mini|180px|Bozens Stadtsiegel aus dem Jahr 1488 mit dem Stadtwappen (mit sechsstrahligem Stern belegter Balken im Halbrundschild) mini|180px|Titelblatt des von Bürgermeister Konrad Lerhueber 1472 angelegten Bozner Stadtbuchs (Stadtarchiv Bozen, Hs. 140, fol. 18a) mini|180px|Amtsrechnung der Stadt Bozen von 1471 (Hs. 173 des Stadtarchivs Bozen) mit dem Stadtwappen mini|180px|Bozner Ratsprotokoll von 1618 unter Bürgermeister David Waffner, Stadtarchiv Bozen, Hs. 36a, fol. 1r mini|180px|Obligation der Stadt Bozen vom 11. Januar 1810 mini|180px|Das Alte Rathaus in Bozen, Zugang Dr.-Josef-Streiter-Gasse mini|180px|Das Rathaus am Rathausplatz mini|180px|Grabplatte von Bürgermeister Hieronymus Penzinger von 1573 (Fragment, Stadtmuseum Bozen) mini|180px|Bozens Langzeitbürgermeister Julius Perathoner (1895–1922) Die Liste der Bürgermeister von Bozen bietet einen Überblick über die Bürgermeister der Südtiroler Landeshauptstadt Bozen seit 1449.

Seit der Mitte des 15. Jahrhunderts ist die mehr oder weniger ununterbrochene Reihenfolge der Bozner Bürgermeister namentlich überliefert; in älteren Quellen werden die städtischen Oberhäupter als purgermayster oder burgermaister bezeichnet. Ersturkundlich ist in Bozen das Bürgermeisteramt (gemeinsam mit dem Stadtrat) zunächst am 25. Mai 1435 als burgermaister und raute der stat BoczenPatrizia Hartich: Jenseits der üblichen Kanäle. Kommunikation zwischen Schwaben und Tirol. In: Tiroler Heimat 81, 2017, S. 9–36, Bezug S. 33. und in weiterer Folge am 2. Dezember 1443 als burgermaister vnd rat der stat zu Boczenn nachgewiesen, allerdings jeweils noch ohne namentliche Nennung des Amtsinhabers.Anton Schwob, Ute Monika Schwob (Hrsg.): Die Lebenszeugnisse Oswalds von Wolkenstein. Edition und Kommentar. Band 5: 1443–1447, Nr. 387–524. Wien: Böhlau 2013, S. 90, Nr. 423 (nach einer Überlieferung im Germanischen Nationalmuseum Nürnberg). Dieser Zeitpunkt sowie die mit Hans Trott im Jahr 1449 einsetzende Namensreihe scheinen nicht zufällig zu sein und werden in der Forschungsliteratur auf die Ausdifferenzierung kommunaler Verwaltungsstrukturen in Bozen infolge des 1437 erlassenen Stadtrechts und des Stadtratsprivilegs König Friedrichs III. von 1442 – einer „regelrechte[n] kommunale[n] ‚Magna Carta‘“ – zurückgeführt.

Bis 1582 wurden die Bürgermeister im jährlichen Wahlmodus, von da an alle zwei Jahre und ab 1693 alle drei Jahre gewählt.Heinz Braun: Beiträge zur Geschichte der Stadt Bozen im 16. Jahrhundert (Schlern-Schriften 33). Innsbruck: Wagner 1936, S. 44. Von den zumeist patrizischen Ratsfamilien, deren Mitglieder an die Spitze des Bozner Gemeinwesens berufen wurden, sind im 16. Jahrhundert die Rottenbucher und Hörtmair (Hiertmair), im 17. und 18. Jahrhundert die Gumer, Schgrafer, Zallinger, Zobl, Mayrl, Menz und Hepperger hervorzuheben.Bozens Bürgermeister von 1449 bis heute. Abgerufen am 3. Dezember 2017.

Von 1455 an amteten die Bürgermeister im Alten Rathaus unter den Bozner Lauben. Ab 1907 wechselte die Stadtverwaltung in das neuerrichtete Rathaus.