Das Stadtdekanat Salzburg ist ein Dekanat der römisch-katholischen Erzdiözese Salzburg.
Es umfasst 24 Pfarren im Bereich der Stadt Salzburg.
Geschichte Metropolitankonsistorium Salzburg Ursprünglich, zur Zeit des auch weltlichen Fürsterzbistums (Erzstifts) Salzburg gehörten zum unmittelbaren Metropolitankonsistorium Salzburg im Besonderen das Domkapitel mit dem Erzabtei Stift St. Peter, die Pfarre Mülln (Mühlen, den Benediktinern zu Michaelbeuern unterstellt), und die Kuratien Gnigl und Nonntal mitsamt dem ganzen Säkular- und Regularklerus der Stadt und etlichen weiteren Institutionen, sowie die Pfarre Bergheim mit dem – wirtschaftspolitisch bedeutenden – Wallfahrtsort Maria Plain und dem Vikariat Anthering. Metropolitankonsistorium zusammen mit den – im heutigen Erzbistum (also Land Salzburg und östliches Nordtirol), Osttirol, und angrenzendem Bayern – umliegenden Dekanaten bildeten das Generalvikariat Salzburg, die Besitzungen der Fürsterzbischöfe in Kärnten, der Steiermark und andernorts bildeten jeweils eigene Verwaltungssprengel.eine detaillierte Ausstellung kurz vor Ende des Erzstifts gibt:
Historisches Stadtdekanat Salzburg Nach der Aufhebung des Fürsterzbistums – dieses hatte sich 1803 in den Napoleonischen Kriegen freiwillig dem Kaisertum Österreich unterstellt – und der Angliederung des Salzburgkreises an Österreich ob der Enns nach 1816 wurde ein Dekanat für die Stadt errichtet. Dieses umfasste (1854) Dompfarre zu den heil. Rupert und Virgil, Festungskaplanei zum heil. Georg (Franziskaner), St. Andrä-Stadtpfarre, Bürgerspital-Pfarre zum heil. Blasius (mit dem Benefizium zum heil. Markus in der Ursulinerkirche), die Pfarre U. L. Frau zu Mülln, die Kuratie Mühlegg, im St. Johannes-Kranken-Spitale und die Pfarren Nonnthal, zum heil. Erhard und Morzg, zum heil. Vitus.
Die Kuratie, später Pfarre Gnigl mit der Kuratie Aigen gehörte zum Dekanat Bergheim, Liefering als Filiale zu Siezenheim, Hellbrunn zu Anif (unterstand St. Peter), Söllheim zum Vikariat Hallwang von Bergheim, alle im selben Dekanat, der Rest des heutigen Stadtgebiets verteilte sich auf die Zuständigkeiten der Stadtpfarren, hauptsächlich Mülln für den Nordwesten, und Nonntal für den Süden, Aigen und Gnigl unterstanden aber dem Dom.Aufstellung beispielsweise in:
Im Laufe des Wachstums der Stadt (1780 hatte das Stadtgericht etwa 16.000, um 1850 die Stadt etwa 25.000, 1951 100.000 Einwohner) wuchs auch die Anzahl der Pfarren dieses Stadtdekanats, und letztendlich wurden Februar 1953 die vier Pfarren Aigen, Liefering, Leopoldskron und Morzg aus dem Bergheimer Dekanat (letztere beide zwischenzeitlich dorthin gekommen) angegliedert. Zu dieser Zeit hatte das Salzburger Stadtdekanat 14 Pfarreien.Angabe nach , dort ohne nähere Quellenangabe
