mini|Tina Fey (links) und Amy Poehler, Gastgeberinnen der 70. Golden Globe Awards mini|Das Beverly Hilton Hotel, Veranstaltungsort der Golden-Globe-Verleihung 2013 Die 70. Verleihung der Golden Globe Awards () fand am 13. Januar 2013 im Beverly Hilton Hotel in Beverly Hills, Kalifornien, statt. Die Mitglieder der Hollywood Foreign Press Association (HFPA) stimmten über die besten amerikanischen und ausländischen Film- und Fernsehproduktionen sowie Künstler des Vorjahres ab, die im Rahmen eines Galadiners geehrt wurden. Die Preisverleihung wurde live vom US-amerikanischen Fernsehsender NBC ausgestrahlt. Erfolgreichste Produktionen waren das Filmmusical Les Misérables, die Fernsehserie Homeland und der Fernsehfilm Game Change – Der Sarah-Palin-Effekt mit je drei gewonnenen Auszeichnungen.

Die früheren Komikerinnen von Saturday Night Live und Schauspielerinnen Tina Fey (30 Rock) und Amy Poehler (Parks and Recreation) moderierten die 70. Golden-Globe-Verleihung. bei goldenglobes.org, 16. Oktober 2012 (abgerufen am 15. Dezember 2012). Beide konkurrierten gleichzeitig um den Preis für die beste Hauptdarstellerin in einer Comedy-Serie.

Favoriten Die Nominierungen in den 25 ausgelobten Kategorien wurden am 13. Dezember 2012 bekannt gegeben. bei goldenglobes.org, 13. Dezember 2012 (abgerufen am 15. Dezember 2012). Diese Aufgabe übernahmen die Schauspieler Jessica Alba, Ed Helms sowie Aida Takla O’Reilly, Präsidentin der Hollywood Foreign Press Association. Die Mitglieder der HFPA stimmten daraufhin zwischen dem 24. Dezember 2012 und 9. Januar 2013 über die Gewinner ab, die dann am 13. Januar geehrt wurden. bei goldenglobes.org (abgerufen am 15. Dezember 2012). Erstmals in der Geschichte der Preisverleihung wurden die Golden-Globe-Preisträger nach Veröffentlichung der Oscar-Nominierungen (10. Januar) bekannt gegeben.

In der Sparte Film wurden Spielfilmproduktionen mit einer Länge von mindestens 70 Minuten berücksichtigt, die zwischen Januar und Dezember 2012 mindestens sieben Tage in Los Angeles gezeigt werden mussten, um sich zu qualifizieren. bei goldenglobes.org (abgerufen am 15. Dezember 2012). Als fremdsprachige Spielfilme wurden Produktionen mit mindestens 51 Prozent nicht-englischsprachigen Dialog gezählt, die vom 1. November 2011 bis 31. Dezember 2012 uraufgeführt werden mussten. Gemäß dem aktuellen Regelwerk konnten sich diese nicht in den Kategorien bestes Filmdrama und beste Filmkomödie/Musical qualifizieren. bei goldenglobes.org (abgerufen am 15. Dezember 2012). Die häufigsten Nominierungen in der Sparte Film konnte Steven Spielbergs Historiendrama Lincoln auf sich vereinen, das seine sieben Nominierungen aber nur in einen Sieg (Bester Drama-Hauptdarsteller – Daniel Day-Lewis) umsetzten konnte. Erfolgreichste Filmproduktionen wurde Tom Hoopers Musicalverfilmung Les Misérables, die drei Auszeichnungen erhielt (Bestes Filmmusical, Hauptdarsteller – Hugh Jackman, Nebendarstellerin Anne Hathaway), gefolgt von Ben Afflecks Thriller Argo (Bestes Filmdrama, Regie) und Quentin Tarantinos Westernfilm Django Unchained (Bester Nebendarsteller – Christoph Waltz, Drehbuch) mit je zwei gewonnenen Preisen. Der Österreicher Michael Haneke war mit seinem französischsprachigen Drama Liebe in der Kategorie Bester fremdsprachiger Film erfolgreich. Als beste Filmkomponisten nominiert aber unprämiert blieben Tom Tykwer, Johnny Klimek und Reinhold Heil für Cloud Atlas.

In der Sparte Fernsehen konnten amerikanische Produktionen (Serien, Mehrteiler, Spielfilme) des Kalenderjahres 2012 nominiert werden, die zur Hauptsendezeit (19 bzw. 20 bis 23 Uhr) ausgestrahlt wurden. Ausländische Fernsehprogramme waren nach den geltenden Richtlinien nicht nominierbar, es sei denn, es handelte sich um amerikanische Koproduktionen. bei goldenglobes.org (abgerufen am 15. Dezember 2012). Mit fünf Nominierungen führte der auf HBO ausgestrahlte Spielfilm Game Change – Der Sarah-Palin-Effekt von Jay Roach das Favoritenfeld an und gewann drei Preise (Beste Mini-Serie oder Fernsehfilm, Hauptdarstellerin – Julianne Moore, Nebendarsteller – Ed Harris). Die Produktion hatte bereits bei der Primetime-Emmy-Verleihung 2012 fünf Preise gewonnen. Auf vier Nominierungen und ebenfalls drei Auszeichnungen kam die bereits im letzten Jahr mit dem Golden Globe preisgekrönte Dramaserie Homeland (Beste Drama-Serie, Beste Serien-Hauptdarsteller – Drama – Claire Danes und Damian Lewis).

