Die Liste öffentlicher Kunst in Güglingen zeigt die modernen und alten Kunstwerke, die in der Stadt Güglingen (Landkreis Heilbronn) öffentlich zugänglich sind.

Hinweis: Die Begriffe Öffentliche Kunst oder Kunst im öffentlichen Raum werden hier im weiteren Sinn als Kunst im Stadtraum verstanden, so wie dieser Begriff von Heinz Rall sowie auf den Webseiten der Stadt Güglingen und der Bürgerstiftung Kunst für Güglingen verwendet wird. Es werden daher alle Kunstwerke berücksichtigt, die öffentlich zugänglich sind, also auch Kunstwerke, die sich in Gebäuden befinden, z. B. in der Mauritiuskirche, im Rathaus oder in Banken und Gasthäusern.

Geschichte Hauptquellen: Heinz Rall,Heinz Rall: Güglingen – Kunst im Stadtraum. Güglingen 1990. Stadt Güglingen.Stadt Güglingen (Hrsg.): Güglingen. Erneuerung einer Stadt. Güglingen [ca. 1985], S. 8–12.

Umbau der Mauritiuskirche In den Jahren 1976/1977 wurde die Mauritiuskirche in Güglingen umgebaut und erneuert. Der Architekt Heinz Rall und der Pfarrer Werner Marquardt zogen zur Gestaltung des Kirchenraums auch Künstler hinzu. So entstanden die ersten neuzeitlichen Kunstwerke im öffentlichen Raum der Stadt Güglingen: die Wandbilder von Adam Lude Döring die Glasfenster von Gerhard Dreher und ein Kruzifix von Gunther Stilling.

„Kunst im Stadtraum“ Auf die Renovierung der Mauritiuskirche folgte die Erneuerung des historischen Stadtkerns. Die Federführung des Projekts lag in den Händen von Heinz Rall, der von vorneherein die „Kunst im Stadtraum“ in die Planung mit einbezog. Nach Manfred Volk, dem Bürgermeister der Stadt, lag dabei keine fertige Konzeption zugrunde, vielmehr entwickelte sich die Kunst im öffentlichen Raum „im Gleichschritt mit der städtebaulichen und architektonischen Neugestaltung“, und Nach Heinz Rall wurden bei der künstlerischen Stadtmöblierung folgende Grundsätze beachtet:

Künstlerische Stadtmöblierung Das erste Kunstwerk war für die ehemalige Zehntscheuer bestimmt, die als erstes Gebäude 1978 für die Volksbank saniert wurde. Guido Messer schuf zwei Türgriffe für die Bank, zwei Bronzemedaillons mit dem anzüglichen Titel „Arm und Reich“. Sie zeigen einen weltbeherrschenden „Geldscheißer“, der auf dem Globus thront, und auf der Schattenseite des Globus den vom Hunger ausgezehrten Armen. Es folgten 1979 der Weinbrunnen von Ursula Stock im Deutschen Hof, die Freiplastik „Der Wächter“ von Richard Heß und drei Fassaden-Embleme von Lee Babel (siehe Titelbilder).

In der Folgezeit kamen viele weitere Objekte hinzu: architekturbezogene Kunstwerke, die für bestimmte Gebäude geschaffen wurden, orts- oder geschichtsbezogene Kunstwerke, kunsthandwerkliche Arbeiten, und historische Fundstücke und Nachbildungen. Bis 1990 lieferten 20 Künstler aus dem Bundesgebiet Beiträge zur künstlerischen Möblierung der Stadt. Darüber hinaus spendeten 40 Künstler Bilder für eine moderne Version des zerstörten historischen Güglinger Palmtuchs in der Mauritiuskirche. Bis heute entstanden über 40 Kunstwerke, die im Stadtraum aufgestellt wurden.

Bürgerstiftung Kunst für Güglingen Im Jahr 1981 gründete Heinz Rall den Kunstverein Bürgerstiftung Kunst für Güglingen. Zu den Gründungsmitgliedern gehörten der Bürgermeister Manfred Volk und der Pfarrer der Mauritiuskirche Werner Marquardt, die sich beide um die Förderung der Kunst in der Stadt einsetzten. Das Ziel des Vereins ist es, die Kunstsammlung der Stadt Güglingen zu vergrößern und das Ansehen Güglingens als Kunststadt dadurch zu halten, „dass wir Bürger an Kunst heranführen und ihnen die Begegnung mit Künstlern unserer Zeit ermöglichen“.Webseite der Bürgerstiftung Kunst für Güglingen buergerstiftung-kunst-gueglingen.de. Seit 1989 veranstaltete der Verein fast 90 Ausstellungen im Güglinger Rathaus, bei denen fast regelmäßig Ankäufe durch die Stadt Güglingen erfolgten.

Liste der Kunstwerke im öffentlichen Raum Hauptquellen: Heinz Rall, Webseiten der Stadt Güglingen und der Bürgerstiftung Kunst für Güglingen.

Hinweis: Auf der Webseite der Stadt Güglingen befindet sich ein Standortplan mit dem Standort von vielen Kunstwerken dieser Liste.

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