Die vier Dekanate der Stadt 1979–2011 1979 wurde das Stadtgebiet in vier Dekanate gegliedert. Diese bildeten sich zuletzt aus 25 Pfarren: Dekanat Salzburg-Süd: mit Salzburg-Dompfarre, Salzburg-Gneis, Salzburg-Herrnau, Salzburg-Morzg, Salzburg-Nonntal, Salzburg-St. Blasius, Salzburg-Universitätspfarre (7 Pfarren) Dekanat Salzburg-Ost: mit Elsbethen, Salzburg-Aigen, Salzburg-Gnigl, Salzburg-Itzling, Salzburg-Parsch, Salzburg-St. Andrä, Salzburg-St. Elisabeth, Salzburg-St. Severin (8 Pfarren) Dekanat Salzburg-West: mit Salzburg-Leopoldskron-Moos, Salzburg-Maxglan, Salzburg-St. Paul, Salzburg-St. Vitalis, Salzburg-Taxham (5 Pfarren) Dekanat Salzburg-Nord: mit Salzburg-Lehen, Salzburg-Liefering, Salzburg-Mülln, Salzburg-St. Johannes am Landeskrankenhaus, Salzburg-St. Martin (5 Pfarren)
Stadtdekanat Salzburg 2011 Anlässlich der diözesenweiten Einführung von Pfarrverbänden, auch für die Stadt,Dekret vom 8. Dezember 2008, Rechtswirksamkeit vom 1. Jänner 2009; die Stadt war bis 2011 davon ausgenommen wurden mit Rechtswirksamkeit vom 14. April 2011 die vier Dekanate aufgehoben, und wieder ein Stadtdekanat Salzburg errichtet. (PDF) kirchen.net; Verordnungsblatt der Erzdiözese Salzburg (VOBL) Nr. 4, April 2011, S. 40 Gleichzeitig wurden 6 Pfarrverbände eingerichtet.VO 32/2011 Stadt Salzburg: Dekret zur Einteilung in Pfarrverbände. VOBL Nr. 4, April 2011, S. 40 ff
Parallel wurde die Stadtpfarre Salzburg-St. Vitalis (Maxglan-West und Wals-Viehhausen) aus dem Verband der Stadt aus- und dem Dekanat Bergheim und Pfarrverband Großgmain–Wals–Walserfeld–Siezenheim angegliedert.VO 33/2011 Salzburg-St. Vitalis: neue Zuordnung zu Dekanat und Pfarrverband. VOBL Nr. 4, April 2011, S. 42 f
Umfang und Organisation Das Dekanat entspricht nicht dem Stadtgebiet, allerorten bestehen Abweichungen zur Bezirksgrenze zu Salzburg-Umgebung: Im Nord- und Südosten greift es weit darüber hinaus, insbesondere gehört noch die Gemeinde Elsbethen im Südosten und die halbe Gemeinde Koppl im Osten dazu. Im Westen erstreckt es sich seit der Ausgliederung von St. Vitals nicht ganz an die Stadtgrenze bei Wals (Gemeinde Wals-Siezenheim). Im Norden gehören Itzling Nord und Kasern zu Bergheim, Bergsam zu Hallwang. Im Süden gehört ganz Hellbrunn zu Anif und kleinere Gebiete zu Grödig.
Die Pfarren bilden 6 Pfarrverbände: Salzburg-Dompfarre – Salzburg-St. Blasius (Altstadt) Salzburg-Itzling – Salzburg-St. Andrä – Salzburg-St. Elisabeth – Salzburg-St. Severin (Nordosten der Stadt) Elsbethen – Salzburg-Aigen – Salzburg-Gnigl – Salzburg-Parsch (Südosten der Stadt) Salzburg-Gneis – Salzburg-Herrnau – Salzburg-Morzg – Salzburg-Nonntal (Süden der Stadt) Salzburg-Leopoldskron-Moos – Salzburg-Maxglan – Salzburg-St. Paul – Salzburg-Taxham (Westen der Stadt) Salzburg-Lehen – Salzburg-Liefering – Salzburg-Mülln – Salzburg-St. Martin (Nordwesten der Stadt) Die Universitäts- und die Johannesspital-Pfarre gehören keinem Verband an. Integriert sind aber diverse andere Pfarren, etwa die Kroatische katholische Pfarrgemeinde (Personalpfarre für die ganze Diözese) beim Pfarrverband 2.
Dekan ist derzeit Balthasar Sieberer, Dompfarrer zu St. Rupert und Virgil.
