mini|Uersfeld von Süden mini|Blick auf Uersfeld von Osten mini|hochkant|Brunnen aus Basaltgestein (1985) Uersfeld ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Vulkaneifel in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Kelberg an.
Geographie Der Ort liegt in der Eifel. Zu Uersfeld gehören auch die Wohnplätze Bergwerk Bergkrone, Forsthaus und Tabaksmühle.
Geschichte Uersfeld gehörte bis zum Ende des 18. Jahrhunderts zum Kurfürstentum Köln und war Sitz eines Schultheißenamtes im Amt Nürburg. Zum Bezirk der Schultheißerei gehörten die Dörfer Berenbach, Gunderath, Horperath, Hausen (heute Höchstberg), Hörschhausen, Kaperich (Kölnische Höfe), Katzwinkel, Kötterichen, Mosbruch, Sassen, Uersfeld und Ueß.Woldemar Harleß: Theodor Joseph Lacomblet's Archiv für die Geschichte des Niederrheins, Band 6, Heberle, 1868, S. 239, (Google Books)
Obwohl Uersfeld weltlich dem Kurfürsten, zugleich Erzbischof, von Köln unterstand, gehörte die Pfarrei Uersfeld stets zum Erzbistum Trier und war Teil des Landkapitels bzw. des Dekanates Ochtendung. Der Pfarrsprengel Uersfeld umfasste die Dörfer Berenbach, Gunderath, Hausen, Kaperich, Kötterichen und Sassen. Eine erste Kirche wurde 1248 gebaut. Die heutige Kirche ist dem Heiligen Remaclus geweiht und wurde 1782 errichtet.Philipp de Lorenzi: Beiträge zur Geschichte sämtlicher Pfarreien der Diöcese Trier, Trier: Bischöfliches General-Vikariat, 1887, S. 135 (dilibri.de)Wilhelm Fabricius: Erläuterungen zum geschichtlichen Atlas der Rheinprovinz, 2. Band: Die Karte von 1789. Bonn, Hermann Behrend, 1898, S. 72
Im Jahr 1794 hatten französische Revolutionstruppen das Linke Rheinufer besetzt. Unter der französischen Administration gehörte Uersfeld von 1798 bis 1814 zum Kanton Ulmen im Rhein-Mosel-Departement. Aufgrund der 1815 auf dem Wiener Kongress getroffenen Vereinbarungen kam die Region zum Königreich Preußen. Unter preußischer Verwaltung war die Gemeinde Uersfeld dem Kreis Adenau im Regierungsbezirk Koblenz zugeordnet und wurde von der Bürgermeisterei Kelberg verwaltet.
Nach dem Ersten Weltkrieg gehörte das Gebiet zum französischen Teil der Alliierten Rheinlandbesetzung. Bei der Auflösung des Kreises Adenau im Jahr 1932 kam Uersfeld zum Kreis Mayen. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Uersfeld innerhalb der französischen Besatzungszone Teil des damals neu gebildeten Landes Rheinland-Pfalz.
Bevölkerungsentwicklung Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Uersfeld, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten Jahr Einwohner 1815 243 1835 260 1871 250 1905 314 1939 379 1950 432 Jahr Einwohner 1961 458 1970 507 1987 658 1997 737 2005 724
Politik
Bürgermeister Andreas Daniels ist seit dem 17. August 1994 Ortsbürgermeister von Uersfeld.
Wappen
Sehenswürdigkeiten Katholische Pfarrkirche St. Remaclus Basaltbrunnen in der Ortsmitte Nostalgikum Uersfeld – Nostalgie-Erlebnis-Museum Baumhaus „Holzberg“
Persönlichkeiten Johann Mayer (1886–1923), Serienmörder Stumpfarm Reinhard Saftig (* 1952), Fußballtrainer
Verkehr mini|Bahnhof Uersfeld
Uersfeld liegt an der Eifelquerbahn, jedoch findet derzeit auf dem Abschnitt zwischen Kaisersesch und Gerolstein kein Schienenpersonennahverkehr statt.
Weblinks
Internetpräsenz der Ortsgemeinde Uersfeld Ortsgemeinde Uersfeld auf den Seiten der Verbandsgemeinde Kelberg
Einzelnachweise
Kategorie:Ort im Landkreis Vulkaneifel