Das 3. (Preußisches) Infanterie-Regiment war ein Regiment der Reichswehr.

Geschichte Das Regiment wurde am 1. Januar 1921 aus den Reichswehr-Infanterie-Regimentern 10, 11, 12, 16, 29, 30, 39 und 40 des Übergangsheeres gebildet. Am 29. Mai 1922 erhielt das Regiment zusätzlich zu seinem Namen die landsmannschaftliche Bezeichnung „Preußisches“.Georg Tessin: Deutsche Verbände und Truppen 1918–1939, Biblio Verlag, Osnabrück 1974, ISBN 3-7648-1000-9, S. 188

Im Zuge der Vergrößerung der Reichswehr wurde das Regiment 1934 in der ersten Aufstellungswelle geteilt und daraus das Infanterie-Regiment Deutsch Eylau und das Infanterie-Regiment Marienburg gebildet.

Garnisonen Deutsch-Eylau: Regimentsstab, II. Bataillon und 13. (MW)-Kompanie Marienwerder: I. Bataillon mit Stab, 2. und 4. Kompanie Marienburg: I. Bataillon, 1. und 3. Kompanie sowie Ausbildungs-Bataillon Osterode: III. Bataillon

Kommandeure Nr. Name Beginn der Berufung Ende der Berufung1.Oberst Hermann Reinicke 1. Januar 192131. März 19222.Oberst Hans von Oidtman192319263.Oberst Emil Fleck 1. Mai 192631. Dezember 19284.Oberst/Generalmajor Hermann Franke1. Januar 192931. März 19315.Oberst Günther von Niebelschütz1. April 193131. Januar 19336.Oberstleutnant/Oberst Otto Gabcke1. Februar 193330. April 1935

Organisation Verbandszugehörigkeit Das Regiment unterstand dem Infanterieführer I der 1. Division in Königsberg.

Gliederung Das Regiment bestand neben dem Regimentsstab mit Nachrichtenstaffel aus I. Bataillon mit Stab und Nachrichtenstaffel, hervorgegangen aus dem Reichswehr-Infanterie-Regiment 12, II. Bataillon mit Stab und Nachrichtenstaffel, hervorgegangen aus den Reichswehr-Infanterie-Regimentern 10, 11, 29 und 30, III. Bataillon mit Stab und Nachrichtenstaffel, hervorgegangen aus den Reichswehr-Infanterie-Regimentern 39 und 40, Ergänzungs-Bataillon, ab 23. März 1921 Ausbildungs-Bataillon, hervorgegangen aus dem Reichswehr-Infanterie-Regiment 16.

Jedes Feld-Bataillon gliederte sich zu drei Kompanien zu je drei Offizieren und 161 Unteroffizieren und Mannschaften (3/161) sowie einer MG-Kompanie (4/126). Insgesamt bestand ein Bataillon aus 18 Offizieren und Beamten (einschließlich Sanitätsoffizieren) und 658 Mann.

Bewaffnung und Ausrüstung Hauptbewaffnung Die Schützen waren mit dem Karabiner K98a ausgerüstet. Jeder Zug besaß ein leichtes Maschinengewehr MG 08/15.

In den MG-Kompanien bestanden jeweils der 1. Zug aus drei Gruppen mit drei schweren Maschinengewehren MG 08 auf Lafette, vierspännig gezogen, der 2. bis 4. Zug aus drei Gruppen mit drei schweren Maschinengewehren MG 08 auf Lafette, zweispännig gezogen.

Die schwersten Waffen des Regiments waren die Minenwerfer in der 13. Kompanie. Der 1. Zug war mit zwei mittleren Werfern 17 cm, vierspännig gezogen, ausgerüstet, der 2. und 3. Zug mit drei leichten Werfern 7,6 cm, zweispännig gefahren.

Sonstiges Traditionsübernahme Das Regiment übernahm 1921Erlass des Chefs der Heeresleitung General der Infanterie Hans von Seeckt vom 24. August 1921 die Tradition der alten Regimenter. I. Bataillon: 5. Niederschlesisches Infanterie-Regiment Nr. 154 II. Bataillon: 3. Niederschlesisches Infanterie-Regiment Nr. 50 9. und 13. Kompanie: Infanterie-Regiment „von Grolmann“ (1. Posensches) Nr. 18 10. Kompanie: 1. Masurisches Infanterie-Regiment Nr. 146 11. und 12. Kompanie: Infanterie-Regiment „Freiherr Hiller von Gaertringen“ (4. Posensches) Nr. 59 14. und 15. Kompanie: 3. Schlesisches Infanterie-Regiment Nr. 156 16. Kompanie: 2. Oberrheinisches Infanterie-Regiment Nr. 99

Literatur Georg Tessin: Deutsche Verbände und Truppen 1918–1939. Biblio Verlag, Osnabrück 1974, ISBN 3-7648-1000-9, S. 187 ff. Edgar Graf von Matuschka: Organisation des Reichsheeres. In: Handbuch zur deutschen Militärgeschichte 1648–1939. Hrsg. Militärgeschichtliches Forschungsamt, Freiburg (Breisgau), Teil VI: Reichswehr und Republik (1918–1933). Bernard & Graefe Verlag für Wehrwesen, Frankfurt am Main 1970, S. 320–322.

Einzelnachweise

Infanterieregiment 03 Infanterieregiment 03 Kategorie:Gegründet 1921 Kategorie:Aufgelöst 1934