Święte () ist ein Dorf der Gemeinde Stargard (Stargard in Pommern) in der polnischen Woiwodschaft Westpommern.

Geographische Lage Święte liegt in Hinterpommern, etwa vier Kilometer südöstlich der Stadt Stargard und 36 Kilometer östlich der Stadt Stettin (Szczecin) in der Nähe des Flusses Ihna am Fluss Krampehl, der die Gemeindegrenze zum Dorf Strachocin (Zartzig) bildet.

Geschichte mini|Dorfkirche (bis 1945 evangelisch)

Das Dorf war ehemals eine Eigentumsortschaft von Stargard und hatte an verschiedene geistliche Stiftungen der Stadt Abgaben zu entrichten.Heinrich Berghaus: Landbuch des Herzogthums Pommern und des Fürstenthums Rügen. Teil II, Band 5/1. Berlin und Wriezen 1872, S. 18–24 (Online, PDF). Um das Jahr 1780 gab es in Schwendt acht Vollbauern, zwölf Kossäten, vier Büdner, einen Schulmeister, einen Gasthof, der von einem Kossäten bewohnt wurde, und insgesamt 36 Haushaltungen.Ludwig Wilhelm Brüggemann: Ausführliche Beschreibung des Gegenwärtigen Zustandes des Königl. Preußischen Herzogtums Vor- und Hinterpommern. Teil II, Band 1, Stettin 1784, S. 205, Nr. 11. Um 1930 hatte die Gemarkung der Gemeinde Schwendt eine Flächengröße von 5,2 km², und auf dem Gemeindegebiet standen insgesamt 43 Wohngebäude.Gunthard Stübs und Pommersche Forschungsgemeinschaft: (2011) Schwendt war der einzige Wohnort der Gemeinde. Im Jahr 1925 wurden in Schwendt 246 Einwohner gezählt, die auf 62 Haushaltungen verteilt waren.

Bis 1945 gehörte Schwendt zum Landkreis Saatzig der Provinz Pommern.

Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs wurde Schwendt Anfang März 1945 von der Sowjetarmee besetzt. Nach Kriegsende wurde die Ortschaft unter polnische Verwaltung gestellt. Schwendt wurde in Święte umbenannt. Die einheimische Bevölkerung wurde in der Folgezeit von der örtlichen polnischen Verwaltungsbehörde vertrieben.

Bevölkerungsentwicklung Jahr Einwohner Anmerkungen 1867 287 1871 296 darunter 295 Evangelische und eine katholische Person 1925 246 darunter 245 Evangelische und eine katholische Person (Gunthard Stzübs und Pommersche Forschungsgemeinschaft, 2011) 1933 284 1939 248

Religion Die bis 1945 in Schwendt anwesende Bevölkerung gehörte mit großer Mehrheit der evangelischen Konfession an. Im Jahr 1925 gab es in Schwendt einen Einwohner, der dem katholischen Glaubensbekenntnis angehörte.

Mineralquelle Etwa drei Kilometer südöstlich des Dorfs entspringt am Fluss Krampehl aus einem Berg eine Mineralquelle, Gesundheitsbrunnen genannt, die im 18. Jahrhundert viel besucht wurde.

Literatur Ludwig Wilhelm Brüggemann: Ausführliche Beschreibung des Gegenwärtigen Zustandes des Königl. Preußischen Herzogtums Vor- und Hinterpommern. Teil II, Band 1, S. 205, Nr. 11, (Online) Paul Schulz (Hrsg.): Der Kreis Saatzig und die kreisfreie Stadt Stargard – Ein pommersches Heimatbuch. Rautenberg, Leer 1984. Heinrich Berghaus: Landbuch des Herzogthums Pommern und des Fürstenthums Rügen. Teil II, Band 5/1. Berlin und Wriezen 1872, S. 18–24 (Online, PDF).

Weblinks Die Gemeinde Schwendt in ehemaligen Kreis Saatzig in Pommern (Gunthard Stzübs und Pommersche Forschungsgemeinschaft, 2011) Schwendt, Kreis Saatzig (Claus Rollenhagen, 2008)

Fußnoten

Kategorie:Ort in Pommern Kategorie:Ort der Woiwodschaft Westpommern Kategorie:Gmina Stargard