Eberhard Dietzsch (* 3. Januar 1938 in Reichenbach im Vogtland; † 3. Januar 2006 in Gera) war ein deutscher Maler, Grafiker und Cartoonist des 20. Jahrhunderts.

Leben Dietzsch wuchs als Einzelkind in Reichenbach im Vogtland auf. Sein Vater war Färber in der reichenbacher Textilindustrie, seine Mutter Hausfrau. Von 1952 bis 1955 durchlief er eine Ausbildung zum Lithografen in einer Großdruckerei, von 1955 bis 1958 studierte er an der Fachschule für angewandte Kunst Leipzig bei Karl Miersch und Hajo Rose. Im Jahr 1958 zog er nach Gera, wo er bei der DEWAG eine Tätigkeit als Gebrauchsgrafiker aufnahm, 1959 kündigte er und arbeitete nun als freischaffender Gebrauchsgrafiker und Künstler. Von 1971 bis 1973 war Dietzsch Meisterschüler bei Klaus Wittkugel an der Akademie der Künste Berlin.Marcus Kenzler: Der Blick in die andere Welt: Einflüsse Lateinamerikas auf die Bildende Kunst der DDR, Teil 1. LIT Verlag Münster, 2012, ISBN 978-3-643-11025-1, S. 783 ().

Nach der deutschen Wiedervereinigung war auch freier Mitarbeiter eines Bankhauses. 1999 rief er mit Peter Geist (* 1956) und Kurt Pesl das Symposium SATHÜR Handzeichnungen aus Sachsen und Thüringen ins Leben, das abwechselnd in Glauchau und Weida stattfindet.

Dietzsch war von 1959 bis 1990 Mitglied des Verband Bildender Künstler der DDR.

Seit 2008 wird in Gera ein nach ihm benannter Preis verliehen.

Auszeichnungen 1986: 3. Preis bei der Karikatur-Biennale GreizDDR-Lexikon: Chronik der DDR 1986

Werkbeispiele Siehe auch Bildindex der Kunst & Architektur

Architekturbezogenes Werk

Dekorativer Raumteiler (1967; Durchbruchswand in Metall, Folienüberzug und Glaskörper; 4,00 × 6,00 m; Entwurf mit Herbert Enke, technische Ausführung mit Enke, Erich Arnold, Volkhard Precht; Gera, Bar des Interhotels „Gera“)Ruth Pape et al.: Bildende Kunst + Architektur. Katalog Teil 3, Karl-Marx-Stadt, Gera, Erfurt, Suhl. Deutsche Bauakademie, Berlin, 1972, S. 70/71

Ausstellungen (unvollständig) Einzelausstellungen 1970: Malerei, Grafik, Salon Wystawowy BWA, Polen 1972: Malerei, Grafik, Galerie BWA, Katowice, Polen 1977: Malerei, Grafik, Gebrauchsgrafik, Galerie Neulobeda, Jena 1978: Karl-Marx-Stadt, Schauspielhaus 1979: Olsztyn, Galerie Planetarium 1987: Zeulenroda, Galerie Hans Steger 1987: Unterwellenborn, Galerie Kulturpalast Maxhütte 1987: Plauen, Vogtland-Galerie 1988: Greiz, Sommerpalais 1988: Gera, Galerie Haus der Kultur 1992: Bochum, Galerie Bergmannsheil 1995: Gera, Otto-Dix-Haus 1997: Jena, Romantikerhaus 1998: Gera, Kunstsammlung Gera (Orangerie)

Gruppenausstellungen

1972/1973, 1977/1978, 1982/1983 und 1987/1988: Dresden, VII. bis X. Kunstausstellung der DDR

1969, 1974, 1979 und 1984: Gera, Bezirkskunstausstellungen

1970: Berlin, Altes Museum („Im Geiste Lenins“)

1982: Gera („Zeichenkunst in der DDR“)

1985: Erfurt, Gelände der Internationalen Gartenbauausstellung („Künstler im Bündnis“)

1978–1990: Greiz, Satiricum (Biennale der Karikatur in der DDR) 1992: EXPO, Sevilla postum 2023: Gera, Otto-Dix-Haus („Altes und neues Gera“)

Literatur

Dietzsch, Eberhard. In: Dietmar Eisold (Hrsg.): Lexikon Künstler in der DDR. Verlag Neues Leben, Berlin 2010, ISBN 978-3-355-01761-9, S. 153 Kunstsammlung Gera (Hrsg.): Eberhard Dietzsch: Malerei, Grafik, Cartoon ; Kunstsammlung Gera, Orangerie, Ausstellung vom 6. März bis 3. Mai 1998. Kunstsammlung Gera, Gera 1998, ISBN 3-910051-21-9 Hendrik Ziegenbein (Vorwort), Erhard Lemm (Hrsg.): Eberhard-Dietzsch-Kunstpreis 2012 für Malerei. Lemm 2012, ISBN 3-931635-72-4

Weblinks Dietzsch bei der Saale-Galerie

Einzelnachweise

Kategorie:Maler (Deutschland) Kategorie:Cartoonist (Deutschland) Kategorie:Deutscher Kategorie:Bildender Künstler (Gera) Kategorie:Geboren 1938 Kategorie:Gestorben 2006 Kategorie:Mann