Jagaricin ist ein Lipopeptid mit antimykotischen Eigenschaften, das am Infektionsprozess der Nassfäule beteiligt ist. Es wird vom Nassfäule-Bakterium Janthinobacterium agaricidamnosum gebildet. Reines Jagaricin verursacht bei Pilzen Nassfäule, während Bakterien, denen die jag-Gene zur Produktion des Peptids fehlen, keine Fäule hervorrufen können.Jagaricin als Leitsubstanz in der Antimykotikum-Entwicklung. Vom fauligen Pilz zum Therapeutikum? Portal für Organische Chemie, 13. Januar 2013.
Das Peptid könnte als neuer Wirkstoff bei Pilzinfektionen eingesetzt werden; in ersten Tests als Antimykotikum zeigte Jagaricin eine sehr gute Wirksamkeit gegen pathogene Pilze und eine geringe Zellgiftigkeit.Matthias Brock: Mikroorganismus in den Schlagzeilen: Bakterien bringen Pilzen das Schimmeln bei. In: BIOspektrum. 02.13, S. 170.
Literatur
Weblinks A schematic showing the procedure for identifying jagaricin using imaging mass spectrometry. In: Nature Chemistry. Band 5, 2013, S. 155–157, doi:10.1038/nchem.1583
Einzelnachweise
Kategorie:Antimykotikum Kategorie:Makrolid Kategorie:Propansäureester Kategorie:Dien Kategorie:Imidazol Kategorie:Cyclopeptid Kategorie:Phenol Kategorie:Triol