Stanislav Řezáč (* 29. April 1973 in Jablonec nad Nisou) ist ein tschechischer Skilangläufer. Er ist auf lange Strecken in der klassischen Technik spezialisiert und gewann 2005 und 2012 den Skilanglauf-Marathon-Cup. Zudem belegte er in der Gesamtwertung der Ski Classics 2011 den ersten Platz.
Werdegang Řezáč gab sein internationales Debüt 1994. Nach einem FIS-Rennen in Tauplitz, welches er als 37. beendete, kam er nur wenige Tage später erstmals im Skilanglauf-Weltcup zum Einsatz. An gleicher Stelle lief er der Weltspitze über die 15 km im klassischen Stil jedoch nur hinterher und lief als 67. ins Ziel. Im Februar 1995 kam er in Brusson bei zwei Continentalcups zum Einsatz und sammelte im ersten als 23. erste Punkte.
Nachdem Řezáč in Bedřichov beim FIS-Rennen als Zweiter erstmals auf dem Podest stand und auch im zweiten Rennen als 14. einen guten Platz unter den besten 20 erreichte, kam er im Januar 1996 in Nové Město na Moravě erneut im Weltcup zum Einsatz, kam dabei jedoch nur auf Rang 73. Zu Beginn der Saison 1996/97 belegte er in Kiruna Rang 106. Auch in Davos lief er nur auf einen schwachen 101. Platz. In den Winter 1997/98 startete der Tscheche bei FIS-Rennen in seiner Heimat und lief in Bedřichov und Nové Město zweimal auf den ersten Rang. In Nové Město kam er wenig später auch im Weltcup erneut zum Einsatz und lief dabei über die 30 km auf einen für ihn guten 55. Platz.
Bei den Nordischen Skiweltmeisterschaften 1999 in Ramsau am Dachstein lief er über die 50 km im klassischen Stil auf den 46. Platz. Im Jahr 2000 pausierte er bis auf zwei Starts bei FIS-Rennen in Idre auf Weltcup-Ebene. Jedoch gewann er erstmals den König-Ludwig-Lauf, der zum erstmals ausgetragenen Skilanglauf-Marathon-Cup gehört, und den Isergebirgslauf über 50 km. Diesen Erfolg wiederholte er 2001.
Im Januar 2002 startete Řezáč im Skilanglauf-Marathon-Cup. In Predazzo lief er auf Anhieb auf den 28. Platz, bevor er zwei Wochen später in Otepää als 16. ins Ziel lief. Im schwedischen Mora feierte er als Siebenter eine weitere Top-10-Platzierung in dieser Serie. 2002 gewann er zudem das Birkebeinerrennet, den Isergebirgslauf über 30 km FreistilErgebnis 30 km Freistil Isergebirgslauf 2002, sowie den Kangaroo Hoppet. Im Januar 2003 stand er beim Isergebirgslauf, der nun zum Skilanglauf-Marathon-Cup gehört, als Zweiter erneut auf einem Podium in dieser Serie. Auch in Moena-Cavalese, beim König-Ludwig-Lauf in Oberammergau und in Otepää stand er auf dem Podium. Beim Wasalauf lief als Dritter ins Ziel.
