Fariba Vafi (; Faribā Vafī; * 21. Januar 1963 in Täbriz, Provinz Ost-Aserbaidschan, Iran) ist eine iranische Schriftstellerin. Mit ihrer minimalistischen, poetisch reichen Sprache zählt Vafi zu den innovativsten Stimmen der persischen Gegenwartsliteratur.
Leben Fariba Vafi wurde 1963 in Täbris geboren. Ihre Familie gehört zur Volksgruppe der Aserbaidschaner. Bereits in jungen Jahren begann sie zu schreiben, und ihre ersten Kurzgeschichten erschienen in den 1980er-Jahren in Literaturzeitschriften wie Adineh und Donyaye Sokhan.IranKetab – Profil von Fariba VafiKetabrah – Biografie
Bis heute hat sie acht Romane und fünf Erzählbände veröffentlicht. Ihre Bücher erscheinen u. a. bei Nashr Markaz und Nashr-e Cheshmeh.Mein Vogel – Offizielle Seite bei Nashr MarkazDonya-e-Eqtesad – Veröffentlichung von Menschen aus einem früheren Leben (Cheshmeh) Ihre Werke wurden mehr als dreißig Mal nachgedruckt und in zahlreiche Sprachen übersetzt, darunter Italienisch, Spanisch, Englisch, Deutsch (fünf Werke), Französisch, Türkisch, Kurdisch, Armenisch und Norwegisch.Spanische Ausgabe von Mein VogelFranzösische Ausgabe von Mein VogelArmenpress – Armenische Ausgabe von Mein Vogel (Edit Print, 2020)Sujet Verlag – Deutsche Ausgabe von Der Traum von Tibet
Zu Vafis wichtigsten Auszeichnungen gehören der Huschang-Golschiri-Preis, der Yalda-Preis, der Mehregan-Adab-Preis sowie der Literaturpreis von Isfahan. Für ihren Roman Mein Vogel (2002) erhielt sie u. a. den Golschiri- und Yalda-Preis, außerdem wurde das Werk vom Mehregan-Adab-Preis und dem Literaturpreis von Isfahan ausgezeichnet. Der Traum von Tibet (2005) gewann den Golschiri-Preis für den besten Roman und erhielt eine Anerkennung des Mehregan-Adab-Preises.Parsagon – Liste der Golschiri-PreisträgerKafebook – Einführung und Auszeichnungen zu Der Traum von Tibet
Die Kurzgeschichtensammlung Ohne Wind, ohne Ruder gewann den ersten Ahmad-Mahmoud-Preis.Honaronline – Gewinner des Ahmad-Mahmoud-Preises
Für ihren Roman Tarlan (2003) erhielt Vafi 2017 den LiBeraturpreis auf der Frankfurter Buchmesse.Tehran Times – LiBeraturpreis für Tarlan
Sie ist Mitglied des Verbandes iranischer Schriftsteller sowie des PEN-Zentrums Deutschland.PEN Zentrum Deutschland – Mitgliederliste 2020 erhielt sie das DAAD Artists-in-Berlin-Stipendium und lebt seither in Berlin.DAAD – Offizielle Seite von Fariba Vafi
Auszeichnungen 2017: LiBeraturpreis für Tarlan.Und dann ein neuer Horizont in FAZ vom 14. Oktober 2017, Seite 44
Veröffentlichungen 1986: Dar Omq-e-sahneh (In der Tiefe der Bühne), Kurzgeschichten, Cheshmeh Publishers 1999: Hatta Vaqti Mikhandidim (Sogar als wir lachten), Kurzgeschichten 2002: Parande-ye-man (Mein Vogel), Roman 2012: Kellervogel, aus dem Persischen von Parwin Abkai. Mit einem Nachwort von SAID. Rotbuch Verlag, Berlin, ISBN 978-3-86789-167-7Kanada ist auch nur ein Traum in der FAZ vom 22. November 2012, S. 28 2006: Tarlan, Roman 2015: Tarlan, aus dem Persischen übersetzt von Jutta Himmelreich. Sujet Verlag, Bremen. ISBN 978-3-944201-55-9 2007: Rowya-ye-Tabbat (Traum von Tibet), Roman 2018: Der Traum von Tibet, aus dem Persischen übersetzt von Jutta Himmelreich. Sujet Verlag, Bremen 2008: Razi dar Kucheha (Ein Geheimnis der Straße), Roman 2011: Französische Ausgabe: Un secret de rue. Zulma, Paris, ISBN 978-2-84304-530-1 2009: Dar Rahe Vila (Auf dem Weg zur Villa), Kurzgeschichten 2011: Hame-ye Ofoq (Der gesamte Horizont), Kurzgeschichten 2012: Mah Kamel Mishavad (Der Mond nimmt zu), Roman 2014: Baad az Payan (Nach dem Ende), Roman 2016: Bi Baad Bi Parou (Ohne Wind, ohne Ruder), Kurzgeschichten 2020: Rooz-e Digare Shoura (Ein weiterer Tag für Shoura), Roman 2025: Adamhā-ye Zendegi-ye Qabli (Menschen aus einem früheren Leben), Roman
Weblinks Biografie und Foto der Autorin Website (englisch)
Einzelnachweise
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