mini|Carl Kleineidam Carl Kleineidam, auch Karl Kleineidam, (* 3. April 1848 in Hohengiersdorf,Hohengiersdorf 1872 umbenannt in Giersdorf: ; seit 1945 Gałązczyce Landkreis Grottkau; † 11. Juni 1924 in Giersdorf) war Fürstbischöflicher Delegat für Brandenburg und Pommern und Propst der St.-Hedwigs-Kirche in Berlin.
Leben Kleineidam war 1870 Soldat im Deutsch-Französischen Krieg.Karl Kleineidam. In: Kritische Online-Edition der Nuntiaturberichte Eugenio Pacellis von 1917 bis 1929, Stand: 17. Juni 2011. Er empfing am 17. April 1874 in Breslau die Priesterweihe. Während des Kulturkampfes war er von 1875 bis 1884 im britischen Bistum Clifton tätig. 1884 wurde er Religionslehrer in Freiwaldau (heute: Gozdnica). 1887 übernahm er die Pfarrstelle an der Herz-Jesu-Kirche in Charlottenburg. 1899 wechselte er als Erzpriester nach Naumburg am Queis (heute: Nowogrodziec).Gabriel Adriányi, Reimund Haas, Karl Josef Rivinius, Hermann-Josef Scheidgen: Im Gedächtnis der Kirche neu erwachen: Studien zur Geschichte des Christentums in Mittel- und Osteuropa : Festgabe für Gabriel Adriányi zum 65. Geburtstag, Böhlau Verlag Köln Weimar, 2000, Seite 355
Am 30. Mai 1905 erfolgte die Ernennung zum Propst der St.-Hedwigs-Kirche in Berlin und 1906 die Ernennung zum Fürstbischöflichen Delegaten für Brandenburg und Pommern sowie die Ernennung zum Ehrendomherrn des Breslauer Doms. 1920 wurde er durch Papst Benedikt XV. zum Apostolischen Protonotar ernannt. Zusammen mit dem Breslauer Weihbischof Karl Augustin erhielt er die Ehrendoktorwürde der Schlesischen Friedrich-Wilhelms-Universität zu Breslau.Jahrbuch der Schlesischen Friedrich-Wilhelms-Universität zu Breslau, Bände 13–14, Holzner-Verlag 1968, Seite 272 1920 ging er in den Ruhestand.Erwin Gatz (Hrsg.): Die Bischöfe der deutschsprachigen Länder 1785/1803 bis 1945. Ein biographisches Lexikon. Duncker & Humblot, Berlin 1983, ISBN 3-428-05447-4, S. 387.
Kleineidam weihte unter anderem die Kirche St. Antonius von Padua in Oberschöneweide, die Pfarrkirche zur Heiligen Familie in Rüdersdorf, St. Elisabeth in Schöneberg, die Herz-Jesu-Kirche in Bernau und St. Maria Meeresstern in Werder. Am 12. März 1914 zelebrierte er das Requiem für Kardinal Georg von Kopp in der St.-Hedwigs-Kathedrale in Berlin.Westfälisches Volksblatt Nr. 70, 13. März 1914, S. 2.
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Einzelnachweise
Kategorie:Person (Schlesien) Kategorie:Domherr (Breslau) Kategorie:Fürstbischöflicher Delegat für Brandenburg und Pommern Kategorie:Römisch-katholischer Geistlicher (19. Jahrhundert) Kategorie:Römisch-katholischer Geistlicher (20. Jahrhundert) Kategorie:Ehrendoktor der Universität Breslau Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1848 Kategorie:Gestorben 1924 Kategorie:Mann