Der FC Lübbecke (offiziell: Fußball Club Lübbecke von 1925 e. V.) ist ein deutscher Fußballverein aus Lübbecke in Nordrhein-Westfalen. Er wurde am 8. Oktober 1925 gegründet. Die erste Fußballmannschaft spielte sechs Jahre in der höchsten Amateurliga Westfalens. Neben Fußball bietet der Verein auch Badminton an.

Geschichte Strukturelle Entwicklung Der Verein wurde am 8. Oktober 1925 gegründet. Im Jahre 1939 schloss sich der FC Lübbecke dem am 20. Oktober 1865 gegründeten Männerturnverein Lübbecke an, dem ältesten Sportverein im Altkreis Lübbecke. Dieser wurde mit dem Ende des Zweiten Weltkrieges von der britischen Militärregierung verboten und aufgelöst. Da Neugründungen erlaubt wurden, wurde im Februar 1946 der TuS Lübbecke als Nachfolgeverein des MTV Lübbecke gegründet. Im Jahre 1949 schließlich spaltete sich die Fußballabteilung des TuS Lübbecke als FC Lübbecke ab. Hintergrund war der Ankauf eines Grundstücks durch die Fußballer, auf dem der Sportplatz entstand.

Die Gellesch-Elf (1945 bis 1950) Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges verschlug es dem 20-fachen deutschen Nationalspieler Rudolf Gellesch nach Lübbecke, der mit dem FC Schalke 04 fünfmal deutscher Meister wurde. Gellesch wirkte fortan als Spielertrainer der Fußballer. In der Saison 1947/48 wurde der TuS Lübbecke Meister der Bezirksklasse Herford und stieg in die Landesliga Westfalen auf. Zu dieser Zeit war die Landesliga die höchste Amateurliga Westfalens und bildete den Unterbau für die Fußball-Oberliga West. Gleich in der Aufstiegssaison 1948/49 wurde die „Gellesch-Elf“ um den ehemaligen Schalker Heinz Hinz Vizemeister in der Gruppe 3 hinter Arminia Bielefeld. Höhepunkt der Saison war ein 3:1-Auswärtssieg gegen die Arminia und ein 7:0-Sieg gegen den SC Oelde 09. Ein Jahr später qualifizierte sich der mittlerweile als FC Lübbecke auflaufende Verein für die ab 1950 eingleisige Landesliga Westfalen. Trainer Gellesch verabschiedete sich am Saisonende in Richtung Eintracht Trier.

Landesligajahre (1950 bis 1959) In der Saison 1950/51 wurden die Lübbecker in der eingleisigen Landesliga Westfalen Siebter. Ein Jahr später gelang mit einem 9:1 gegen die Sportfreunde Gladbeck der höchste Sieg im westfälischen Oberhaus. Im Jahre 1952 wurde aus der eingleisigen eine fünfgleisige Landesliga. Dort gelangen noch überraschende Siege wie ein 2:0 gegen den Meister VfB 03 Bielefeld in der Saison 1952/53, der sein Heimspiel gegen Lübbecke in der gleichen Saison mit 8:1 gewinnen konnte. Ein Jahr später stieg die Mannschaft als Vorletzter in die Bezirksklasse ab. Ein Punkt fehlte in der Endabrechnung auf Teutonia Lippstadt, die die Klasse halten konnten. Im Jahre 1956 wurden die Lübbecker erneut Bezirksklassemeister und kehrten damit in die Landesliga zurück, die nach der Einführung der Verbandsliga im gleichen Jahr nur noch die zweithöchste Spielklasse Westfalens war. In der Saison 1956/57 erreichte die Mannschaft den sechsten Platz. Bis 1959 hielt sich die Mannschaft in der Landesliga, ehe der erneute Abstieg als Tabellenletzter folgte. Tiefpunkt der Saison war eine 1:11-Niederlage beim Meister Union Herford.

