Walter Petsch (* 12. Dezember 1825 in Dresden; † 19. August 1903 in LeipzigOrt nach Anton Bettelheim (Hrsg.): Biographisches Jahrbuch und Deutscher Nekrolog. Vom 1. Januar bis 31. December 1903 + Totenliste 1903, 8. Band, Berlin 1905, S. 87*.) war ein deutscher Reichsgerichtsrat.
Leben Petsch war evangelisch. Der Sohn eines Generalauditeurs studierte nach dem Besuch der Dresdner Nicolai-Schule Rechtswissenschaften in Leipzig.Jens Blecher, Gerald Wiemers: Die Matrikel der Universität Leipzig. Teilband II: Die Jahre 1832 bis 1863, Weimar 2007, S. 241 1850 wurde er auf den sächsischen Landesherrn vereidigt. 1851 wurde er Advokat. 1854 kam er als Hilfsassessor an das Bezirksgericht in Dresden.Wochenblatt für merkwürdige Rechtsfälle in actenmäßigen Darstellungen aus dem Gebiet der Justizpflege und Verwaltung zunächst für das Königreich Sachsen, Leipzig 1854, Nr. 29, S. 232. 1856 erfolgte die Ernennung zum Bezirksgerichtsrat.1857 wurde er beim Bezirksgericht Löbau geführt: Zeitschrift für Rechtspflege und Verwaltung zunächst für das Königreich Sachsen, N. F. Band 15, Leipzig 1857, S. 285. 1868 wurde er Bezirksgerichtsdirektor, nachdem er ein Jahr zuvor stellvertretender Direktor in Freiberg wurdeWochenblatt für merkwürdige Rechtsfälle in actenmäßigen Darstellungen aus dem Gebiet der Justizpflege und Verwaltung zunächst für das Königreich Sachsen, Leipzig 1867, Nr. 13, S. 204. 1870 wurde er von Freiberg nach Chemnitz versetzt.Wochenblatt für merkwürdige Rechtsfälle in actenmäßigen Darstellungen aus dem Gebiet der Justizpflege und Verwaltung zunächst für das Königreich Sachsen, Leipzig 1870, Nr. 53, S. 424. Ab 1874 war er Justizrat und Bezirksgerichtsdirektor in Leipzig.Zeitschrift für Rechtspflege und Verwaltung zunächst für das Königreich Sachsen, Band 39, Leipzig 1874, S. 519. 1879 kam er an das neugegründete Reichsgericht. Er war im III. Strafsenat tätig. Er trat 1892 in den Ruhestand.
Er war verheiratet mit Sophie, geborene Sonnenkalb (1851–1929), einer Tochter von Hugo Sonnenkalb und wurde im Sonnenkalbschen Erbbegräbnis in der VII. Abteilung des Neuen Johannisfriedhofs beerdigt.
Literatur Adolf Lobe: Fünfzig Jahre Reichsgericht am 1. Oktober 1929, Berlin 1929, S. 354.
Einzelnachweise
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