Iodothyronin-Deiodasen bilden eine Unterfamilie der Deiodasen. Sie spielen eine entscheidende Rolle für die Aktivierung und Inaktivierung von Iodothyroninen, Thyronaminen und Iodothyroacetaten. Iodothyronin-Deiodasen sind selenabhängige Enzyme.B. Gereben, A. M. Zavacki, S. Ribich, B. W. Kim, S. A. Huang, W. S. Simonides, A. Zeöld, A. C. Bianco: Cellular and molecular basis of deiodinase-regulated thyroid hormone signaling. In: Endocrine Reviews. 29(7), Dez 2008, S. 898–938. doi:10.1210/er.2008-0019. PMID 18815314
Typen Bei den meisten Vertebraten gibt es drei Iodothyronin-Deiodasen, zwei aktivierende (5′-Deiodasen) und eine inaktivierende (5-Deiodase).
Typ Gen Lokalisation Funktion 5′-Deiodase Typ 1 DIO1 u. a. Leber und Niere Deiodierung beider Ringe (5-Deiodierung und 5′-Deiodierung) 5′-Deiodase Typ 2 DIO2 Herzmuskel, Skelettmuskel, Zentralnervensystem, Fettgewebe, Schilddrüse, HypophyseNational Academy of Hypothyroidism, deiodinases Außenringdeiodierung (5′-Deiodierung) 5-Deiodase Typ 3 DIO3 Fetales Gewebe und Placenta Innenringdeiodierung (5-Deiodierung)
Mechanismus Deiodasen modifizieren Iodothyronine, Thyronaminen und Iodothyroacetate, indem sie jeweils ein Iodatom am Innenring (5-Position) oder Außenring (5′-Position) entfernen. Auf diese Weise können Schilddrüsenhormone inaktiviert oder aktiviert werden.
mini|400px|links|Reaktionen, die durch Deiodasen katalysiert werdenmini|400px|Regulation der Deiodaseaktivität
Einzelnachweise
Kategorie:Enzym Kategorie:Deiodase