Nachbardekanate
Liste der Pfarren mit Kirchen, Kapellen, Seelsorgestellen und Ordensniederlassungen
Pf. … Pfarre, Org. … Sonstige Organisation Sitz … Stadtteil, Gemeinde Ust. … Unterstellung, Ink. … Inkorporation PV … Pfarrverband Seit: gen. … erstgenannt, err. … errichtet, gew. … eingeweiht K. … Katholiken (gerundet auf 50er) Patr. … Patrozinium; Kirchw. … Kirchweihtag Spalte Kirchen: Sortierbar nach Rang der Kirche Spalte Bild: Sortierbar nach heutigem Erscheinungsbild der Pfarrkirche (Liste bezüglich der Kirchen und Kapellen lückenhaft)
Pf./Org. Sitz Ink./ Ust./ Betr. PV Seit K. Patr. Kirchen, Seelsorgestellen, Ordensniederlassungen Bild Pfarre Elsbethen ElsbethenVon der Gemeinde Elsbethen gehören die Ortschaften Glasenbach, Vorderfager, Oberwinkl und Hinterwinkl zur Pfarre Aigen 3 1953 (Ki gen. 1373) 2100 Hl. Elisabeth (v.Th.) (19. November) Pfarrkirche zur Heiligen Elisabeth Kapellen: Erentrudisalm (Stift Nonnberg); Militärkirche zum Hl. Rupert in der Rainerkaserne; Schlosskapelle zum Hlst. Herzen Jesu in Goldenstein; Kapelle zur Hl. Elisabeth im Seniorenwohnheim Ordensniederlassung: Kloster Goldenstein d. Augustiner Chorfrauen OSA 150x90px|zentriert Rektorat an der St.-Markuskirche Altstadt Diözese (v.d. Ursulinen, 1999 d. Ukr. griech.-kath. Gemeinde z. Vfg. gst.) – 1957 (Ki 1616–18, neu 1699–1705) (166 Fam.)Pfarre Salzburg: Ukrainische Katholiken im Bundesland Salzburg Hl. Markus (25. April) Markuskirche (ehem. Ursulinenkirche, heute Zentralkirche d. Ukr. griech.-kath. Seelsorgestelle Westösterreich) 150x90px|zentriert Pfarre Salzburg-AigenPfarre Salzburg-Aigen, auf kirchen.net (Diözese Salzburg) Aigen 3 1852 (Ki. gen. 1411, 1699 mit Gnigl Kuratie) 5800 Hl. Johannes d.T. (24. Juni) Pfarrkirche Aigen Kirche: Fatimakirche Glasenbach; Klosterkirche der Ursulinen Kapelle: Hauskapelle im Priesterheim St. Rupertus; Hauskapelle im Kolleg St. Josef Ordensniederlassungen: Missionare vom Kostbaren Blut CPPS; Konvent der Ursulinen Salzburg OSU 150x90px|zentriert Pfarre Salzburg-Dompfarre Altstadt 1 1224 (1. Ki. gew. 774) 900 Hll. Rupert und Virgil (24. September, beide) Kathedrale und Stadtpfarrkirche Dom zu Salzburg 150x90px|zentriert Pfarre Salzburg-Gneis Gneis 4 1967 2800 Hl. Johannes Capistranus (23. Oktober) Pfarrkirche Gneis Messkapelle: Werktagskapelle 150x90px|zentriert Pfarre Salzburg-GniglPfarre Salzburg-Gnigl GniglPfarrgebiet: Stadtteil Gnigl, Ortschaft Heuberg der Gemeinde Koppl 3 1857 (1. Kap. gen. 1585, 1699 mit Aigen Kuratie) 2350 Mariä Himmelfahrt und Hl. Michael (15. August / 29. September) Pfarrkirche Gnigl Messkapellen: Luggaukapelle; Lanzingkapelle; Gswandtbauernkapelle; Hütteikapelle; Hl. Kreuz-Kapelle 150x90px|zentriert Pfarre Salzburg-Herrnau Salzburg-Süd, Herrnau 4 1961 4200 Hl. Erentrudis (30. Juni) Gottessiedlung zur hl. Erentrudis mit Pfarrkirche hl. Erentrudis, Pfarrhof, Kindergarten