Karl Hammer, auch Carl Hammer, (* 6. März 1845 in Nürnberg; † 16. Juni oder 17. JuliHammer, Karl, in: Nürnberger Künstlerlexikon, Bd. 2, S. 567; , in: Benezit Dictionary of Artists, Veröffentlichung im Druck Januar 2006, ISBN 978-0-19-977378-7, Online-Veröffentlichung November 2011, e-ISBN 978-0-19-989991-3 1897 ebenda) war ein deutscher Architekt, Kunstgewerbler und Maler. Er zählt zu den Vertretern des Nürnberger Stils.Edmund Wilhelm Braun: Karl Hammer, in: Bayerischer Kunstgewerbe-Verein (Hrsg.): Kunst und Handwerk: Zeitschrift für Kunstgewerbe und Kunsthandwerk seit 1851. Bd. 47.1897-1898, S. 333–343.

Leben Als Sohn eines Kammmachers besuchte er aufgrund seiner zeichnerischen Begabung ab 1858 die Nürnberger Kunstschule, um nach seinem Studium 1861 als Zeichner in das Atelier des Architekten Matthias Berger in München einzutreten. Der vierjährigen Tätigkeit folgte nach einer kurzen Tätigkeit bei der Dombaurestaurierung in Augsburg der Eintritt in das Maleratelier der Brüder Ritter in Nürnberg, um sich der Aquarellmalerei zu widmen. Während dieser Zeit fertigte er im Zusammenhang mit einem Auftrag des Großherzogs von Mecklenburg-Schwerin Zeichnungen mit Nürnberger Ansichten und von Kirchenausstattungen.

Nach eigenen Angaben war seine Tätigkeit bei Ferdinand von Quast gleichbedeutend einer „Hochschule“ und ermöglichte es ihm, den Wettbewerbsentwurf seines Mentors im Wettbewerb um den Berliner Dom auszuarbeiten.

Unter der Leitung von Quasts nahm er im Spätsommer 1868 neben Georg Christian Friedrich Lisch und anderen an einer Forschungsreise zur ersten archäologischen Erkundung der slawischen Burgwälle auf die Insel Rügen teil und fertigte für den Untersuchungsbericht die Zeichnungen an.Rudolf Baier: Die Burgwälle der Insel Rügen – nach den auf Befehl Sr. Majestät des Königs im Sommer 1868 unternommenen Untersuchungen. In: Baltische Studien 24. Jahrgang, Stettin 1872, S. 238 u. Taf. I–XII. Nach dem Deutsch-Französischen Krieg reiste er mit Ernst aus’m Weerth (1829–1909)Biografische Angaben, abgerufen am 10. Januar 2012, der Inhalt wurde am 20. März 2013 neu eingestellt, abgerufen am 30. September 2013 als Zeichner für ein Jahr nach Italien.

Nach der Anstellung als Kustos des Bayerischen Gewerbemuseums Nürnberg 1872 heiratete er Lina Kellner, die Tochter des Nürnberger Glasmalers Georg Kellner. 1878 oder 1879 wurde sein Sohn Hans Hammer geboren, der später Maler wurde.Hammer, Hans, in: Nürnberger Künstlerlexikon, Bd. 2, S. 567 gibt den 29. April 1878 an, , in: Benezit Dictionary of Artists, Veröffentlichung im Druck Januar 2006, ISBN 978-0-19-977378-7, Online-Veröffentlichung November 2011, e-ISBN 978-0-19-989991-3 den 29. April 1878. 1879 wurde er an die Kunstgewerbeschule Karlsruhe berufen, die er ab 1885 als Direktor leitete.

Infolge des Todes von Adolf Gnauth wurde er 1885 dessen Nachfolger an der Kunstgewerbeschule Nürnberg.

Werk 1873: Ausstellungseinheit des Bayerischen Gewerbemuseums auf der Weltausstellung 1873 in Wien 1876: zwei Farbverglasungen für den Saal der Reichsstädte im Germanischen Nationalmuseum (Motiv: Karl der Große empfängt die Gesandten und Geschenke Harun al Raschids)Abbildungen, abgerufen am 10. Januar 2012 1880: drei Fenster der Fürsten und Freiherren von Tettau für das Germanische Nationalmuseum in Nürnberg (Ausführung durch Sebastian Eisgruber)Abbildungen, abgerufen am 10. Januar 2012 1882: Anhänger 1889: Ausstellungseinheit des Bayerischen Gewerbemuseums auf der Weltausstellung Paris 1889 1894: Erinnerungsblatt zum Hans-Sachs-Fest (Farblithografie), abgerufen am 10. Januar 2012

Einzelnachweise

Literatur Edmund Wilhelm Braun: Karl Hammer, in: Bayerischer Kunstgewerbe-Verein (Hrsg.): Kunst und Handwerk: Zeitschrift für Kunstgewerbe und Kunsthandwerk seit 1851. Bd. 47.1897–1898, S. 333–343.

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