Schammendorf ist ein Dorf mit 78 Einwohnern und gehört zur Stadt Weismain im oberfränkischen Landkreis Lichtenfels im Norden des Freistaates Bayern. Sehenswert sind die Schammendorfer Mühle und die Kapelle St. Michael im historischen Ortskern.
Geografische Lage Schammendorf befindet sich auf Topografische Karte von Schammendorf, geodaten.bayern.de, abgerufen am 30. Dezember 2012 am südlichen Ende des Weismain-Taltrichters und damit am Beginn der Weismain-Alb im Naturpark Fränkische Schweiz – Frankenjura. Der Stadtkern von Weismain liegt etwa drei Kilometer nordöstlich. Die nächsten Ortschaften sind Kaspauer, Weismain, Wohnsig, Wallersberg, Mosenberg und Frankenberg.
Geschichte Erste Hinweise auf menschliche Besiedlung um Schammendorf stammen bereits aus der Mittelsteinzeit, als im Ort unmittelbar westlich der Durchgangsstraße eine Freilandstation zumindest saisonal betrieben wurde. Eine feste Siedlung an der gleichen Stelle ist während der Vorzeit belegbar.Bodendenkmal: D-4-5933-0130 Freilandstation des Mesolithikums sowie Siedlung vorgeschichtlicher Zeitstellung Zur gleichen Zeit befand sich auch eine kleine Befestigung wenig östlich des Ortes auf der Schammenleithe oder Schammendorfer Leithe, die Abschnittsbefestigung Geiskirche.
Auch in frühmittelalterlicher Zeit, während der zweiten Hälfte des ersten Jahrtausends n. Chr., war die Gegend bewohnt. Beweise dafür erbrachte die Entdeckung eines Reihengräberfeldes aus karolingisch-ottonischer Zeit an einem Hang am Südostrand von Schammendorf im Jahr 1956.Josef Urban: Die Wallersberger Hochebene in vorgeschichtlicher Zeit, 1984. In: Markus Hatzold: Festschrift der Freiwilligen Feuerwehr Wallersberg-Mosenberg, Weismain 2009, S. 41
Aus den Jahren 1325 und 1330 ist die Schreibweise des Ortes als „Schamendorf“, 1422 als „Schamenstorf“, erneut als „Schamendorf“ und als „Schomendorf überliefert.Joachim Andraschke: Die Wüstung auf dem Gebirge. In: Heimatgeschichtliche Zeitschrift für den Landkreis Lic“htenfels, Band 11 - 2002, Verlag Vom Main zum Jura, Eggolsheim 2002, S. 33. Der Name leitet sich vom althochdeutschen Wort scam her, was kurz oder klein bedeutet. Der Ortsname lässt sich daher als zum kurzen Dorf deuten. Die Schreibweise „Schamenstorf“ ließe auch eine Herleitung vom Rufnamen Schaman zu, jedoch gilt dies als nicht sehr wahrscheinlich.
Am 1. Januar 1976 wurde Schammendorf als ehemaliger Ortsteil von Wallersberg in die Stadt Weismain eingegliedert.Schammendorf, stadt-weismain.de, abgerufen am 30. Dezember 2012
Einwohnerentwicklung Die Tabelle gibt die Einwohnerentwicklung von Schammendorf anhand einzelner Daten wieder.
Jahr Einwohner Quelle 1833 52 , S. 497 2012 98 2013 96 2015 86 2018 78
Vereine Freiwillige Feuerwehr Frankenberg-Schammendorf Schammendorfer Gartenfreunde (Gartenbauverein), mit Jugendgruppe „Kaulhaazen“
Literatur Freiwillige Feuerwehr Frankenberg-Schammendorf: 100 Jahre Freiwillige Feuerwehr Frankenberg-Schammendorf, Weismain, 2000
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Ort im Landkreis Lichtenfels Kategorie:Ortsteil von Weismain