und Kloster mit Klosterkapelle der Eucharistieschwestern pfarre-herrnau.at; Messkapelle: Kapelle im Studentenheim Internationales Kolleg 150x90px|zentriert Pfarre Salzburg-ItzlingPfarre Salzburg-Itzling Itzling 2 1912 (Ki. err. 1901) 4050 Hl. Antonius v.Pd. (13. Juni) Pfarrkirche Itzling 150x90px|zentriert Pfarre Salzburg-LehenPfarre Salzburg-Lehen;, pallottiner.org Lehen Pallottiner (im Johannes-Schlößl – SAC, betr.)seit Februar 1947, vorher Benediktiner von Mülln 6 1965 (Ki. gew. 1964, Notki. 1946)adaptierte Baracke, Notkirche zu Ehren des Hl. Josef in der Fasaneriestraße, eingeweiht 31. März 1946 3850 Hl. Vinzenz Pallotti (22. Januar) Pfarrkirche LehenUnsere Kirche. pfarre-lehen.at; 150x90px|zentriert Pfarre Salzburg-Leopoldskron-MoosPfarre Salzburg-Leopoldskron–Moos Leopoldskroner Moos 5 1857 (Ki. gew. 1858) 2350 Maria Hilf (24. Mai) Pfarrkirche Leopoldskron-MoosUnsere Kirche: Geschichte. pfarre-leopoldskron-moos.net 150x90px|zentriert Pfarre Salzburg-Liefering Liefering 6 1940 (alte Pfk. gen. 790) 3200 Hll. Petrus und Paulus (29. Juni) Alte Lieferinger Pfarrkirche 150x90px|zentriert Pfarre Salzburg-MaxglanPfarre Salzburg-Maxglan Maxglan (1835–2008 Michaelbeuern OSB ust.) 5 1907 (Ki. gen. 1323) 5200 Hl. Maximilian (12. Oktober) Pfarrkirche MaxglanÜber die Kirche. pfarre-maxglan.at; Kirche: Klosterkirche Herz Jesu (Schlosskirche Schönleiten) Kapellen: Hauskapelle der Herz-Jesu Missionare, Schülerkapelle im Herz-Jesu Gymnasium 150x90px|zentriert Pfarre Salzburg-MorzgPfarre Salzburg-Morzg Morzg 4 1911 (Ki. gen. u. err. 1139) 1350 Hl. Vitus (15. Juni) Pfarrkirche Morzg, kirchen.net (pdf; 693 kB);Das christliche Morzg und seine Kirche. morzg.at; Kapelle: Hauskapelle Emsburg Ordensniederlassung: Mutterhaus u. Generalrat d. Halleiner Schwestern Franziskanerinnen HSF (Emsburg – bis 2012, dann →Oberalm)150x90px|zentriert Pfarre Salzburg-MüllnPfarre Salzburg-Mülln Mülln Abtei Michaelbeuern (OSB, ink.) 6 1461 (1. Kap. gen. 1148, Pfk. erb. 1439) 2650 Mariä Himmelfahrt (15. August) Pfarrkirche U.L.F. Mariae Himmelfahrt (Augustinerkirche) Kirchen: Herz-Jesu-Asylkirche, Leprosenhauskirche Salzburg-Mülln, Mutterhauskirche. Kapellen: Johanniskapelle im Pallottinerschlössl, Kapelle am Mönchstein 150x90px|zentriert Pfarre Salzburg-Nonntal Nonntal 4 1853 (1. Pfk. gen. 1404, Stift gegr. 712) 2800 Hl. Erhard (8. Januar) Pfarrkirche Nonntal (Erhardkirche) Kirchen: Stiftskirche Nonnberg, Klosterkirche d. Guten Hirtinnen, Kirche im Altersheim Karl Höller Straße Kapellen, Messkapellen: Anna-Krankenkapelle (Hauskapelle) d. Guten Hirtinnen; Johanneskapelle im Frauenstift; Josefskapelle beim Kasererhof; Schlosskapelle Leopoldskron; Schlosskapelle Neudegg; Hauskapelle Schwestern vom Hl. Kreuz Ordensniederlassungen: Schwestern v. Guten Hirten im Kloster St. Josef RGS; Schwestern v. Heiligen Kreuz im Pfarrkindergarten St. Erhard;