mini|Das Ochsenfurter Tor gewährt einen Einblick in die Altstadt

Eibelstadt ist eine Stadt im unterfränkischen Landkreis Würzburg und der Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Eibelstadt. Sie ist die flächenmäßig kleinste Stadt Bayerns.

Geographie Der Weinort am Main befindet sich in unmittelbarer Nähe zur Universitätsstadt Würzburg. Eibelstadt liegt im Regierungsbezirk Unterfranken der Region Mainfranken und im Landkreis Würzburg. Durch Eibelstadt führt der Fränkische Marienweg.

Gemeindegliederung Eibelstadt hat zwei Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben): Eibelstadt (Hauptort) Mainmühle (Einöde)

Es gibt auf dem Gemeindegebiet nur die Gemarkung Eibelstadt. Sie hat eine Fläche von 7,062 km² und ist in 3726 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 1895,34 m² haben.

Nachbargemeinden Sommerhausen, Ochsenfurt, Randersacker, Winterhausen

Geschichte Bis zur Gemeindegründung mini|Eduard Zetsche: Motiv aus Eibelstadt, um 1912 Die Gründung geht zurück auf das Jahr 787. Während der Zeit der Stammesherzogtümer lag der Ort im Herzogtum Franken. Im Jahre 1434 wurde durch Kaiser Sigismund dem Ort Eibelstadt (im 14. Jahrhundert auch als „Ifelstat“Christine Demel: Leinach. Geschichte – Sagen – Gegenwart. Gemeinde Leinach, Leinach 1999, S. 97 (zu „Heincze von Leinach zu Ifelstat“). belegt) das Stadtrecht verliehen, nachdem Eibelstädter Bürger ihn erfolgreich im Krieg gegen die Hussiten unterstützt hatten. Die ehemalige Kellerei des Domkapitels Würzburg fiel mit der Säkularisation 1803 zunächst Bayern, wurde 1805 dann Erzherzog Ferdinand von Toskana zur Bildung des Großherzogtums Würzburg überlassen und fiel mit diesem 1814 endgültig an Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

Verwaltungsgemeinschaft Seit 1978 ist Eibelstadt Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Eibelstadt.

Einwohnerentwicklung Jahr Einwohner 1970 2023 1987 2279 1991 2584 1995 2709 2000 2838 2005 2886 2010 2813 2015 3022

Im Zeitraum 1988 bis 2018 stieg die Einwohnerzahl von 2403 auf 3046 um 643 Einwohner bzw. um 26,8 %. Quelle: BayLfStat

Politik

Bürgermeister Heinz Koch, SPD (1990–2014) Markus Schenk, CSU (seit 2014), wiedergewählt am 8. März 2026 mit 83,7 % der Stimmen.

Stadtrat Der Stadtrat besteht aus dem ersten Bürgermeister und 16 ehrenamtlichen Mitgliedern, die zuletzt am 8. März 2026 gewählt wurden. In der Amtszeit 1. Mai 2026 bis 30. April 2032 sind diese 16 Mitglieder wie folgt verteilt: CSU: 7 Sitze UBE: 5 Sitze Grüne: 3 Sitze FDP: 1 Sitz