Niedergang (1959 bis 2007) In der Bezirksklasse wurden die Lübbecker in der Saison 1959/60 beinahe in die Kreisklasse durchgereicht worden. In den Jahren 1962, 1963 und 1964 reichte es für den Verein jeweils noch zu Vizemeisterschaften in der Bezirksklasse. Zuerst holte SuS Herford einen Punkt mehr als die Lübbecker, während ein Jahr später TuRa Löhne gleich drei Zähler Vorsprung hatte. 1964 war schließlich der SV Porta Neessen vier Punkte besser. Im Jahre 1968 stiegen die Lübbecker als Tabellenletzter in die 1. Kreisklasse ab, schafften aber den direkten Wiederaufstieg. Nach drei Jahren Abstiegskampf ging es 1972 wieder hinunter in die 1. Kreisklasse. Der Wiederaufstieg wurde in den folgenden beiden Jahren als Vizemeister hinter dem Gehlenberger TuS bzw. dem TuS Tengern verpasst. 1977 wurde die Liga in Kreisliga A umbenannt. Gleich im ersten Jahr unter dem neuen Namen stieg der FC Lübbecke ab. Im Jahre 1980 kehrten die Lübbecker ins Kreisoberhaus zurück und erreichten zwischen 1987 und 1989 noch mal für zwei Jahre die Bezirksliga. Anschließend wurde der Verein zur Fahrstuhlmannschaft. 1995 ging es runter in die Kreisliga B und Fußball in der Kreisliga A gab es nur noch zwischen 1997 und 2000 sowie in der Saison 2003/04.

Gegenwart (seit 2007) Seit dem Aufstieg im Jahre 2007 spielt der FC Lübbecke in der Kreisliga A. Höhepunkte der vergangenen Jahre waren vierte Plätze in den Spielzeiten 2008/09, 2009/10 und 2013/14. Während der Saison 2017/18 wurde die Mannschaft aus der laufenden Saison zurückgezogen. Nach zwei Jahren in der Kreisliga B gelang dann die Rückkehr ins Kreisoberhaus. Im Jahre 2024 gelang unter kuriosen Umständen der Aufstieg in die Bezirksliga. Die zweite Mannschaft des FC Lübbecke wurde Vizemeister hinter TuS Tengern II, während die erste Mannschaft des FC Lübbecke Sechster wurde. Da Tengern auf den Aufstieg verzichtete, rückte Lübbecke nach. In der folgenden Saison gelang der Durchmarsch in die Landesliga, wo die Lübbecker in der folgenden Saison 2025/26 als Tabellenletzter wieder absteigen mussten.

Nachwuchsarbeit Im Jahr 1966 schrieb der FC Lübbecke Geschichte und gründete die erste E-Jugend-Mannschaft im Altkreis Lübbecke. Die Jugendarbeit trug auch bald Früchte. Zahlreiche Kreismeisterschaften und Kreispokale wurden errungen. Besonders erfolgreich sollte die A-Jugend des FC sein. Sie spielte in der Westfalenliga und brachte den späteren deutschen Nationalspieler und Torschützenkönig der ersten belgischen Liga Harald Nickel hervor.

Spielstätte

Der FC Lübbecke trägt seine Heimspiele von jeher im Stadion an der Obernfelder Allee aus. Der Haupteingang war früher über eine große Treppe von der Osnabrücker Straße aus erreichbar. Mit der sportlichen Talfahrt nahm auch das Interesse an den Spielen des Vereins ab und der große Eingangsbereich wurde nicht mehr genutzt. Heute erreicht man den Sportplatz durch den direkten Eingang von der Obernfelder Allee.

Persönlichkeiten Ludwig Altig Rudi Gellesch Heinz Hinz Erwin Kostedde Harald Nickel Heinz Otten Eduard Sausmikat Max Wegner

Einzelnachweise

Weblinks Offizielle Homepage des Vereins

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