Als Lahn, Plätt, Plätte, Plasch oder Rausch bezeichnet man ein aus Metalldraht (Gold, Silber oder anderes Metall) durch Plätten, d. h. Platt-Walzen mittels einer Drahtplättmühle erhaltenes dünnes, schmales, langes Metallband.
Lahn wird als solcher benutzt und dient auch vielfach zur Herstellung von meist Gold- oder Silbergespinst, auch Lahnfaden genannt. Gespinste sind mit Lahn mehr oder weniger dicht umwickelte textile Fäden. Lahn und Metallgespinste wurden und werden für verschiedene Klosterarbeiten, zum Weben, Sticken und Spitzen-Klöppeln gebraucht. Sie finden sich deshalb in Geweben und als Verzierung in Stickarbeiten und Spitzen von Paramenten und Trachten, besonders in Trachtenhauben.Michael Selb: Die goldene Bodensee-Radhaube. Bucher, Hohenems-Wien 2010.Ann E. Wild und Dieter Wild: Gold Spitzen Geschichten. Eigenverlag, Freiburg 2023. (www.ann-wild.de)
Literatur
Einzelnachweise
Kategorie:Goldschmiedearbeit