Angel Haze (* 1991 in Detroit; eigentlicher Name Raeen Angel WilsonTom Lamont: Interview – Angel Haze: “My mum knew I was going to tell everything”. In: The Guardian. 22. Februar 2014, abgerufen am 28. März 2020 (englisch); Zitat: ) ist eine US-amerikanische rappende Person. Am 30. September 2022 gab sie auf Facebook bekannt, dass ihr neuer Künstlername ROES sei. Ihr Facebook-Account ist nach wie vor mit Angel Haze benannt.
Biografie Angel Haze ist zum Teil indianischer Abstammung (ihr Cherokee-Name ist Raee’n Wahya)Jacob Brown: Timely: Native Voice. In: New York Times Blog. 26. November 2012, abgerufen am 28. März 2020 (englisch) und wuchs ohne ihren Vater in Detroit in der Pfingstgemeinschaft Greater Apostolic Faith in Virginia auf. Ihre Erfahrungen mit traumatischen Erlebnissen und Vergewaltigungen schrieb sie zuerst in Tagebüchern in Gedichten und nach dem Bruch mit der Kirche mit 16 Jahren auch in Raptexten nieder. Haze zog nach New York und nahm ein Neurologie-Studium auf, wandte sich dann aber ganz der Rapmusik zu. Im Internet veröffentlichte sie mehrere Mixtapes und die EP Reservation. Durch den Erfolg wurde auch Island Records auf sie aufmerksam und im August 2012 unterschrieb sie einen Plattenvertrag. Kurz darauf erschien ihre erste Single über ihre Heimatstadt New York, die in Großbritannien in die Charts kam. Das Album Reservation wurde als kostenloser Download angeboten.
mini|Angel Haze beim norwegischen Øyafestivalen am 10. August 2013 In den Prognosen der Musiksender, wer 2013 den Durchbruch schaffen würde, wurde ihr Name häufig genannt. So gehörte sie zu den zehn Kandidaten von MTV Brand New for 2013Leonie Cooper: Haim, Angel Haze, Tom Odell head up MTV Brand New for 2013 shortlist. In: New Musical Express. 28. November 2012, abgerufen am 28. März 2020 (englisch). und belegte Platz 3 in der BBC-Umfrage Sound of 2013.Greg Cochrane: BBC Sound of 2013: Angel Haze. In: BBC. 2. Januar 2013, abgerufen am 28. März 2020 (englisch). Es dauerte aber ein ganzes Jahr bis zur Veröffentlichung ihres offiziellen Debütalbums: Dirty Gold erschien erst zum Jahreswechsel 2013/14 und konnte sich dann nur in den Heatseeker-Charts für neue Künstler platzieren. Die auf dem Album enthaltene Kollaboration mit der Australierin Sia Furler mit dem Titel Battle Cry wurde noch ein kleinerer Erfolg in Großbritannien.
Privatleben Angel Haze hat sich nach der Pornodarstellerin Jenna Haze benannt, in Verbindung mit ihrem Mittelnamen Angel;Redaktion: In: DMVculture. 6. Oktober 2011, abgerufen am 28. März 2020 (englisch); Zitat: 2012 beschreibt der Guardian sie als pansexuell.Hermione Hoby: Angel Haze: “Right now, no one can beat me”. In: The Guardian. 2. September 2012, abgerufen am 28. März 2020 (englisch).Nisha Lilia Diu: Interview: Angel Haze, the rapper fighting rape culture. In: Telegraph.co.uk. 13. Oktober 2013, abgerufen am 28. März 2020 (englisch). In ihrem Freestyle-Rap von Macklemores Lied Same Love äußert sie sich Ende 2013 offen zu ihrer queeren Lebensweise und den Problemen, die sie unter anderem dadurch mit ihrer konservativen Mutter bekam. Sie definiert sich im Rap selbst: ; sie tritt dafür ein, sich selbst zu akzeptieren und betont: .Songtext: Same Love (Freestyle) – Angel Haze. In: Genius.com. 18. Juli 2014, abgerufen am 28. März 2020 (englisch); Zitat: .
2015 beschreibt Haze sich als ungeschlechtlich (agender) und beansprucht geschlechtsneutrale Fürwörter. 2016 sagt sie in einem Interview mit dem Evening Standard, dass es ihr egal sei, ob sie mit männlichen oder mit weiblichen Fürwörtern bezeichnet werde; sie sei von keinem Geschlecht, stattdessen: „Ich verstehe mich als eine Erfahrung.“David Smyth: Angel Haze, interview: “At home, I’m dead. But on stage, I’m God”. In: Standard.co.uk. 15. Januar 2016, abgerufen am 28. März 2020 (englisch); Zitat:
Diskografie Alben 2013: Dirty Gold 2015: Back to the Woods 2016: Reservation
EPs 2012: New York 2013: Spotify Sessions 2021: Girl With The Gun
Mixtapes 2011: King 2012: Voice 2012: Reservation 2012: Classick
Singles 2012: New York 2013: Echelon (It’s My Way) 2014: Battle Cry (feat. Sia) 2015: Impossible 2015: Babe Ruthless 2015: Moonrise Kingdom 2016: Resurrection 2017: No Limits 2018: Brooklyn 2020: War Inside 2021: The Altar 2021: Weight 2021: Never Seen
Gastbeiträge 2013: Lootin in London (RDGLDGRN feat. Angel Haze) 2014: I Own It (Nacey feat. Angel Haze) 2015: NSFW (Timeflies feat. Angel Haze) 2015: Pleasure This Pain (Kwamie Liv feat. Angel Haze) 2019: Everybody Come Together (Natasha Bedingfield feat. Angel Haze)
Weblinks
. .
Liz Weidinger: Es ist düster bei Angel Haze. In: der Freitag. 7. November 2012. Natalie Brunner: Angel Haze runs New York. In: FM4 ORF. 20. Juli 2012.
Einzelnachweise
Kategorie:Rapper Kategorie:Pseudonym Kategorie:US-Amerikaner Kategorie:Geboren 1991 Kategorie:Nichtbinäre Person