Die Bommers Mühle war eine Wassermühle mit einem unterschlächtigen Wasserrad an der Wurm in der Stadt Heinsberg im nordrhein-westfälischen Kreis Heinsberg im Regierungsbezirk Köln.

Geographie Die Bommers Mühle hatte ihren Standort an der linken Seite der Wurm, an der Buschstraße, im Heinsberger Stadtteil Randerath. Das Grundstück, auf dem das Mühlengebäude stand, hat eine Höhe von ca. . Die Mühle stand in direkter Nachbarschaft mit der Randerather Ölmühle. Oberhalb stand die Müllendorfer Mühle, unterhalb stand seit 1799 die Porselener Mühle.

Gewässer Die Wurm versorgte auf einer Flusslänge von 53 km zahlreiche Mühlen mit Wasser. Die Quelle der Wurm liegt südlich von Aachen bei , die Mündung in die Rur ist bei der Ortschaft Kempen in der Stadt Heinsberg bei .

Geschichte Im Jahre 1608 wurde in Kleinsiersdorf die landesherrliche Mühle durch einen Blitzschlag zerstört. Das war der Anlass, im Jahre 1609 gegenüber der Randerather Ölmühle eine neue Mühle als Fruchtmühle zu erbauen. Beide Mühlen waren vom gleichen Stauwehr abhängig und waren aufeinander angewiesen. Trotzdem wurden die Mühlen getrennt verpachtet und mussten den Mahlzwang der Stadt und dem Kirspel Randerath teilen. Später verfügte die Mühle auch über eine zusätzliche Ölpresse. Das Mühlengebäude trug die Jahreszahl 1754. Im 19. Jahrhundert wurde zur Produktion von Dünger nordischer Feldspat in der Mineralmühle gemahlen. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Mühle zerstört. Heute befindet sich am damaligen Standort ein Parkplatz.

Galerie

Literatur Hans Vogt: Niederrheinischer Wassermühlen-Führer 2. Auflage. Verein Niederrhein, Krefeld 1998, ISBN 3-00-002906-0, S. 295–296. Fr. Haubrock: Die Mühlen des ehem. Amtes Randerath Heimatkalender des Selfkantkreises Geilenkirchen-Heinsberg 1961, S. 25–29.

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Einzelnachweise

Kategorie:Wassermühle in Heinsberg Kategorie:Mühle in Europa