Bereits als Gewinnerin fest stand die US-amerikanische Schauspielerin Jodie Foster, die den Cecil B. deMille Award für ihr Lebenswerk erhielt. bei goldenglobes.org (abgerufen am 2. November 2012). Foster war in der Vergangenheit zweimal mit dem Preis für die beste Hauptdarstellerin in einem Filmdrama für ihre später Oscar-prämierten Leistungen in Angeklagt (1989) und Das Schweigen der Lämmer (1992) ausgezeichnet worden. Darüber hinaus hatte sie zwischen 1977 und 2012 fünf weitere Nominierungen erhalten.

Als „Miss Golden Globe“ bei der Prämierung der Gewinner assistierte Francesca Eastwood, die Tochter von Clint Eastwood und Frances Fisher. bei goldenglobes.org, 29. November 2012 (abgerufen am 15. Dezember 2012). In diesem Jahr gab es auch einen „Mister Golden Globe“, nämlich Sam Michael Fox, der Sohn von Michael J. Fox und Tracy Pollan.

Preisträger und Nominierte im Bereich Film Statistik(aufgeführt werden Filme mit mehr als einer Nominierung)N=Nominierung(en);S=Sieg(e) Film N S Lincoln 7 1 Argo 5 2 Django Unchained 5 2 Les Misérables 4 3 Silver Linings 4 1 Zero Dark Thirty 4 1 Lachsfischen im Jemen 3 0 Life of Pi: Schiffbruch mit Tiger 3 1 The Master 3 0 Best Exotic Marigold Hotel 2 0 Der Geschmack von Rost und Knochen 2 0 The Sessions – Wenn Worte berühren 2 0

Bester Film – Drama präsentiert von Julia Roberts

Argo – Regie: Ben Affleck Django Unchained – Regie: Quentin Tarantino Life of Pi: Schiffbruch mit Tiger (Life of Pi) – Regie: Ang Lee Lincoln – Regie: Steven Spielberg Zero Dark Thirty – Regie: Kathryn Bigelow

Bester Film – Komödie/Musical präsentiert von Dustin Hoffman

Les Misérables – Regie: Tom Hooper Best Exotic Marigold Hotel (The Best Exotic Marigold Hotel) – Regie: John Madden Lachsfischen im Jemen (Salmon Fishing in the Yemen) – Regie: Lasse Hallström Moonrise Kingdom – Regie: Wes Anderson Silver Linings (Silver Linings Playbook) – Regie: David O. Russell

Beste Regie präsentiert von Halle Berry

Ben Affleck – Argo Kathryn Bigelow – Zero Dark Thirty Ang Lee – Life of Pi: Schiffbruch mit Tiger (Life of Pi) Steven Spielberg – Lincoln Quentin Tarantino – Django Unchained

Bester Hauptdarsteller – Drama präsentiert von George Clooney

Daniel Day-Lewis – Lincoln Richard Gere – Arbitrage John Hawkes – The Sessions – Wenn Worte berühren (The Sessions) Joaquin Phoenix – The Master Denzel Washington – Flight

Beste Hauptdarstellerin – Drama präsentiert von George Clooney

Jessica Chastain – Zero Dark Thirty Marion Cotillard – Der Geschmack von Rost und Knochen (De rouille et d’os) Helen Mirren – Hitchcock Naomi Watts – The Impossible (Lo imposible) Rachel Weisz – The Deep Blue Sea

Bester Hauptdarsteller – Komödie/Musical präsentiert von Jennifer Garner

Hugh Jackman – Les Misérables Jack Black – Bernie – Leichen pflastern seinen Weg (Bernie) Bradley Cooper – Silver Linings (Silver Linings Playbook) Ewan McGregor – Lachsfischen im Jemen (Salmon Fishing in the Yemen) Bill Murray – Hyde Park on Hudson

Beste Hauptdarstellerin – Komödie/Musical präsentiert von Kristen Wiig und Will Ferrell

Jennifer Lawrence – Silver Linings (Silver Linings Playbook) Emily Blunt – Lachsfischen im Jemen (Salmon Fishing in the Yemen) Judi Dench – Best Exotic Marigold Hotel (The Best Exotic Marigold Hotel) Maggie Smith – Quartett (Quartet) Meryl Streep – Wie beim ersten Mal (Hope Springs)

Bester Nebendarsteller präsentiert von Bradley Cooper und Kate Hudson

Christoph Waltz – Django Unchained Alan Arkin – Argo Leonardo DiCaprio – Django Unchained Philip Seymour Hoffman – The Master Tommy Lee Jones – Lincoln