Im Dezember 2003 kam er im Val di Fiemme beim Sprintweltcup zum Einsatz, scheiterte aber bereits in den Qualifikations-Vorläufen und wurde am Ende als 49. gewertet. Beim Isergebirgslauf 2004 wurde er Zwölfter. Beim Weltcup im Massenstart über 70 km lief er als 19. ins Ziel und sammelte erste Weltcup-Punkte. Mit den gewonnenen 12 Punkten erreichte er Rang 126 im Gesamtweltcup und Rang 87 im Distanzweltcup. Zurück im Skilanglauf-Marathon-Cup gewann er den König-Ludwig-Lauf und lief beim American Birkebeiner in Hayward auf Rang zwei. Ebenfalls in der Saison siegte sie beim Gatineau Loppet über 53 km klassischErgebnis Klassikrennen Gatineau Loppet 2004 und 42,5 km FreistilErgebnis Freistilrennen Gatineau Loppet 2004. Zum Jahreswechsel 2004/05 gewann Řezáč beim Vasaloppet ChinaErgebnis Vasaloppet China 2005. Zurück in Europa wurde Řezáč Dritter beim Isergebirgslauf. Am 30. Januar 2005 gewann er den Marcialonga. Auch beim König-Ludwig-Lauf und beim Birkebeinerrennet zwischen Rena und Lillehammer lief er als Erster durchs Ziel. Damit sicherte sich Řezáč Rang eins der Gesamtwertung und damit seinen ersten Gesamtsieg im Skilanglauf-Marathon-Cup. Im Februar 2005 gewann er erneut beim Gatineau Loppet über 50 km klassisch.Ergebnis Gatineau Loppet 2005
Im Januar 2006 siegte Řezáč wie im Vorjahr beim Vasaloppet ChinaBericht Vasaloppet China 2006. Im folgenden Monat feierte er einen erneuten Sieg beim König-Ludwig-Lauf und einen Sieg beim Tartu Maraton.Ergebnis Tartu Maraton 2006 Im März lief er beim Weltcup in Mora auf einen guten vierten Rang. In der Folge brachen seine Leistungen leicht ein. Zwar sicherte er sich teilweise gute Platzierungen und verpasste oft als Vierter nur knapp einen Podestplatz, jedoch konnte er sich erst beim Birkebeinerrennet erneut einen deutlichen Sieg. 2007 siegte er beim Šumavský Skimaraton über 42 km klassisch.Ergebnis Šumavský Skimaraton 2007 Bei den Tschechischen Meisterschaften 2008 im März in Horní Mísečky gewann er über 15 km im klassischen Stil die Silbermedaille hinter Jiří Magál. 2008Ergebnis Dolomitenlauf 2008, 2009Ergebnis Dolomitenlauf 2009, 2010Ergebnis Dolomitenlauf 2010, 2011Ergebnis Dolomitenlauf 2011 und 2013Ergebnis Dolomitenlauf 2013 gewann er beim Dolomitenlauf über 42 km klassisch.
Im Februar 2009 gewann Řezáč beim Šumavský Skimaraton über 45 km klassisch.Ergebnis Šumavský Skimaraton 2009 und beim König-Ludwig-Lauf über 50 km klassisch.Ergebnis König-Ludwig-Lauf 2009 Im folgenden Monat wurde er beim Wasalauf 2009 Dritter und siegte beim Bieg Piastów über 50 km klassischErgebnis Bieg Piastów 2009. Im Dezember 2009 und Januar 2010 kam er in Rogla und Otepää wieder bei zwei Weltcups zum Einsatz. Dabei kam er jedoch einmal nicht ins Ziel und verpasste einmal als 37. knapp die Punkteränge. In der Folge blieb er wieder Mitglied des Marathon-Cup-Teams und feierte im März 2011 beim Birkebeinerrennet einen weiteren Sieg. Des Weiteren siegte er 2010Ergebnis Transjurassienne 2010 und 2011Ergebnis Transjurassienne 2011 beim Transjurassienne über 50 km klassisch. Im Januar 2012 gewann er zudem den Isergebirgslauf, wurde dritter beim Marcialonga und triumphierte beim König-Ludwig-Lauf. Nach weiteren guten Platzierungen, darunter Rang drei beim Wasalauf, feierte er seinen zweiten Gesamtsieg im Skilanglauf-Marathon-Cup.
2014 wurde Řezáč Siebenter im Marcialonga und Erster beim Transjurassienne über 50 km klassischErgebnis Transjurassienne 2014. Nachdem er in der Folge ein Jahr nicht aktiv am Marathon-Cup teilgenommen hatte, startete er 2015 erneut beim Marcialonga und kam als 15. ins Ziel. Im Februar 2015 gewann erneut Řezáč das Rennen Transjurassienne über 56 km klassischErgebnis Transjurassienne 2015. Nach Platz 12 zu Beginn der Saison 2015/16 beim Isergebirgslauf, siegte er beim Dolomitenlauf über 42 km klassisch.Ergebnis Dolomitenlauf 2016
Im Januar 2017 gewann er in Toblach den Pustertaler Skimarathon über 32 km klassisch.Ergebnis Pustertaler Skimarathon 2017 Řezáč ist Mitglied des Skinfit Racing Teams.
