Mit Hilfe des von Andreas Jostel eingeführten TSH-Index (TSHI), der auch nach ihm als Jostel-Index bezeichnet wird, kann die thyreotrope Funktion des Hypophysenvorderlappens quantitativ abgeschätzt werden. Die Gleichung ist vom logarithmischen Standardmodell der Schilddrüsenhomöostase abgeleitet.J. L. Cohen: Thyroid-stimulation hormone and its disorders. In: K. L. Becker (Hrsg.) Principles and Practice of Endocrinology and Metabolism. J. B. Lippincott Company, Philadelphia, PA, USA, 1990, S. 144–152.

Berechnung mini|rechts|alternativtext=Perzenten des TSH-Index|Perzentilen des TSH-Index nach Jostel mit Referenzbereichen für die Sekretionsleistung der Schilddrüse (SPINA-GT) und univariablen Referenzbereichen für Thyreotropin (TSH) und freies Thyroxin (FT4), dargestellt im zweidimensionalen Phasenraum, der durch TSH- und FT4-Serumkonzentrationen definiert ist. Er wird mit

aus den Spiegeln für TSH, FT4 und einem Korrekturkoeffizienten für das logarithmische Standardmodell (β = 0,1345) berechnet.

Darüber hinaus wurde ein standardisierter TSH-Index definiert, der mit

berechnet wird. Im Sinne einer z-Transformation berücksichtigt er Mittelwert (2,7) und Standardabweichung (0,676) des TSHI.Johannes W. Dietrich, Gabi Landgrafe, Elisavet H. Fotiadou: TSH and Thyrotropic Agonists: Key Actors in Thyroid Homeostasis. In: Journal of Thyroid Research. 2012, S. 1–29, doi:10.1155/2012/351864. PMID 23365787.

Referenzbereiche: ParameterUntergrenzeObergrenzeMaßeinheit TSHI 1,3 4,1 sTSHI -2 2

Klinische Bedeutung Der TSH-Index ist bei Patienten mit thyreotroper Insuffizienz reduziert. Eine Reduktion des standardisierten TSH-Index wurde auch in Fällen eines Non-Thyroidal-Illness-Syndroms beobachtet.

Siehe auch Sekretionsleistung der Schilddrüse Summenaktivität peripherer Dejodinasen Schilddrüsenfunktionstest

Einzelnachweise

Kategorie:Schilddrüse Kategorie:Diagnostisches Verfahren in der Endokrinologie Kategorie:Labormedizinisches Untersuchungsverfahren