Beste Nebendarstellerin präsentiert von Megan Fox und Jonah Hill

Anne Hathaway – Les Misérables Amy Adams – The Master Sally Field – Lincoln Helen Hunt – The Sessions – Wenn Worte berühren (The Sessions) Nicole Kidman – The Paperboy

Bestes Drehbuch präsentiert von Amanda Seyfried und Robert Pattinson

Quentin Tarantino – Django Unchained Mark Boal – Zero Dark Thirty Tony Kushner – Lincoln David O. Russell – Silver Linings (Silver Linings Playbook) Chris Terrio – Argo

Beste Filmmusik präsentiert von Jennifer Lopez und Jason Statham

Mychael Danna – Life of Pi: Schiffbruch mit Tiger (Life of Pi) Alexandre Desplat – Argo Reinhold Heil, Johnny Klimek, Tom Tykwer – Cloud Atlas Dario Marianelli – Anna Karenina John Williams – Lincoln

Bester Filmsong präsentiert von Jennifer Lopez und Jason Statham

„Skyfall“ aus James Bond 007: Skyfall (Skyfall) – Adele und Paul Epworth „For You“ aus Act of Valor – Monty Powell und Keith Urban „Not Running Anymore“, aus Stand Up Guys – Jon Bon Jovi „Safe & Sound“ aus Die Tribute von Panem – The Hunger Games (The Hunger Games) – Taylor Swift, John Paul White, Joy Williams und T Bone Burnett „Suddenly“ aus Les Misérables – Claude-Michel Schönberg

Bester Animationsfilm präsentiert von Sacha Baron Cohen

Merida – Legende der Highlands (Brave) – Regie: Mark Andrews, Brenda Chapman und Steve Purcell Frankenweenie – Regie: Tim Burton Hotel Transsilvanien (Hotel Transylvania) – Regie: Genndy Tartakovsky Die Hüter des Lichts (Rise of the Guardians) – Regie: Peter Ramsey Ralph reichts (Wreck-It Ralph) – Regie: Rich Moore

Bester fremdsprachiger Film präsentiert von Arnold Schwarzenegger und Sylvester Stallone

Liebe (Amour), Österreich – Regie: Michael Haneke Der Geschmack von Rost und Knochen (De rouille et d’os), Frankreich – Regie: Jacques Audiard Die Königin und der Leibarzt (En kongelig affære), Dänemark – Regie: Nikolaj Arcel Kon-Tiki, Norwegen/Vereinigtes Königreich/Dänemark – Regie: Joachim Rønning und Espen Sandberg Ziemlich beste Freunde (Intouchables), Frankreich – Regie: Olivier Nakache und Éric Toledano

Preisträger und Nominierte im Bereich Fernsehen Statistik(aufgeführt werden Fernsehprogramme mit mehr als einer Nominierung)N=Nominierung;S=Sieg(e) Fernsehprogramm N S Game Change – Der Sarah-Palin-Effekt 5 3 Homeland 4 3 Downton Abbey 3 1 Modern Family 3 0 The Girl 3 0 Girls 2 2 Hatfields & McCoys 2 1 Boardwalk Empire 2 0 Breaking Bad 2 0 Good Wife 2 0 Hemingway & Gellhorn 2 0 Nashville 2 0 New Girl 2 0 Political Animals 2 0 The Big Bang Theory 2 0 30 Rock 2 0

Beste Serie – Drama präsentiert von Salma Hayek und Paul Rudd

Homeland Breaking Bad Boardwalk Empire Downton Abbey The Newsroom

Beste Serien-Hauptdarstellerin – Drama präsentiert von Lea Michele und Nathan Fillion

Claire Danes – Homeland Connie Britton – Nashville Glenn Close – Damages – Im Netz der Macht (Damages) Michelle Dockery – Downton Abbey Julianna Margulies – Good Wife (The Good Wife)

Bester Serien-Hauptdarsteller – Drama präsentiert von Salma Hayek und Paul Rudd

Damian Lewis – Homeland Steve Buscemi – Boardwalk Empire Bryan Cranston – Breaking Bad Jeff Daniels – The Newsroom Jon Hamm – Mad Men

Beste Serie – Komödie oder Musical präsentiert von Jimmy Fallon und Jay Leno

Girls Episodes Modern Family Smash The Big Bang Theory

Beste Serien-Hauptdarstellerin – Komödie oder Musical präsentiert von Aziz Ansari und Jason Bateman

Lena Dunham – Girls Zooey Deschanel – New Girl Julia Louis-Dreyfus – Veep – Die Vizepräsidentin (Veep) Tina Fey – 30 Rock Amy Poehler – Parks and Recreation

Bester Serien-Hauptdarsteller – Komödie oder Musical präsentiert von Lucy Liu und Debra Messing

Don Cheadle – House of Lies Alec Baldwin – 30 Rock Louis C. K. – Louie Matt LeBlanc – Episodes Jim Parsons – The Big Bang Theory

Beste Mini-Serie oder Fernsehfilm präsentiert von Eva Longoria und Don Cheadle