Erfolge Siege bei Worldloppet-Cup-Rennen Anmerkung: Vor der Saison 2015/16 hieß der Worldloppet Cup noch Marathon Cup. Nr. Datum Ort Rennen Disziplin 1. 6. Februar 2000 König-Ludwig-Lauf 55 km klassisch Massenstart 2. 10. Februar 2001 Finlandia-hiihto 52 km klassisch Massenstart 3. 1. Februar 2004 König-Ludwig-Lauf 55 km klassisch Massenstart 4. 30. Januar 2005 / Val di Fassa Marcialonga 70 km klassisch Massenstart 5. 6. Februar 2005 König-Ludwig-Lauf 55 km klassisch Massenstart 6. 19. März 2005 –Lillehammer Birkebeinerrennet 54 km klassisch Massenstart 7. 5. Februar 2006 König-Ludwig-Lauf 50 km klassisch Massenstart 8. 15. März 2008 –Lillehammer Birkebeinerrennet 54 km klassisch Massenstart 9. 1. Februar 2009 König-Ludwig-Lauf 50 km klassisch Massenstart 10. 19. März 2011 –Lillehammer Birkebeinerrennet 54 km klassisch Massenstart 11. 8. Januar 2012 Isergebirgslauf 50 km klassisch Massenstart 12. 5. Februar 2012 König-Ludwig-Lauf 50 km klassisch Massenstart 13. 7. Februar 2015 Transjurassienne 56 km klassisch Massenstart
Siege bei Ski-Classics-Rennen Nr. Datum Ort Rennen Disziplin 10. 19. März 2011 –Lillehammer Birkebeinerrennet 54 km klassisch Massenstart 11. 8. Januar 2012 Isergebirgslauf 50 km klassisch Massenstart 12. 5. Februar 2012 König-Ludwig-Lauf 50 km klassisch Massenstart
Siege bei weiteren Worldloppet-Rennen Nr. Datum Ort Rennen Disziplin 1. 2000 Bedřichov Isergebirgslauf 50 km klassisch Massenstart 2. 2001 Bedřichov Isergebirgslauf 50 km klassisch Massenstart 3. 2002 Bedřichov Isergebirgslauf 30 km Freistil Massenstart 4. 2002 Rena–Lillehammer Birkebeinerrennet 54 km klassisch Massenstart 5. 2002 Falls Creek Kangaroo Hoppet 42 km Freistil Massenstart 6. 2004 Gatineau Gatineau Loppet 50 km klassisch Massenstart 7. 2004 Gatineau Gatineau Loppet 42,5 km Freistil Massenstart 8. 2005 Gatineau Gatineau Loppet 50 km klassisch Massenstart 9. 2005 Changchun Vasaloppet China 50 km klassisch Massenstart 10. 2006 Otepää–Elva Tartu Maraton 63 km klassisch Massenstart 11. 2006 Changchun Vasaloppet China 50 km klassisch Massenstart 12. 2007 Changchun Vasaloppet China 50 km klassisch Massenstart 13. 2008 Lienz Dolomitenlauf 42 km klassisch Massenstart 14. 2008 Mouthe Transjurassienne 50 km klassisch Massenstart 15. 2009 Lienz Dolomitenlauf 42 km klassisch Massenstart 16. 2009 Mouthe Transjurassienne 50 km klassisch Massenstart 17. 2009 Szklarska Poręba Bieg Piastów 50 km klassisch Massenstart 18. 2010 Lienz Dolomitenlauf 42 km klassisch Massenstart 19. 2010 Mouthe Transjurassienne 50 km klassisch Massenstart 20. 2011 Lienz Dolomitenlauf 42 km klassisch Massenstart 21. 2011 Mouthe Transjurassienne 50 km klassisch Massenstart 22. 2013 Lienz Dolomitenlauf 42 km klassisch Massenstart 23. 2014 Mouthe Transjurassienne 50 km klassisch Massenstart 24. 2016 Lienz Dolomitenlauf 42 km klassisch Massenstart
Sonstige Siege bei Skimarathon-Rennen 2007 Šumavský Skimaraton, 42 km klassisch 2009 Šumavský Skimaraton, 45 km klassisch 2016 Šumavský Skimaraton, 37 km klassisch 2017 Pustertaler Ski-Marathon, 32 km klassisch 2025 Šumavský Skimaraton, 20 km klassisch
Siege bei Continental-Cup-Rennen Nr. Datum Ort Disziplin Serie 1. 22. Dezember 2007 15 km Freistil Slavic Cup 2. 21. Dezember 2013 10 km klassisch Slavic Cup
Platzierungen im Welt- und Marathon-Cup Weltcup-Statistik
Marathon-Cup-Gesamtplatzierungen Saison Punkte Platz 2000 132 3. 2001 165 4. 2002 53 23. 2003 400 2. 2003/04 264 3. 2004/05 385 1. 2005/06 185 8. 2006/07 250 3. 2007/08 188 9. 2008/09 348 3. 2009/10 300 4. 2010/11 500 3. 2011/12 405 1. 2012/13 170 7. 2013/14 36 35. 2014/15 193 8.
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Einzelnachweise
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