David L. Snyder (* 22. April 1944 in Buffalo, New York, Vereinigte Staaten) ist ein US-amerikanischer Filmarchitekt.
Leben Snyder erhielt seine Ausbildung an der Technischen Hochschule seiner Heimatstadt Buffalo. Es folgte ein Architekturstudium an der University of Michigan sowie ein weiteres in Werbedesign am Pierce College. Anschließend begann Snyder seine Arbeit als Ausstatter und Szenenbildnerassistent (Serie Der unglaubliche Hulk) bzw. Szenenbildner (Serien Buck Rogers und Kampfstern Galactica 1980) beim Fernsehen. Bei der Jubiläumsveranstaltung zur 50. Oscar-Verleihung am 3. April 1978 wirkte Snyder als Assistent der künstlerischen Gestaltung.
Daraufhin debütierte David Snyder 1979 als Filmarchitekt, seitdem gestaltete er eine Fülle von zumeist hochkommerziellen Unterhaltungsfilmen. Für seine szenenbildnerische Gestaltung des Science-Fiction-Filmklassikers Blade Runner erhielt Snyder, zusammen mit Lawrence G. Paull und Linda DeScenna eine Oscarnominierung. Auch später kehrte er immer mal wieder zum Science-Fiction-Genre zurück, gestaltete aber auch häufig die optische Ausstattung von Komödien und Actionfilmen.
Snyder ist seit 1990 mit der Schauspielerin Terry Finn verheiratet. Er hat eine Tochter und einen Sohn.
Filmografie 1979: Dreist und gottesfürchtig (In God We Trust) 1980: Alle meine Stars (The Idolmaker) 1981: Blade Runner 1982: Projekt Brainstorm 1983: Zwei Superflaschen räumen auf (The Adventures of Bob & Doug McKenzie: Strange Brew) 1984: Die Zeit verrinnt, die Navy ruft (Racing with the Moon) 1984: Die Frau in Rot 1985: Future Project – Die 4. Dimension 1986: Zwei unter Volldampf (Armed and Dangerous) 1986: Mach’s noch mal, Dad 1986: Summer School 1987: Moving – Rückwärts ins Chaos 1988: Hände weg von meiner Tochter (She’s Out of Control) 1989: Cold Dog – Zur Hölle mit dem Himmelhund (Cold Dog Soup) 1991: Bill & Ted’s verrückte Reise in die Zukunft 1992: Super Mario Bros. 1993: Demolition Man 1994: Tödliche Geschwindigkeit 1997: Die schrillen Vier in Las Vegas 1998: Star Force Soldier 2000: Keine halben Sachen 2001: The One 2002: Deuces Wild – Wild in den Straßen (Deuces Wild) 2004: The Casino (Fernsehserie) 2005: Meet Mister Mom (Fernsehserie) 2007: Redline 2008: Days of Wrath 2010: Case 219 2012: Crave
Literatur Kay Weniger: Das große Personenlexikon des Films. Die Schauspieler, Regisseure, Kameraleute, Produzenten, Komponisten, Drehbuchautoren, Filmarchitekten, Ausstatter, Kostümbildner, Cutter, Tontechniker, Maskenbildner und Special Effects Designer des 20. Jahrhunderts. Band 7: R – T. Robert Ryan – Lily Tomlin. Schwarzkopf & Schwarzkopf, Berlin 2001, ISBN 3-89602-340-3, S. 375.
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