mini|Hubert Schatz (2010) Hubert Schatz (* 9. August 1960 in Ostermiething; † 5. Jänner 2023Bestattung Esterbauer: Parte Hubert Schatz; abgerufen am 14. Jänner 2023) war ein österreichischer Autor, Maler, Grafiker und Naturgeist-Forscher.
Leben und Wirken Kindheit
Hubert Schatz wurde am 9. August 1960 in der Marktgemeinde Ostermiething als drittes Kind der Kleinbäuerin Christine Schatz, geborene Bernecker, und des Chemiewerkers Hubert Schatz geboren.
Die ersten 5 Schuljahre absolvierte der Künstler als „mittelmäßiger Schüler“. Im Herbst des Jahres 1971 wurde er an die Hauptschule seiner Heimatgemeinde gesandt, da seine Eltern keinen akademischen Bildungsweg für ihn vorgesehen hatten. In dieser Zeit entwickelte Schatz ein zunehmendes Interesse an naturwissenschaftlichen Problemen, insbesondere der geheimnisvollen Welt der Astronomie und Physik. Huberts vierjährige Beschäftigung mit Mathematik, Physik und Astrophysik und die Unterstützung eines benachbarten Bauernsohns, welcher an der Universität Graz Mathematik studierte, gipfelte in der Einladung der theoretischen Abhandlung „Unser Sonnensystem“ zum Philips-Jugend-Wettbewerb 1975. Dort erhielt er als jüngster Teilnehmer, im Alter von 15 Jahren, den sechsten Rang. Dieser Erfolg bestärkte Schatz in dem Entschluss, nach der Hauptschule auf das Gymnasium zu gehen, um später das Studium der Physik und Mathematik antreten zu können.
Die Geburt des kreativen Schaffens
Die großen Persönlichkeiten, die Schatz in den 70ern entscheidend beeinflussten, waren Albert Einstein, Max Planck, Niels Bohr und Erwin Schrödinger. Doch sein fest gewachsener Lebensplan als Physiker oder Astronom wurde unerwartet erschüttert. Denn durch den bis heute sehr umstrittenen Besuch des mus.päd.brg Salzburg, Akademiestraße, wurde für ihn zu einem schwierigen und fruchtbringenden Abschnitt seines Lebens.
Es war eine Periode des inneren Umbruchs, der Umwertung aller Werte. Denn schon bald wurde der Künstler dort mit den großen Bildungserlebnissen der Geistesgeschichte vertraut, die ihm bis dahin verschlossen geblieben waren. Die großen Reformatoren der Weltgeschichte, der Politik, Philosophie und Naturwissenschaft beeindruckten ihn sehr. Schon im ersten Jahr seiner Gymnasialzeit zeichnete sich eine Distanzierung zur Mathematik und Physik. Scheinbar verdrängte er durch Lektüren von Franz Kafka, Hesse, Sartre, Camus, Kleist und Thomas Bernhard jeden Reiz einer wissenschaftlichen Modellwelt.
Hubert Schatz erkannte, dass er sich die Unendlichkeit des Universums auch in seiner eigenen Psyche, seinem eigenen Bewusstsein in anderen Modifikationen und Empfindungskategorien entgegentrat. So wechselte er den äußeren Denkschauplatz mit dem Denk- und Fühlschauplatz des inneren Alls. Ab da an verspürte er die Hinneigung zur Physik oder Astronomie immer weniger. Allmählich traten aus der Fülle der neuen Empfindungen und Erlebnisse durch die Beschäftigung mit Literatur, Psychologie und Kunst in ihm selbst Adern des kreativen Verlangens auf.
Hubert Schatz wollte frei von allen Einflüssen sich selbst entdecken und finden und seine Wege von „Gestrüpp und dornengesträuchder Bildung“ freilegen.
