mini|Taco Hajo van den Honert Taco Hajo van den Honert (* 16. März 1666 in Norden (Ostfriesland); † 23. Februar 1740 in Leiden) war ein deutscher reformierter Theologe.

Leben Taco Hajo war der Sohn des Ingenieurs und Kriegskommissars Johann von Honart und dessen Frau Ida Hajinga. Bereits früh hatte er seine Mutter verloren, so dass seine Großmutter Hasia van der Meyde seine Erziehung übernahm. Mit acht Jahren begann er seine Ausbildung an der Schule in Emden, die er als Dreizehnjähriger beendete, da er nach der Beurteilung seiner Lehrer eine akademische Ausbildung beginnen sollte. Jedoch der Vater empfand, dass er dafür noch zu jung wäre, ließ ihn noch zwei Jahre in Norden sich praktischen Dingen widmen und erhielt von seinem Vater eine weiterführende mathematische Ausbildung. 1681 bezog er die Universität Marburg, wo er die Sprachen, Mathematik und Physik studierte.

Seine Studien setzte am 6. September 1683 an der Universität Leiden fort, wo er unter anderem die Vorlesungen von Friedrich Spanheim, Stephanus le Moine und Christoph Wittich (1625–1687) besuchte. Vor allem Wittich war es der ihn für eine theologische Laufbahn gewinnen konnte und ihn mit der Philosophie des René Descartes und der theologischen Auffassung des Johannes Coccejus vertraut machte. Unter Burchard de Volder verteidigte er hier die Abhandlung Disputatio philosophica de mundi in tempore productione (1686) und ging 1687 zur Fortsetzung seiner Ausbildung an die Illustre Schule von Dordrecht, wo Salomon van Til sein prägender Lehrer wurde. Im April 1689 erhielt er eine Berufung als Pfarrer in Hendrik-Ido-Ambacht, wo er auch als Lehrer wirkte.

Hier begann er an seinem Erstlingswerk De waarachtige wegen, die God met den mensch houd, uit een vast grondbeginsel, door hulp van de ingeschapene openbaring Gods afgeleidt en zamengeschakelt zu arbeiten, welches im ersten Band 1695 in Dordrecht und 1703 in Amsterdam erschien. 1730 hatte er es um einen zweiten Band vermehrt und durch seinen Sohn Johannes van den Honert wurde 1742 der dritte Teil veröffentlicht. 1694 erhielt Honert eine Berufung als Pfarrer nach Brielle, welche Tätigkeit er vom 21. März 1694 bis zum 24. April 1698 ausfüllte. Denn am 8. April 1698 hatte er eine Berufung als Pfarrer nach Amsterdam erhalten, welche Stellung er am 18. Mai 1698 antrat. Hier etablierte sich van den Honert als exegetischer und dogmatischer Autor theologischer Schriften, womit er sich einen hervorragenden Ruf als reformierter Theologe der Föderaltheologie erwarb und sich mancher literarischer Auseinandersetzung stellte.

Dies brachte ihm am 29. August 1714 eine Berufung als Professor der Theologie an die Universität Leiden ein. Nachdem er am 31. Oktober 1714 vom Senat der Hochschule das Ehrendoktorat der Theologie erhalten hatte, trat er am Folgetag das Amt mit der Einführungsrede an. Am 18. Oktober 1721 erhielt er den Lehrstuhl für hebräische Altertümer, wozu er am 5. Dezember des gleichen Jahres die Einführungsrede hielt. Nachdem er sich 1720/21, sowie 1732/33 als Rektor der Alma Mater auch an den organisatorischen Aufgaben der Hochschule beteiligt hatte, wurde er am 12. Juli 1734 aufgrund seines fortgeschrittenen Alters aus seiner Lehrtätigkeit entlassen.

Van den Honert war zwei Mal verheiratet. Seine erste Ehe schloss er am 5. September 1689 mit Jacomina van Asperen (* Dordrecht; † 10. August 1705 in Amsterdam), die Tochter des Gisbert van Asperen und der Maria de Witt. Aus der Ehe sind dreizehn Kinder hervorgegangen. Von diesen kennt man Johann van den Honert, Maria van den Honert (get. 5. Dezember 1694 in Brille), Anton (get. 28. April 1696 in Brille) und Antonia van den Honert (get. 29. November 1697 in Brille). Seine zweite Ehe ging er am 10. August 1707 in Amsterdam mit Elisabeth van Midlum ein.

Werke Dordrecht 1695, 2. Aufl. Amst. 1706; 4. Aufl. Utrecht-Leiden 1741–1742 Franeker-Leiden 1698 Amsterdam 1702, 1714; Leiden 1737 Amsterdam 1702; 1703 Amsterdam 1703, Leiden 1723, 1736, Amsterdam 1752 Amsterdam 1703, 1704 Amsterdam 1704 Amsterdam 1704 Amsterdam 1704 Amsterdam 1704 Amsterdam 1705 (1705) Amsterdam 1706 Amsterdam 1707 Emden 1711; Leiden 1743 Amsterdam 1712 Amsterdam 1714 Amsterdam 1714 Leiden 1714; niederländisch In: Afscheid van Amsteldam (1715) Leiden 1715 Leiden 1721; 1738 Leiden 1721 Leiden 1730 Leiden 1733 Leiden, 1738; 1739 (enthält) I. II. III. Leiden 1742 Leiden, 1744

Literatur Johann Christoph Adelung: Fortsetzung und Ergänzungen zu Christian Gottlieb Jöchers allgemeinem Gelehrten-Lexico. Verlag Johann Friedrich Gleditsch, Leipzig, 1787, Bd. 2, Sp. 2128, (Online) Ersch-Gruber: Allgemeine Encyclopädie der Wissenschaften und Künste. F. A. Brockhaus, Leipzig, 1833, 2. Sektion, Bd. 10, S. 357, (Online) Barend Glasius: Biographisch Woordenboek van Nederlandsche Godgeleerden. Gebrüder Muller, ’s-Hertogenbosch 1858, Bd. 2, S. 136, (Online, niederländisch) Abraham Jacob van der Aa: Biographisch Woordenboek der Nederlanden. Verlag J. J. van Brederode, Haarlem, 1867, Bd. 8, Teil 2, S. 1052, (Online)

Joris van Eijnatten: Honert, Taco Hajo van den. In: Biografisch Lexicon voor de geschiedenis van het Nederlands Protestantisme. UitgeversMaatschappij J. H. Kok, Kampen, 2001, ISBN 90-435-0384-3; Bd. 5, S. 255, Adrian Reershemius, Ostfriesländisches Prediger-Denkmal oder Verzeichnis der Prediger welche seit der Reformation den Evangelisch-Lutherischen Gemeinen Im Ostfries- und Harlinger Lande Evangelium von Christo verkündiget haben, S. 611f

Kategorie:Reformierter Theologe (17. Jahrhundert) Kategorie:Reformierter Theologe (18. Jahrhundert) Kategorie:Hochschullehrer (Universität Leiden) Kategorie:Rektor (Universität Leiden) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1666 Kategorie:Gestorben 1740 Kategorie:Mann