Der Goldbrauentyrann (Satrapa icterophrys) ist die einzige Art der damit monotypischen Gattung Satrapa in der Familie der Tyrannen, die gelegentlich auch Neuweltfliegenschnäpper genannt wird.
Merkmale Der Goldbrauentyrann erreicht eine Körperlänge von 16 cm und ein Gewicht von 20 g. Seine Oberseite ist olivgrün, am Oberkopf mit einem dunkleren Oliv-Farbton. Über die Augen verläuft eine schwärzliche Maske, darüber befindet sich ein auffallend gelber Überaugenstreif. Die Unterseite ist leuchtend gelb, die Brust mit einem olivfarbenen Ton. Die Flügel sind schwärzlich gefärbt mit grauen Säumen und zwei undeutlichen Flügelbinden. Die Steuerfedern sind schwärzlich. Der Schnabel ist recht kurz und schmal, die Beine ebenfalls kurz.
Die Weibchen ähneln den Männchen sind jedoch etwas matter gefärbt mit blasserem Überaugenstreif und undeutlich fleckiger Brust.
Verbreitung und Lebensraum Der Goldbrauentyrann kommt in Argentinien, Bolivien, Brasilien, Venezuela, Paraguay und Uruguay vor. Man findet ihn in halboffenen Gebieten und in Buschland, an Waldrändern und an den Rändern von Galeriewäldern und Feuchtgebieten.
Lebensweise Der Goldbrauentyrann ist ein eher stiller Vogel, der gewöhnlich paarweise anzutreffen ist.
Etymologie und Forschungsgeschichte Die Erstbeschreibung des Goldbrauentyranns erfolgte 1818 durch Louis Pierre Vieillot unter dem wissenschaftlichen Namen Muscicapa icterophrys. Als Verbreitungsgebiet nannte er Paraguay aufgrund von Félix de Azaras Suiriri obscuro y amarillo.Félix de Azara (1805), S. 118–129Louis Pierre Vieillot (1818), S. 458 Bereits 1844 führte Hugh Edwin Strickland die Gattung Satrapa für den Goldbrauentyrann ein.Hugh Edwin Strickland (1844), S. 414 Dieser Begriff hat seinen Ursprung in bzw. .Satrapa The Key to Scientific Names Edited by James A. Jobling Der Artname »icterophrys« ist ein Wortgebilde aus für Gelbsucht und für Augenbraue, Braue.icterophrys The Key to Scientific Names Edited by James A. Jobling Satrapa icterophrys septentrionalis , 1937Walter Edmond Clyde Todd (1937), S. 253 wird heute als Synonym zur Nominatform betrachtet. »Septentrionalis« leitet sich von ab.septentrionalis The Key to Scientific Names Edited by James A. Jobling Alfred Laubmann sah in seinem Werk Die Vögel von Paraguay den Goldbrauentyrann als weit verbreitete Art an.Alfred Laubmann (1940), S. 85–86.
Einzelnachweise Steven L. Hilty Birds of Venezuela. 2002, Princeton University Press, ISBN 978-0-691-09250-8, S. 618. Robert S. Ridgely, Guy Tudor, William L. Brown: The Birds of South America: The Suboscine Passerines. University of Texas Press, 1994, ISBN 978-0-292-77063-8, S. 615.
Literatur
Weblinks
Kategorie:Tyrannen