Evamaria Heyse, auch Eva-Maria Heyse (* 1920; † 1980), war eine deutsche Schauspielerin und Synchronsprecherin.

Leben Heyse wirkte vorwiegend in Kino- und Fernsehproduktionen unter der Regie von Walter Beck. Ihre erste größere Filmrolle hatte sie 1965 in dem Märchenfilm König Drosselbart in der Rolle der Hofdame Beatrix. Darauffolgend spielte sie die Briefträgerin Helmchen in dem Kinderfilm Käuzchenkuhle (1969).

In dem Märchenfilm Dornröschen (1971) übernahm sie die Rolle der Königin. In den Folgejahren wirkte sie in jeweils einer Episode der Fernsehserien Fernsehpitaval und Stülpner-Legende mit. 1979 spielte sie ihre letzte Rolle als Bäuerin Ziska in dem Film Des Henkers Bruder.

Außerdem betätigte sich Evamaria Heyse als Synchronsprecherin. 1977 lieh sie in dem Jugendfilm Trini Dimitrina Sawowa ihre Stimme.

Sie erlag 1980 einem Krebsleiden.

Evamaria Heyse war mit dem Schauspieler und Theaterintendanten Albrecht Delling († 2012) verheiratet.

Filmografie (Auswahl) Schauspielerin 1960: Hans-Albert Pederzani – Die Hunde bellen nicht mehr (Kriminalfernsehspiel) – Regie: Fritz Bennewitz 1961: Gabriela Zapolska – Die kleine Kröte (als Maria, Schwester Bartnickis) 1962: Geheime Front durchbrochen (dreiteilige Fernsehserie), Teil 2: Unternehmen Oderbruch (als Hilde Berger) – Regie: Gerhard Respondek 1965: König Drosselbart – Regie: Walter Beck 1969: Käuzchenkuhle – Regie: Walter Beck 1969: Seltsame Liebesbriefe (Fernsehfilm) – Regie: Klaus Gendries 1971: Dornröschen – Regie: Walter Beck 1972: Fernsehpitaval: Um den Tod eines Justizobersekretärs [Serienepisode] – Regie: Wolfgang Luderer 1972: Rainer Kerndl – Romanze für einen Wochentag (als Sekretärin des Direktors) – Regie: Christian Steinke 1973: Stülpner-Legende: Die Treibjagd [Serienepisode] – Regie: Walter Beck 1979: Des Henkers Bruder