Ausstellungen Der in St. Pantaleon lebende und arbeitende Künstler hat ab 1989 mehrere Einzelausstellungen gestaltet sowie an Gemeinschaftsausstellungen von Künstlervereinigungen in Oberösterreich (Innviertler Künstlergilde, Künstlervereinigung MAERZ und Vereinigung Bildender Künstler Oberösterreich) teilgenommen.
Werke Werke von ihm befinden sich u. a. in der Graphischen Sammlung Albertina Wien, im Lentos Kunstmuseum Linz und in der Graphischen Sammlung Rupertinum in Salzburg.
OÖ Landesregierung, Salzburger Landesregierung, Graphische Sammlung W. Graninger Salzburg/Wien Kung Midas Gallery, Wien Stadtmuseum Wels Galerie Tanglberg, Vorchdorf Privatsammlungen im In- und Ausland
Publikationen Hubert Schatz. Naturgeistfeuerzeit, Katalog mit Text von Peter Baum zur Ausstellung von Zeichnungen aus den Jahren 1987 bis 1989, Neue Galerie der Stadt Linz (Herausgeber), Linz, 1989 Hubert Schatz. Gehölzer des Herzens, Aus der Schatzkammer der Naturgeistforschung, Gedichte 1980 bis 1987, Zeichnungen, Malerei 1992 bis 1994, 1994 Hubert Schatz. Paranatur, Fragmente eines Naturgeistkundlichen Arbeitsaufenthalts in Sankt Radegund, o. J. Hubert Schatz. Naturgeistmysterien, Katalog der Ausstellung in der Galerie Ammering, Edition A, Ried im Innkreis, 1996 Hubert Schatz (Hrsg.): eder, krenn, kollerschlag, ein spiritistisches Theaterstück, 1999 Hubert Schatz (Hrsg.): Psychokosmodrom, Essaouira, 1999 Lithographie Naturgeister und Apokalypse – Die Kunst der Linie, Edition KUPF, Linz, 1999 Hubert Schatz. „des herbstes roter tollwutmond“ – Leporello in bibliophiler Ausstattung-vierundzwanzig Gedichte und Originalzeichnungen – Folder vorhanden, 1994 Hubert Schatz. „shamanistic feeling-Naturgeistgesänge“ aufnahmen auf CD von psychonautischen trommel-stimme-geist-skulpturen, 1996 Hubert Schatz. Edition Kupf: „Naturgeister und Apokalypse“, Lithographie auf ECUS-Bütten, Format 65x50 Hubert Schatz. Wanderausstellung NO MADE mit Fa. Mavico : Bilder von zeitgenössischen Künstlern werden als Teppiche verknüpft, Ausstellungen unter anderem im Schloß Parz, Oberösterreich
Messen 1996: Kunstmesse Wien, mit Galerie Ammering 1997: Kunstwien 1997, mit Galerie Ammering 2023: Kunstmesse Parallel Wien 2023: Other Island Wien
Auszeichnungen 1988: Talentförderungspreis des Landes Oberösterreich 8.Römerquelle-Kunstwettbewerb: Ankauf von 3 Zeichnungen, Katalog vorhanden 1991: Alpen-Adria Graphikwettbewerb 1993: 3. Preis beim 11. Römerquelle-Kunstwettbewerb; Katalog vorhanden 1996: Bauholding Kunstforum-Anerkennungspreis, Katalog vorhanden
Weblinks
Hubert Schatz, Biographie, in: Webpräsenz Kunstsammlung im Internet des Landes Oberösterreich Webpräsenz von Hubert Schatz Hubert Schatz auf der Webpräsenz von basis wien, Kunst, Information und Archiv
Einzelnachweise
Kategorie:Maler (Österreich) Kategorie:Grafiker (Österreich) Kategorie:Lyrik Kategorie:Innviertler Künstlergilde Kategorie:Person (Ostermiething) Kategorie:Österreicher Kategorie:Geboren 1960 Kategorie:Gestorben 2023 Kategorie:Mann