jahresdaten zur „Globalstrahlung in Deutschland“ in der Tabelle zeigen, wie die Nutzung der Sonnenenergie witterungsbedingt schwanken kann, und stehen in engem Zusammenhang mit der Sonnenscheindauer, d. h. mit der Zahl der Sonnenstunden eines Jahres. Die mittlere Sonnenscheindauer beträgt in Deutschland 1550 Stunden pro Jahr. Die Volllaststunden entsprechen nicht der Einschaltdauer, sondern einem rechnerischen Wert, der sich aus dem Quotient den Daten „Erzeugung in TWh/Jahr“, dem Regelarbeitsvermögen, und „installierte Leistung in GWpeak“ der Photovoltaikanlage ergibt. Die tatsächliche Einschaltdauer, in der die Anlage Strom erzeugt, entspricht den Zeiten, in denen die Sonne über dem Horizont steht, also näherungsweise etwa der Hälfte der Jahresstunden, somit rund 4400 Stunden, wobei die Stromproduktion allerdings teilweise nur gering ist – bei schlechtem Wetter, in den ersten Stunden nach Sonnenaufgang und in den letzten Stunden vor Sonnenuntergang. Pro kWpeak installierter Leistung kann im Jahr je nach den Wetterverhältnissen und nach Lage und Ausrichtung ein Energieertrag von etwa 600 bis 1200 kWh erwartet werden.

Leistungsprofil