Synchronsprecherin 1977: Trini – Regie: Walter Beck

Theater (Auswahl) Städtische Bühnen Erfurt 1953: Horst Ulrich Wendler: Der Fall Merzbach (Ingrid, Tochter des Dr. Merzbach) – Regie: Johannes Curth 1953: William Shakespeare: Ein Sommernachtstraum (Titania, Königin der Elfen) – Regie: Adolf Peter Hoffmann 1953: Tirso de Molina: Die fromme Marta (Marta) – Regie: Johann Schmidt 1953: Gerhart Hauptmann: Der Biberpelz (Leontine Wolff) – Regie: Helfried Schöbel 1954: Wolfgang Böttcher / Ilse Nürnberg: Ehe eine Ehe eine Ehe wird (Betty) – Regie: Hans-Dieter Schmidt 1959: Friedrich Schiller: Wilhelm Tell (Berta von Bruneck) – Regie: Eugen Schaub 1959: Gustav von Wangenheim: Studentenkomödie (Lotte Neumann) – Regie: Arno Wolf 1960: Gerhart Hauptmann: Die Weber (Frau Heinrich) – Regie: Arno Wolf 1960: Werner Heiduczek: Jule findet Freunde (Frau Kuhn) – Regie: Horst Ludwig 1960: Johannes R. Becher: Winterschlacht (Elvira von Rundstedt) – Regie: Eugen Schaub 1960: Gotthold Ephraim Lessing: Emilia Galotti (Gräfin Orsina) – Regie: Albrecht Delling 1960: Gerhard Fabian: Die Stärkeren (Marta Henke) – Regie: Eugen Schaub 1961: Alexei Nikolajewitsch Arbusow: Irkutsker Geschichte (Larissa, Verkäuferin) – Regie: Arno Wolf 1961: Bertolt Brecht: Leben des Galilei (Frau Sarti) – Regie: Walter Beck 1961: Gabriela Zapolska: Die kleine Kröte (Maria, Schwester Bartnickis) – Regie: Horst Ludwig (Fernsehübertragung) 1961: Heinrich von Kleist: Der zerbrochene Krug (Frau Brigitte) – Regie: Klaus Martin Boestel 1961: Vratislav Blažek: Und das am Heiligabend (Frau des Rechtsanwaltes) – Regie: Klaus Martin Boestel 1962: Gerhart Hauptmann: Vor Sonnenuntergang (Paula Clothilde Clausen) – Regie: Walter Niklaus 1962: Alexander N. Ostrowski: Klugsein schützt vor Torheit nicht (Kleopatra Lwowna Namajewa) – Regie: Horst Ludwig 1962: Erwin Strittmatter: Die Holländerbraut (Die Schnufarski, eine Idiotin) – Regie: Walter Niklaus 1962: Johann Wolfgang von Goethe: Urfaust, Teil 1 (auf den Domstufen) (Marthe) – Regie: Horst Ludwig 1962: Lucie Taubová: Die Heirat des Heiratsschwindlers (Magda Anderschtowa) – Regie: Klaus Martin Boestel 1962: Viktor Rosow: Die ewig Lebenden (Antonina Nikolajewna Monastyrskaja) – Regie: Walter Niklaus 1963: Lajos Mesterházy: Das 11. Gebot (Frau Kadács) – Regie: Walter Niklaus 1963: Johann Wolfgang von Goethe: Egmont (auf den Domstufen) (Margarete von Parma, Tochter Karls V., Regentin der Niederlande) – Regie: Horst Ludwig 1963: Axel Ivers: Parkstraße 13 (Vera, Baronin Bornegg) – Regie: Klaus Martin Boestel 1964: William Shakespeare: Romeo und Julia (auf den Domstufen) (Gräfin Capulet) – Regie: Horst Ludwig 1964: George Bernhard Shaw: Pygmalion (Frau Eynsford Hill) – Regie: Klaus Martin Boestel 1964: Inge von Wangenheim: Professor Hudebraach (Klementine Hudebraach) – Regie: Klaus Martin Boestel (Uraufführung) 1965: Christian Collin: Die Geier der Helen Turner (Mrs. Helen Turner) – Regie: Horst Ludwig 1965: Viktor Rosow: Unterwegs (Frau im Bahnhofsrestaurant) – Regie: Klaus Martin Boestel 1965: Bertolt Brecht: Mutter Courage und ihre Kinder (Anna Fierling, genannt Mutter Courage) – Regie: Walter Beck 1965: Gotthold Ephraim Lessing: Nathan der Weise (Sittah, Schwester des Sultans Saladin) – Regie: Detlev Witte 1966: Claus Hammel: Um neun an der Achterbahn (Toni Schneider) – Regie: Karl Gassauer 1966: Friedrich Dürrenmatt: Der Besuch der alten Dame (erste Frau) – Regie: Klaus Martin Boestel 1966: Marcel Pagnol: Zum Goldenen Anker (Honorine) – Regie: Klaus Martin Boestel 1966: Tirso de Molina: Don Gil von den grünen Hosen (Donna Antonia Espinosa) – Regie: Andreas Scheinert 1966: Gerhart Hauptmann: Die Ratten (Frau Hassenreuter) – Regie: Wolf-Dietrich Köllner 1967: Claus Hammel: Morgen kommt der Schornsteinfeger (Die Weiß) – Regie: Dieter Wardetzky (Uraufführung)

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Einzelnachweise

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