Die Ascha ist ein rechter bzw. nördlicher, rund 40 km langer Nebenfluss der Schwarzach in Bayern.
Verlauf Die Ascha entspringt in der (Dorf-)Wüstung Bügellohe als Weißbach im Naturdenkmal "Weißbachquelle", der zunächst über die Grenze nach Tschechien fließt, und südöstlich von Plöß (tschechisch: Pleš) an den Plößer und Wenzelsdorfer Hängen auf tschechischem Gebiet ungefähr 600 m nördlich der tschechisch-deutschen GrenzeTeresa Guggenmoos, Stadt Schönsee. Schönsee 1981, S. 13. Sie heißt hier Plešsky potok / Plösser Bach. Sie fließt nach Westen und überquert südöstlich von Friedrichshäng die deutsche Grenze. Bis Dietersdorf wird sie als "Weißbach" bezeichnet. Ab der Saubergbrücke erhält sie den Namen Ascha, die aus den Weiß- und Lohbach gebildet wird. Sie fließt, sich immer mehr nach Süden wendend, durch Schönsee, durchbricht das Gebirge zwischen Schwandner Höhen und Frauenstein-Massiv, schlängelt sich durch das Gaisthaler Becken und mündet schließlich bei Neunburg vorm Wald in die SchwarzachTeresa Guggenmoos: Die Natur, in: Heribert Batzl: Der Landkreis Oberviechtach in Vergangenheit und Gegenwart, S. 27–28.Teresa Guggenmoos, Stadt Schönsee. Schönsee 1981, S. 13, 14.
Der tschechische Anteil des Bachlaufes Plešsky potok / Plösser Bach hat eine Fließlänge von 2,5 Kilometern mit einem Einzugsgebiet von 0,58 km².Pavel Valtr: Český les - jih, územní studie
Geschichte Die Ascha (ursprünglich: Aschaha, dann: Aschach) gehört zusammen mit der Schwarzach und der Murach zu den Flüssen mit aus dem Slawischen stammenden Namen, die auf -aha enden. Bei diesen Flüssen wird eine Besiedelung ihrer Flusstäler und der diese umgebenden Landschaftsräume bereits vor dem Jahr 1000 angenommen, möglicherweise durch aus Böhmen eingesickerte Slawen und/oder Choden.Wilhelm Nutzinger, Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern, Heft 52, Neunburg vorm Wald, München 1982, ISBN 3-7696-9928-9, S. 12, 13
Schon seit dem 13. Jahrhundert existierten zwischen Dietersdorf und Gaisthal zahlreiche Mahl-, Papier- und Sägemühlen, sowie auch mehrere Eisenhämmer und Glasschleifen, welche die Wasserkraft der Ascha nutzten, die hier auf einer Strecke von nur 1,5 km einen Höhenunterschied von mehr als 100 m überwindet. Die letzten dieser Fabriken stellten nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges ihren Betrieb ein. Heute gibt es nur noch wenige kleinere Wasserkraftwerke zur Stromerzeugung.Teresa Guggenmoos, Stadt Schönsee. Schönsee 1981, S. 144–159
Zuflüsse mini|Eine der Aschaquellen in der Bügellohe, wo die Ascha noch Weißbach heißt (2012) Von der Quelle zur Mündung. Auswahl.
Lohbach, von links auf etwa in den linken Teilungsarm Neubach bei Weberhäuser Schwander Bach, von rechts auf etwa nach Schönsee Rosenhofbach, von rechts auf etwa Grenzbach, von links auf etwa nach dem Schallerhammer Forellenbach, von links auf etwa bei Muggenthal Agnesbach, von links auf etwa vor Rosenthal Pondorfbach, von links auf etwa nach Aschamühle Hütbach, von links auf etwa in Schneeberg Hornmühlbach, von rechts auf etwa bei Scheibenhaus Wollbüglbach, von rechts auf etwa vor Hohenthal Kirschenbach, von links auf etwa vor Steegen Hansenbach, von rechts auf etwa bei Bach Moosbach, von links auf etwa nach Katharinenthal
Weblinks
http://www.lfu.bayern.de/natur/natura_2000_erhaltungsziele/datenboegen_6020_6946/doc/6639_371.pdf
Einzelnachweise
Kategorie:Gewässer im Oberpfälzer Wald Kategorie:Fließgewässer im Landkreis Schwandorf Kategorie:Geographie (Schönsee)