Dieser Teil der Liste beschreibt die Objekte außerhalb des Hauptortes.
Ensembles
Ensemble Hauptstraße Rezatstraße Dettenheim mini|Dettenheim Das Ensemble umfasst den Zug der west-ostwärts gerichteten, leicht ansteigenden Dorfstraße (heute Rezat- und Hauptstraße), einer planmäßig angelegten, erstmals 914 urkundlich bezeugten Siedlung entlang des ehem. Bachangers der in der Nähe entspringenden Schwäbischen Rezat (seit 1962 verrohrt). Die Anlage quert rechtwinklig die römische Heer- und Handelsstraße Augsburg-Nürnberg.
Die Bebauung beidseits des Angers weist überwiegend Bauernanwesen in Jura-Bauweise auf: die Höfe stammen meist aus dem späteren 18. und der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, sind hakenförmig angeordnet und die Wohnstallhäuser giebelständig zur Straße ausgerichtet. Es handelt sich um verputzte Bruchsteinbauten, erdgeschossig mit Kniestock oder zweigeschossig, die flachen Satteldächer nur noch vereinzelt mit Kalkplatten belegt.
An der Kreuzung mit der Augsburg-Nürnberger Straße erheben sich die auf das Mittelalter zurückgehende evangelisch-lutherische Pfarrkirche St. Nikolaus, der ehemalige Freihof und ein großer Brauereigasthof, letztere gleichfalls in Jura-Bauweise. Dagegen ist an den beiden Enden der Dorfstraße eine Abstufung der Bebauung bis zum Kleinhaus zu beobachten.
Aktennummer: E-5-77-177-2.
Ensemble Ortskern Kattenhochstatt Das Ensemble umfasst die Hauptstraße des regelmäßig angelegten, west-östlich gerichteten Straßendorfes, darüber hinaus zwei im Bereich der Kirche südwärts weisende, untereinander verbundene Nebenachsen. Die Dorfanlage ist mittelalterlich.
Die Bebauung der Hauptstraße wird von giebelständigen Bauernhäusern, meist zweigeschossigen verputzten Satteldachbauten bestimmt, denen sich dreiseitige und hakenförmige Höfe zuordnen. Der Straßenzug wird beherrscht von der klassizistischen Anlage des Pfarrhofes, die gotisch-neugotische Kirche St. Magnus ist dagegen südlich zurückgesetzt. Die äußere Querachse im Westen wird durch stattliche Dreiseit-Hofanlagen des 18./19. Jahrhunderts eingefasst, die innere Querachse und die Verbindungsgasse werden durch niedrigere bäuerliche Bebauung bestimmt und durch die Kirche beherrscht.
Aktennummer: E-5-77-177-5.
Ensemble Weiler Heuberg Zwischen 1270 und 1300 wurde Heuberg als Nachfolgesiedlung des zerstörten Weilers Noradenberg von den Marschällen von Pappenheim angelegt, vermutlich ebenso wie deren Neugründungen Geislohe, Göhren, Neudorf und Osterdorf durch einen Reutmeister. Im 15. Jahrhundert verkauften die Marschälle Heuberg, 1591 kam es an die Stadt Weißenburg, in deren Besitz es bis 1802 blieb.
In Ost-West-Erstreckung auf der hier fast ebenen Albhochfläche waren acht Urlehen beiderseits der zu einem schmalen Anger ausgeweiteten Straße angeordnet, die Ortsmitte wurde durch ein Gemeindehirtenhaus und den Dorfweiher betont. Das ursprüngliche systematische Anlageschema mit geradlinig begrenztem Dorfetter und drei Plangewannfluren samt Hauptwegenetz ist heute noch deutlich erhalten. Dem mittelalterlichen Grundriss folgen die zu beiden Seiten der Straße gereihten giebelständigen Wohnstallbauten des 18.–20. Jahrhunderts mit querstehenden Scheunen; die älteren Höfe noch in Jura-Bauweise, meist eingeschossig mit Kniestock, einige noch mit Legschieferdächern. Etwa in Angermitte ist die Eingrenzung des ehemaligen Dorfweihers erhalten, daneben die Zehentscheune mit Hirtenhaus von 1803 ist durch Traufseitstellung als Gemeindebau hervorgehoben. Nur wenige neue Lehen wurden der Uranlage angegliedert und diese kaum verändert.
Als einziges Hofgrundstück weicht die südöstlich ergänzte Sölde vom rechteckig geschlossenen Umriss des Dorfetters ab. Das einheitliche Anlageschema wird durch die Bebauung des nordöstlichsten Grundstückes mit einem traufseitigen Bungalow (Haus Nummer 9 b) gestört, ebenso die Erscheinung des Dorfrandes durch hohe Getreidesilos innerhalb des Etters.
Heuberg ist aber in seiner Gesamtheit Zeugnis der planvollen Gründung des 13. Jahrhunderts und durch die im Wesentlichen erhaltene Begrenzung der Hausgärten gegen die Feldflur zu einem charakteristischen Ensemble zusammengeschlossen.
Aktennummer: E-5-77-177-3.
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