Wappen

Kultur und Sehenswürdigkeiten Sehenswürdigkeiten mini|Maintor mit Hochwassermarkierungen mini|Rathaus Vollständig erhaltene Stadtmauer mit 14 Türmen, unter anderem mit dem Maintor und dem Kereturm aus dem Jahr 1573. Marktplatz mit Mariensäule (Madonna im goldenen Strahlenkranz) Heumarkt Rathaus, ehemals auch Amtshaus des Würzburger Domkapitels. Stattlicher barocker Walmdachbau, 1706 bis 1708 nach Plänen von Joseph Greissing errichtet. Den Ratssaal ziert eine Stuckdecke aus der Erbauerzeit. Das Wein- und Steuerglöcklein aus dem 14. Jahrhundert im Dachtürmchen erinnert noch heute an die alte Form der Steuereinhebung. Die Mariensäule vor dem Eibelstädter Rathaus wurde im 17. Jahrhundert von dem auch in Würzburg tätigen Gregor Diemeneck mit einer Marienstatue nach einem alten StandbildschemaStefan Kummer: Architektur und bildende Kunst von den Anfängen der Renaissance bis zum Ausgang des Barock. In: Ulrich Wagner (Hrsg.): Geschichte der Stadt Würzburg. 4 Bände; Band 2: Vom Bauernkrieg 1525 bis zum Übergang an das Königreich Bayern 1814. Theiss, Stuttgart 2004, ISBN 3-8062-1477-8, S. 576–678 und 942–952, hier: S. 623. ausgeführt. Pfarrkirche St. Nikolaus. Das Gotteshaus birgt zahlreiche Kostbarkeiten: so eine Kreuzigungsgruppe aus der Werkstatt Tilman Riemenschneiders um 1505 und verschiedene spätgotische Figuren. Den Ort zieren ferner wuchtige und verspielte Repräsentationsbauten vergangener Jahrhunderte, wie der ehemalige Präzenshof des Würzburger Domstifts, verschiedene Adelshäuser, ehemalige Höfe von Stiften und Klöstern und Reste eines Königshofes aus der Stauferzeit. Lügensteinweg mit Erklärungen zu den Würzburger Lügensteinen

Museen HeimatmuseumHeimatmuseum Stadtarchiv

Musik Der größte Teil der Mitglieder des Vocal-Ensembles heart&soul hat seine Wurzeln in Eibelstadt. Seit 1995 treten die 13 Sänger mit einem Programm von Gospeln bis zu den Beatles im Raum Nordbayern auf. Zwei Männerchöre (Allgemeiner Turn- und Gesangverein Eibelstadt, sowie Liederkranz) sowie ein Frauenchor (ATGV); Feuerwehr- und Stadtkapelle und seit einigen Jahren auch die fetzige Eibelstädter Guggemusik.

Regelmäßige Veranstaltungen Im Juni sowie im Juli finden auf dem historischen Marktplatz in Eibelstadt die beiden großen Weinfeste statt. Den Anfang macht im Juni als Veranstalter der 1. FC Eibelstadt. Im Juli folgt dann die Freiwillige Feuerwehr Eibelstadt.

Am 30. April findet die Maibaumaufstellung traditionell am Abend auf dem Marktplatz statt.

Vereine Es gibt mehr als 30 Vereine.Liste der Vereine in Eibelstadt

Wirtschaft und Infrastruktur mini|300px|Eibelstadt vom Weinberg aus gesehen (Frühling)

Verkehr Die Stadt liegt an der Bundesstraße 13, etwa zwei Kilometer entfernt von der Anschlussstelle Würzburg-Randersacker der Bundesautobahn 3. Der nächste Bahnhof ist Winterhausen an der Bahnstrecke Treuchtlingen–Würzburg, ca. vier Kilometer von Eibelstadt entfernt.

Bildung Es gibt einen Kindergarten, eine Kinderkrippe und eine Grundschule. Mitglieder im Grundschulverband Eibelstadt sind alle Mitgliedsgemeinden der Verwaltungsgemeinschaft Eibelstadt.

Medien Mit „Eibelstadt Aktuell“ liegt ein eigenes örtliches Videoportal vor.

Öffentliche Einrichtungen Stadtbücherei mit einem Bestand von 12.200 Medien (Pappenheimstraße 3)Bücherei Eibelstadt: Website. Seniorenzentrum des Landkreises mit 60 Pflegeplätzen

Flowtrails Es gibt einen legalen Mountainbike-Flowtrail (Flowtrail Eibelstadt).

Söhne und Töchter der Stadt Alberich Ebenhöch (1666–1727), Abt des Benediktinerklosters Sankt Stephan in Würzburg Max Amling (1934–2017), Politiker (SPD)

Literatur

Weblinks

Stadt Eibelstadt (PDF; 1,05 MB)

Einzelnachweise

Kategorie:Ort im Landkreis Würzburg Kategorie:Weinort in Franken Kategorie:Stadt in Bayern Kategorie:Stadtrechtsverleihung 1434 Kategorie:Gemeindegründung 1818

Kategorie:Gemarkung im Landkreis Würzburg