mini|hochkant|Reinhard Spieler bei Ein Nachmittag zu Ehren von Timm Ulrichs (2026) mini|Reinhard Spieler und Assunta Verrone beim Festival der Philosophie 2016 im Sprengel Museum Hannover Reinhard Spieler (* 1964 in Rotenburg an der Fulda) ist ein deutscher Kunsthistoriker und seit 2014 in der Nachfolge von Ulrich Krempel Direktor des Sprengel Museums in Hannover., abgerufen am 28. Mai 2013. Zuvor war er seit 2007 Direktor des Wilhelm-Hack-Museums in Ludwigshafen am Rhein.
Leben mini|Von Reinhard Spieler und anderen gezeichneter Offener Brief zur Bewerbung Hannovers als Europäische Kulturhauptstadt
Reinhard Spieler studierte Kunstgeschichte, Klassische Archäologie und Neuere deutsche Literatur in München, Berlin und Paris und wurde 1997 bei Uwe M. Schneede mit einer Arbeit über die Triptychen von Max Beckmann promoviert. 1997/98 absolvierte er ein wissenschaftliches Volontariat an der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen (Düsseldorf) und war im Anschluss dort bis 2000 als wissenschaftlicher Mitarbeiter beschäftigt. 2002 wechselte als Gründungsdirektor an das Museum Franz Gertsch im schweizerischen Burgdorf bei Bern. Dort organisierte er neben einer großen Franz-Gertsch-Retrospektive Ausstellungen zu Gerhard Richter und Lucio Fontana sowie zahlreiche Themenausstellungen. 2007 übernahm er die Leitung des Wilhelm-Hack-Museums in Ludwigshafen am Rhein, das er nach einer umfangreichen Sanierung 2009 mit der Ausstellung „alles“ – einer Präsentation der kompletten Sammlung mit knapp 10.000 Werken, gezeigt ohne jede Ordnung in Petersburger Hängung – wiedereröffnete.
Neben seiner Museums- und Ausstellungstätigkeit hat er Lehraufträge an der Kunstakademie Düsseldorf sowie an den Universitäten Düsseldorf, Bern und Heidelberg wahrgenommen. Seine Interessens- und Forschungsschwerpunkte betreffen zum einen die Klassische Moderne und da vor allem Max Beckmann, über den er zahlreiche Bücher und Texte verfasst hat – so bspw. „Max Beckmann. Bildwelt und Weltbild in den Triptychen“, 1998 und „Max Beckmann. Der Weg zum Mythos“, 1994 – zum anderen die zeitgenössische Kunst in allen Medien und Erscheinungsformen.Zitiert nach: goethe.de
Seit Mai 2018 ist Reinhard Spieler Mitglied im Vorstand des Deutschen Museumsbundes und vertritt dort die Interessen der Kunstmuseen in Deutschland.
Ausstellungen (Auswahl) 2025/2026: Niki. Kusama, Murakami, Love you for infinity mit Stefan Gronert, Sprengel Museum Hannover 2024: Pablo Picasso I Max Beckmann. Mensch - Mythos - Welt, mit Alexander Leinemann, Sprengel Museum Hannover 2022: Dirk Dietrich Hennig: Die Sammlung Rudolf, mit Dirk Dietrich Hennig, Sprengel Museum Hannover 2020/2021: M + M Driven by distraction, Sprengel Museum Hannover 2020: Albert Oehlen – Carroll Dunham. Bäume/Trees, Sprengel Museum Hannover 2019: Elementarteile. Grundbausteine des Sprengel Museum Hannover und seiner Kunst, Sprengel Museum Hannover 2019: Alice Aycock, Sprengel Museum Hannover 2018: Florentina Pakosta, Sprengel Museum Hannover 2016: Julian Rosefeldt: Manifesto, Sprengel Museum Hannover 2015: Zehn Räume, drei Loggien und ein Saal, Sprengel Museum Hannover 2012/2013: Schwestern der Revolution – Künstlerinnen der Russischen Avantgarde, Wilhelm-Hack-Museum, Ludwigshafen am Rhein 2011/2012: I love ALDI. Das Prinzip Discount, Wilhelm-Hack-Museum, Ludwigshafen am Rhein 2010: Tatjana Doll. Toxic Chemicals, Wilhelm-Hack-Museum, Ludwigshafen am Rhein 2009/2010Gegen jede Vernunft. Surrealismus Paris – Prag, Wilhelm-Hack-Museum, Ludwigshafen am Rhein und Kunstverein Ludwigshafen 2009: Anton Henning. Antonym. Malerei, Zeichnung und Skulptur 1990–2008, Wilhelm-Hack-Museum, Ludwigshafen am Rhein und Kunsthalle Mannheim 2009: Alles. 9236 Werke, Wilhelm-Hack-Museum, Ludwigshafen am Rhein 2006: The Sublime is Now! Das Erhabene in der zeitgenössischen Kunst, Museum Franz Gertsch, Burgdorf 2006 2007: Franz Gertsch. Die Retrospektive, Museum Franz Gertsch, Burgdorf und Kunstmuseum Bern, Bern 2005; Ludwig Forum für Internationale Kunst, Aachen 2006; Kunsthalle Tübingen, Tübingen 2006; Albertina (Wien), Wien und MUMOK, Wien 2007 2005: Gerhard Richter – Ohne Farbe, Museum Franz Gertsch, Burgdorf 2004: True lies. Lügen und andere Wahrheiten in der zeitgenössischen Fotografie, Museum Franz Gertsch, Burgdorf 2004 (mit Maurizio Cattelan, Sophie Calle, Taryn Simon, Lois Renner, Slawomir Elsner, Filipa César u. a.) 2001: Personal Light. 10 Lichtkunstpositionen, Kunsthaus Hamburg 2000: Ich ist etwas Anderes. Kunst am Ende des 20. Jahrhunderts. Kunstsammlung NRW/K20, Düsseldorf (mit Armin Zweite und Doris Krystof) 1999: News., Video- und Audioinstallation von Julian Rosefeldt und Piero Steinle, Kunstsammlung NRW, Düsseldorf 1998; Galerie für zeitgenössischen Kunst Leipzig und ZKM Karlsruhe
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Einzelnachweise
Kategorie:Kunsthistoriker Kategorie:Museumsleiter (Deutschland) Kategorie:Wissenschaftlicher Mitarbeiter des Sprengel Museums Hannover Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1964 Kategorie:Mann