mini|Wappen der Familie von Klitzing Karl Kuno Friedrich von Klitzing (* 28. März 1728 in Schorbus; † 4. Januar 1785 in Graudenz) war ein preußischer Generalmajor, Chef des gleichnamigen Füsilierregiments sowie Erbgerichtsherr auf Schorbus, Reinpusch und Fröhden.
Leben Herkunft Karl Kuno Friedrich war der dritte Sohn aus zweiter Ehe des Landeshauptmanns Gottlob Leopold von Klitzing (* 8. Dezember 1690; † 16. Mai 1748) und Christiane Louise Thilo, geborene von Thielau (* 5. September 1702) aus dem Haus Kroitsch in Schlesien.
Militärkarriere Klitzing war von 1739 bis 1740 Page bei der Königin von Preußen. 1743 kam er als Fahnenjunker zum III. Bataillon der Garde der Preußischen Armee. 1744 kämpfte er damit bei der Belagerung von Prag und erhielt im gleichen Jahr den Orden Pour le Mérite. Im Jahr 1746 wechselte er zum I. Bataillon. 1747 wurde er Fähnrich und 1755 Sekondeleutnant. Im Siebenjährigen Krieg kämpfte er in der Schlacht bei Prag und im folgenden Jahr 1758 wurde er Premierleutnant. Danach kämpfte Klitzing bei Breslau und Kesselsdorf, Hohenfriedberg und Soor. In der Schlacht bei Kolin wurde er verwundet.
Im Jahr 1763 erhielt er eine eigene Kompanie. 1765 wurde er Major (mit Patent von 1760) und in das Regiment „Nassau-Usingen“ versetzt. 1767 wurde er Regimentskommandeur, 1772 kam die Beförderung zum Oberstleutnant und 1775 zum Oberst. Klitzing nahm noch am Bayerischen Erbfolgekrieg teil und am 23. Mai 1783 ernannt ihn der König zum Generalmajor. Dazu erhielt es das Regiment „Rohr“. Er starb 1785 in Graudenz. mini|Klitzing-Wappen Patronatsloge Dorfkirche Fröhden.
Familie Klitzing heiratete am 2. Juli 1771 Johanna Charlotte Wilhelmine Regina von Wangelin, Tochter des brandenburgisch-preußischen LandratsLandrat des Luckenwaldeschen Kreises, vormals Herzogtum Magdeburg, südlich von Berlin.Die Landrathswahl Kr. Luckenwalde. In: Martin Hass, Wolfgang Peters, Ernst Posner: Die Behördenorganisation und die allgemeine Staatsverwaltung. Die Akten von Januar 1759 bis Februar 1763. In: Acta Borussica. Alte Folge, Teilband 12, Paul Parey, Berlin 1926, S. 118 f.Reprint: Verlag Keip, Frankfurt am Main 1987. 760 S. FreiherrRolf Straubel: Biographisches Handbuch der preußischen Verwaltungs- und Justizbeamten 1740–1806/15. In: Historische Kommission zu Berlin [Hrsg.]: Einzelveröffentlichungen. Band 85, K. G. Saur, München 2009, ISBN 978-3-598-23229-9, S. 1066. (Digitalisat) Carl Moritz von Wangelin und Susanne Eleonore von Bodt, Tochter des Jean de Bodt. Mit ihr hatte er mehrerer Kinder, darunter: Adolfine (1772–1844) ⚭ 1815 Karl Friedrich von dem Knesebeck (1768–1848) Juliane Philippine Eleonore (* 15. April 1775)
Die Witwe und die älteste Tochter übernahmen Gut Fröhden bei Jüterbog und veräußerten es später an eine bürgerliche Familie.
Literatur Anton Balthasar König: Karl Kuno Friedrich von Klitzing., In: Biographisches Lexikon aller Helden und Militairpersonen, welche sich in Preußischen Diensten berühmt gemacht haben. Band 2, Arnold Wever, Berlin 1789, S. 297. Historisches Portefeuille – Zur Kenntniß der gegenwärtigen und vergangenen Zeit. Mit: Ungedr. biogr. Nachrichten Kön. Preuss. Generalmajor C. C. Fr. von Klitzing. In: 5. Jahrgang, Band 1, Wien / Breslau / Leipzig / Berlin / Hamburg 1786, S. 233. Nachtrag zum Neuen Genealogisches Handbuch enthaltend Geschlechtstabellen. Band 2, Mit: Klitzing. Verlag des adelichen Handbuch-Comptoirs, Frankfurt am Main 1780, S. 151 f.
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Regimentsinhaber der Frühen Neuzeit Kategorie:General der Frühen Neuzeit (Brandenburg-Preußen) Kategorie:Person in den Schlesischen Kriegen (Preußen) Kategorie:Person im Siebenjährigen Krieg (Preußen) Kategorie:Träger des Pour le Mérite (Militärorden) Karl Kuno Ludwig Kategorie:Geboren 1728 Kategorie:Gestorben 1785 Kategorie:Mann