Dr. Feelgood ist eine britische Rockband, die seit 1971 in wechselnden Besetzungen existiert. Es ist eine der wenigen Bands, die im British Blues Boom und in der Punk-Ära gleichermaßen Erfolg hatten. Die vor allem in den 1970er-Jahren aktive Gruppe wurde bekannt durch Songs wie Back in the Night, Roxette und Milk and Alcohol.

Seit 1994 ist kein Gründungsmitglied mehr in der Band.

Geschichte mini|Stencil des Dr.-Feelgood-Maskottchens, wie es von der Band in den 1970er- und 1980er-Jahren verwendet wurde Die 1971 in Canvey Island in der Nähe von Southend, Essex, von Sänger Lee Brilleaux und Gitarrist Wilko Johnson (bürgerlich: John Wilkinson) gegründete Band wurde bald darauf durch Bassist John B. Sparks und Schlagzeuger „The Big Figure“ (bürgerlich: John Martin) ergänzt.

Der Name der Band wurde auf Vorschlag von Sparks dem Song Dr. Feelgood der englischen Band Johnny Kidd & the Pirates entlehnt.Rock Rough Guide (Einheitssachtitel: The Rough guide to rock). Verlag J. B. Metzler, Stuttgart 1998, ISBN 3-476-01542-4, S. 217

Wie viele andere Pub-Rock-Bands, zum Beispiel die ebenfalls aus Southend stammenden Eddie & the Hot Rods, waren Dr. Feelgood hauptsächlich durch ihre Live-Auftritte bekannt. Daneben waren jedoch auch die Alben wie Down by the Jetty und Malpractice sehr beliebt. Den Durchbruch der Band brachte 1976 das Live-Album Stupidity, das auf Platz eins in den englischen Charts landete.

Nach dem nächsten Album, Sneakin’ Suspicion, verließ Wilko Johnson aufgrund interner Differenzen die Gruppe und wurde durch Gypie Mayo (bürgerlich: John Cawthra) ersetzt. Mit Mayo war die Band nicht mehr so erfolgreich wie in früheren Zeiten mit Johnson, dennoch konnte sie 1979 mit Milk and Alcohol noch einen Platz in den Top Ten der Charts erreichen.

Nachdem auch Mayo 1980 die Band verlassen hatte, gaben Dr. Feelgood nicht auf, sondern nahmen mit wechselnden neuen Gitarristen – „Johnny Guitar“, Gordon Russell und Steve Walwyn – weiter Platten auf und gingen auf Tour. 1982 verließen auch Sparks und „The Big Figure“ die Gruppe und wurden durch Phil Mitchell (Bass) und Kevin Morris (Schlagzeug) ersetzt. Am 7. April 1994 starb das letzte verbliebene Gründungsmitglied, Sänger Lee Brilleaux, an Krebs.

Mit Pete Gage (Gesang) und Robert Kane wurden wieder zwei neue Band-Mitglieder aufgenommen. Seit den späten 1990er-Jahren befinden sich Dr. Feelgood (ohne Originalmitglieder) immer wieder auf Tournee. Am 23. Oktober 2013 verstarb der ehemalige Gitarrist Gypie Mayo nach langer Krankheit im Alter von 62 Jahren. , abgerufen am 25. Oktober 2013

Seit 2021 Jahren ist wieder Gordon Russell Gitarrist. Gründungsmitglied Wilko Johnson starb am 21. November 2022 im Alter von 75 Jahren.Wilko Johnson ist tot, abgerufen am 24. November 2022

Besetzung Aktuelle Besetzung

Zeitschiene Besetzung

Rezeption Das schwedische Popduo Roxette benannte sich nach einem Dr.-Feelgood-Titel. Bob Marley erwähnte die Band in seinem Song Punky Reggae Party („The Wailers will be there, The Damned, The Jam, The Clash – Maytals will be there, Dr. Feelgood too“).

Diskografie

Studioalben

Weitere Studioalben 1975: Down by the Jetty 1979: Let It Roll 1980: A Case of the Shakes 1982: Fast Women & Slow Horses 1984: Doctor’s Orders 1985: Mad Man Blues 1986: Brilleaux 1987: Classic 1991: Primo 1993: Feelgood Factor 1996: On the Road Again 2000: Chess Masters 2002: Finely Tuned – The Guitar Album 2003: Speeding Thru Europe 2005: The Complete Stiff Recordings 2006: Repeat Prescription

Livealben

Weitere Livealben 1981: On the Job 1987: Case History: The Best of Dr Feelgood 1990: Live in London 1991: Stupidity Plus (erweiterte Neuauflage) 1994: Down at the Doctor’s 1999: Live at the BBC 1974–75 2001: BBC Sessions 1973–1978 2002: Down at the BBC: In Concert 1977–78

Kompilationen

Weitere Kompilationen 1981: Casebook 1995: Looking Back 1997: 25 Years of Dr. Feelgood 1997: Centenary Collection: (The Best Of Dr Feelgood) 2001: Singled Out: UA/Liberty As, Bs & Rarities 2003: Wolfman Calling – The Blues of Lee Brilleaux 2013: Taking No Prisoners - With Gypie 1977–1981 2015: I’m a Man – The Best of the Wilko Johnson Years 1974–1977

Singles

Weitere Singles 1974: Roxette 1975: She Does It Right 1975: Back in the Night 1976: Riot in Cell Block No. 9 1976: Roxette (Live) 1977: Baby Jane 1980: Hong Kong Money 1980: No Mo Do Yakamo 1980: Jumping from Love to Love 1981: Violent Love 1981: Waiting for Saturday Night 1982: Trying to Live My Life Without You 1983: Crazy About Girls 1984: Dangerous 1984: My Way 1986: Don’t Wait Up 1987: Hunting Shooting Fishing

Videoalben

Literatur Tony Moon: Down By The Jetty. The Dr. Feelgood Story. Northdown Publishing, Bordon, Hants, 1997, First Edition. ISBN 1-900711-01-X. Will Birch: No Sleep Till Canvey Island. The Great Pub Rock Revolution. Virgin Books, London 2000/2003, ISBN 0-7535-0740-4. Bert Muirhead: Stiff. The Story of a Record Label. Poole/Dorset 1983, ISBN 0-7137-1314-3. Roland Jost, Teppo Nättilä, Rauno Mäkinen: From Roxette To Ramona – Dr. Feelgood And Wilko Johnson On Record. ISBN 3-033-00460-1.

Weblinks

drfeelgood.org (englisch, abgerufen am 2. September 2009) Dr. Feelgood – The Archive Umfangreiche Fan-Website (englisch, abgerufen am 2. September 2009) Geschichte und Diskografie von Dr. Feelgood auf der Website rockzirkus.de (abgerufen am 2. Oktober 2009) Dr Feelgood:

Einzelnachweise

Kategorie:Britische Band Kategorie:Rockband