mini|Das Baudenkmal

Schwarzenstein ist ein Gemeindeteil der Stadt Schwarzenbach am Wald im Landkreis Hof (Oberfranken, Bayern). Die Gemarkung Schwarzenstein hat eine Fläche von 7,456 km². Sie ist in 318 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 2344,64 m² haben. In ihr liegen neben dem namensgebenden Ort die Gemeindeteile Rauschengrund und Rauschenhammermühle.

Geografie Das Pfarrdorf bildet mit Rauschenhammermühle im Süden eine geschlossene Siedlung. Diese liegt im tief eingeschnittenen Tal der Wilden Rodach und des Rosenbachs, der dort als rechter Zufluss in die Wilde Rodach mündet, und ist allseits von Waldgebieten umgeben. Der Rodachsrangen im Süden musste neuerdings wegen des Borkenkäfers abgeholzt werden. Die Staatsstraße 2211 führt nach Schwarzenbach am Wald (2 km nordöstlich) bzw. nach Löhmarmühle (2,6 km südwestlich). Gemeindeverbindungsstraßen führen nach Löhmar (2,5 km südwestlich), die Bundesstraße 173 unterquerend nach Gottsmannsgrün (0,6 km westlich), nach Schwarzenbach zur St 2211 (1,7 km nordöstlich) und nach Schönbrunn (1 km südwestlich). Ein Anliegerweg führt nach Dorschenmühle (0,3 km östlich).

Geschichte Eine Erbteilung unter den Reitzensteinern führte 1519 zu einer Teilung in Oberschwarzenstein und Unterschwarzenstein. Bis Ende des 19. Jahrhunderts wurde zwischen den beiden Orten unterschieden.O. Knopf: Thüringer Schiefergebirge, Frankenwald, Obermainisches Bruchschollenland, Sp. 610.

Zur Realgemeinde Schwarzenstein gehörte Rauschenhammermühle. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Schwarzenstein aus 47 Anwesen, zwei Schlössern und einem Brauhaus. Die Hochgerichtsbarkeit sowie die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatten das Rittergut Schwarzenstein, das Rittergut Schwarzenbach am Wald und das Rittergut Lippertsgrün gemeinschaftlich. Grundherren waren das Rittergut Schwarzenstein, Oberes Schloss: 33 Häuser, 2 halbe Häuser, 3 Tropfhäuser; das Rittergut Schwarzenstein, Unteres Schloss: 7 Häuser, 1 Tropfhaus, 1 Wirtshaus.M. Körner: Naila, S. 306.

Von 1797 bis 1810 unterstand Schwarzenstein dem Justiz- und Kammeramt Naila. Nachdem im Jahr 1810 das Königreich Bayern das Fürstentum Bayreuth käuflich erworben hatte, wurde der Ort bayerisch. Infolge des Ersten Gemeindeedikts wurde Schwarzenstein dem 1812 gebildeten Steuerdistrikt Schwarzenbach zugewiesen. Zugleich entstand die Ruralgemeinde Schwarzenstein, zu der Rauschengrund und Rauschenhammermühle gehörten. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Naila zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Lichtenberg (1919 in Finanzamt Lichtenberg umbenannt, seit 1955 Finanzamt Naila). Ab 1862 gehörte Schwarzenstein zum Bezirksamt Naila (1939 in Landkreis Naila umbenannt). Die Gerichtsbarkeit blieb beim Landgericht Naila (1879 in Amtsgericht Naila umgewandelt). 1964 hatte die Gemeinde eine Gebietsfläche von 0,713 km² Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde die Gemeinde Schwarzenstein am 1. Mai 1978 nach Schwarzenbach am Wald eingemeindet.

Baudenkmäler Am Denkmal 2: zweigeschossiges Wohnhaus mit Walmdach

ehemalige Baudenkmäler katholische Pfarrkirche St. Josef, Neubau 1962/63 nach Plänen von Franz Raith. Von der Vorgängerkirche sind Holzfiguren und Gemälde erhalten.K.-L. Lippert: Landkreis Naila, S. 66. Denkmalschutz aufgehoben, ursprüngliche Hausnummerierung. Haus Nr. 2: Ehemaliges zum Schloss Oberschwarzenstein gehörige Schmiede. Eingeschossiges, verputzt massives Satteldachhaus; reich profiliertes Granittürgewände mit Wappen von Reitzenstein, bezeichnet „1795“.

Einwohnerentwicklung Gemeinde Schwarzenstein Jahr 1819 1840 1852 1855 1861 1867 1871 1875 1880 1885 1890 1895 1900 1905 1910 1919 1925 1933 1939 1946 1950 1952 1961 1970Einwohner 199 383 423 403 476 471 485 489 509 488 479 484 497 480 512 513 593 656 657 742 745 743 602 591HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Von 1871 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet. 59 61 48 65 72 91 106 Quelle Für Oberschwarzenstein und Unterschwarzenstein (S. 130).

Ort Schwarzenstein Jahr 1819 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 2020Einwohner 199 459 373 479 484 545 648 546 533 429 232Häuser 59 63 67 83 98 113 Quelle

Religion Schwarzenstein ist seit der Reformation gemischt konfessionell. Die Protestanten sind nach Schwarzenbach am Wald gepfarrt, die Katholiken nach St. Josef (Schwarzenstein).

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Ort im Landkreis Hof Kategorie:Geographie (Schwarzenbach am Wald) Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Hof) Kategorie:Gemeindegründung 1812 Kategorie:Gemeindeauflösung 1978 Kategorie:Kirchdorf (Siedlungstyp) Kategorie:Gemarkung im Landkreis Hof