Wilhelm de Weerth (* 27. Oktober 1866 in Elberfeld (heute Stadtteil von Wuppertal); † 5. Februar 1943) war ein deutscher Jurist, Manager, Politiker und Kirchenpolitiker.Brigitte Alexander, Gisela Schmoeckel: Rechtschaffen, wohlhabend und gottgefällig – Das „nicht ganz unbedeutende“ Leben des Rentiers Peter de Weerth (1767–1855). S. 84, (PDF; 679 kB).

Leben Wilhelm de Weerth wurde als Sohn des Bankiers August de Weerth geboren. Nach dem Abitur am Elberfelder Gymnasium im Jahre 1884Grüne Blätter III, 1941, Seite 31. studierte er Rechtswissenschaften und wurde während seiner Studienzeit an der Universität Heidelberg wie sein Vater Mitglied des Corps Suevia.Kösener Corpslisten 1930, 72, 735 Nach seiner Promotion zum Dr. jur. trat er als Beamter in den höheren preußischen Verwaltungsdienst ein, aus dem er nach kurzer Zeit als Regierungsassessor ausschied, um Aufsichtsmandate in verschiedenen Banken und Versicherungsgesellschaften zu übernehmen. 1931 war er Aufsichtsratsvorsitzender der Nordstern und Vaterländischen Versicherungs-AG, der Rückversicherungsvereinigung und der Westdeutschen Bodenkreditanstalt. Außerdem war er Aufsichtsratsmitglied der Deutschen Bank und Disconto-Gesellschaft in Berlin, der Deutschen Central-Boden-Kreditanstalt, der Deutschen Hypothekenbank Meiningen, der Nordstern Lebensversicherung, der Concordia Lebensversicherung, der Schlesischen Feuerversicherung, der Silesia und der Schlesisch-Kölnischen Lebensversicherung.

De Weerth war Stadtverordneter in Elberfeld sowie in der Zeit von 1908 bis 1930 Mitglied im Provinziallandtag der preußischen Rheinprovinz für Elberfeld,http://www.afz.lvr.de/media/archive_im_rheinland/archiv_des_lvr/Abgeordnetenliste.pdf der preußischen Generalsynode und des Rheinischen Provinzialkirchenrates, zudem von 1917 bis zu seinem Tode Vorsitzender des Bergischen Geschichtsvereins.

Als Genealoge schrieb er die Geschichte der Familie de Weerth. Der Niedersächsischen Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen stiftete er eine Büchersammlung für niederländische Rechts- und Staatslehre und niederländisches Kirchenrecht. auf www.sub.uni-goettingen.de Er war der Bauherr der heute unter Denkmalschutz stehenden Villa de Weerth in Wuppertal-Elberfeld.

Auszeichnungen Wilhelm de Weerth war Ehrenbürger und Ehrendoktor der Theologie der Universität Bonn.

Literatur Wilhelm de Weerth. In: Robert Volz: Reichshandbuch der deutschen Gesellschaft. Das Handbuch der Persönlichkeiten in Wort und Bild. Band 2: L–Z. Deutscher Wirtschaftsverlag, Berlin 1931, , S. 1997–1998. Edmund Strutz: In memoriam D. theol. h. c. Dr. jur. Wilhelm de Weerth. 1949. Marie-Luise Baum: In: Wuppertaler Biographien 1. Folge. Beiträge zur Geschichte und Heimatkunde des Wuppertals. Band 4. Born-Verlag, Wuppertal 1958, S. 88–95. Armin Danco: Das Gelbbuch des Corps Suevia zu Heidelberg. (Mitglieder 1810–1985). 3. Auflage, Heidelberg 1985, Nr. 735.

Einzelnachweise

Kategorie:Jurist (Bankwesen) Kategorie:Ehrendoktor der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn Kategorie:Corpsstudent (19. Jahrhundert) Kategorie:Mitglied des Provinziallandtages der Rheinprovinz (Königreich Preußen) Kategorie:Mitglied des Provinziallandtages der Rheinprovinz (Weimarer Republik) Kategorie:Politiker (Wuppertal) Kategorie:Ehrenbürger der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn Kategorie:Jurist (Versicherungswirtschaft) Kategorie:Person (Nordstern) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1866 Kategorie:Gestorben 1943 Kategorie:Mann Kategorie:Bankmanager Kategorie:Person (Bergischer Geschichtsverein) Kategorie:Aufsichtsratsvorsitzender (Deutschland) Kategorie:Person (Deutsche Bank AG) Kategorie:Stadtverordneter (Wuppertal)