mini|Die Maske als Exponat im Archäologischen Museum Sofia
Die Goldmaske von Schipka fanden bulgarische Archäologen 2004 in einem Grab aus dem späten 5. Jahrhundert v. Chr. im Grabhügel Swetiza bei Schipka, 200 km östlich von Sofia.
Frühere Maskenfunde dieser Art waren lediglich mit einer Goldfolie überzogen; die Maske von Schipka ist aus 672 g 23,5-karätigem Gold. Außerdem sind aus dem Grab Bronze- und Eisenwaffen, ein goldener Siegelring mit der Darstellung eines ruhenden Athleten mit zwei Wurfspießen und mehrere Gefäße aus Keramik, Bronze und Silber geborgen worden. Nur die Reste eines männlichen Erwachsenen wurden zusammen mit der Maske gefunden, die dort positioniert war, wo der Schädel gelegen hätte, von dem angenommen wird, dass an anderer Stelle beigesetzt wurde. Die Maske soll, wie antike griechischen Autoren schrieben, während königlicher Zeremonien getragen worden sein.
Das Kunstwerk ist mit der nur 60 g schweren berühmten Goldmaske des Agamemnon aus Mykene vergleichbar. Um Schipka herum gibt es zahlreiche Grabhügel, weshalb die Archäologen der Gegend in Anlehnung an das Tal der Könige bei Luxor in Ägypten den Namen „Bulgarisches Tal der Könige“ (Tal der thrakischen Könige) gaben.
Das sarkophagartige Grab war mit sechs trapezförmigen Steinblöcken bedeckt. Der Ausgräber Georgi Kitow schrieb die Bestattung dem Odrysenkönig Teres I. zu.
Die Maske wird im Archäologischen Museum in Sofia aufbewahrt.
Literatur Georgi Kitow: Thracian Tumular Burial with a Gold Mask near the City of Shipka, Central Bulgaria. In: Archaeologia Bulgarica 9, 3, 2005, 23–37.
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