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Die Wolf, auch Wolfach, ist ein rechter Nebenfluss der Kinzig im Schwarzwald.

Geographie Verlauf Die Wolf entspringt in über Höhe im Nordschwarzwald nahe der Alexanderschanze auf der waldreichen Buntsandsteinfläche des Kniebis. Sie fließt zunächst in südöstlicher Richtung bis nach Bad Rippoldsau, das schon zum Mittleren Schwarzwald gerechnet wird, nimmt dann bis Oberwolfach eine südwestliche Richtung, um schließlich die letzten der insgesamt 31 km ihres Laufes südwärts bis zur Mündung in die Kinzig in der Stadt Wolfach zurückzulegen.

Einzugsgebiet Die Wolf entwässert ein zentral im Schwarzwald gelegenes Gebiet von 127 km². Es reicht von der Quelle auf dem Kniebis im Norden bis zur etwa 20½ Kilometer entfernt gelegenen Mündung in Wolfach und hat annähernd die Form eines etwa 17½ Kilometer langen, südsüdwestlich verlaufenden Streifens von im Mittel 7½ Kilometern Breite.

Die begrenzende Wasserscheide erreicht auf den oberhalb von sich erstreckenden Plateaus im Norden ihre größten Höhen. Am höchsten Punkt, der Alexanderschanze () auf der Kniebis-Ebene, treffen sich die beiden zum Rhein entwässernden Nachbareinzugsgebiete der Wolf, das der nordwärts gerichteten Murg und das der nach Nordwesten fließenden Rench. Die übrigen Nachbareinzugsgebiete entwässern wie die Wolf zuvor in den südlichsten Laufabschnitt der Kinzig. Die beiden größten hiervon sind das Gebiet der Kleinen Kinzig im Osten und das des Harmersbaches im Westen. Zwei auffallende Erhebungen im Verlauf der Wasserscheide liegen im südlichen, niedrigeren Teil des Einzugsgebietes: Im Osten berühren sich am Staufenkopf () die Nachbargebiete des Sulzbächles und des weiter südwestlich fließenden Langenbachs. Im Westen markiert der beherrschende Brandenkopf () die wenig östlich davon gelegene Stelle, ab der das südwestliche Nachbargebiet des Einbachs nach Norden hin vom Gebiet des Harmersbachs abgelöst wird. Weiter nördlich quert die Wasserscheide die Lettstädter Höhe, in deren Umgebung der Entwässerungsbereich der Wolf besonders stark von eiszeitlichen Gletschern geprägt worden ist (Kare des Glaswaldsees und des Absbachfalles).

Landschaft und Natur Das Tal ist in seinen nach Osten abfallenden Oberhängen von zahlreichen Karen geprägt, die in den letzten Eiszeiten von kleinen Gletschern geformt wurden. Ihre Seen, Moore und Wasserfälle ziehen viele Touristen in das Wolftal. Die unteren Hänge sind stark zertalt und zeigen deshalb kleingliedrigen Wechsel von Grünland und Waldflächen, die überwiegend im Besitz der bäuerlichen Hofgüter sind. Die Siedlungen reihen sich entlang der meist schmalen Talsohlen auf. Ihre Gründung verdankt sich großenteils dem Bergbau und der Holznutzung. Die beiden zentralen Orte sind Bad Rippoldsau, der älteste touristisch geprägte Ort an der Wolf, und Wolfach, die ehemalige Kreisstadt.

Geschichte mini|Ludovico Wolfgang Hart: Flößer bei der Schwallung auf der Wolf 1864 Es gibt aus vergangenen Jahrhunderten zahlreiche Berichte über verheerende Hochwasser und Eisgänge an der Wolf. Bei Starkregen oder zur Schneeschmelze kann der normalerweise ruhig dahinfließende Fluss schnell sehr reißend werden, weil im Einzugsgebiet die Hänge starkes Gefälle haben. Das große Hochwasser vom 2. Juni 1887 zerstörte sämtliche Einrichtungen zur Holzflößerei im Wolftal. Dies bedeutete das Ende der Epoche des Flößereiwesens in dieser Gegend.

Statistik Am Pegel Oberwolfach führte die Wolf in den Jahren 1980 bis 2003 im Mittel 4,23 m³/s Wasser bei einem Pegelstand von 0,33 m. Die Wolf ist damit vor Gutach und Schutter der wasserreichste Nebenfluss der Kinzig.

Zuflüsse der Wolf von der Quelle bis zur Mündung. Längen, Einzugsgebiete und Höhen nach . Andere Quellen sind vermerkt.

Ursprung der Wolf auf der Gemarkung des Teilorts Bad Rippoldsau von Bad Rippoldsau-Schapbach im Landkreis Freudenstadt am Nordrand im Gewann Schanz etwas südlich der Alexanderschanze auf dem Abfall der Kniebishöhe nach Süden.

(Bach aus dem Wolf), von rechts und Norden auf unter , 1,2 km und ca. 0,5 km². Der Hauptast selbst hat hier schon eine Länge von 1,9 km und ein Einzugsgebiet von ca. 1,0 km². (Bach durchs Wüsten Gründle), von rechts und Westen, 0,7 km und ca. 0,3 km². (Bach aus dem Teufelsries), von rechts und Westen auf , 1,0 km und ca. 0,8 km². Eichelbach, von links und Nordwesten auf unter gegenüber dem Steinbruch am Bühlberg, 2,4 km und 2,2 km². Kammersbach, von rechts und Westen auf unter im Zinken Wolf, 1,6 km und ca. 1,0 km². Absbach, von rechts und Südwesten im Zinken Holzwald auf unter , 3,4 km und 4,8 km². Mit Absbach-Wasserfällen, siehe Liste der Wasserfälle in Deutschland. Rimbach, von links und Norden auf unter gleich nach dem Steg in Holzwald, 2,7 km und 2,7 km². Sommersbach, von rechts und Westen auf unter gegenüber dem Wohnplatz Beim Bad, 1,1 km und ca. 0,6 km². Althausbächle, von rechts und Südwesten auf unter an der Siedlung Althaus nördlich des Bärleichkopfes, 0,9 km und ca. 0,7 km². Reichenbach (mit rechtem Oberlauf Kastelbach), von links und Nordosten auf unter beim Steg im Zinken Klösterle, 4,2 km und 7,1 km². Burgbach, von links und Osten auf unter gegenüber dem Wohnplatz Vor Burgbach in Bad Rippoldsau-Schapbach, 1,0 km und ca. 2,0 km². Mit dem Burgbachwasserfall. Dollenbach, von rechts und Nordwesten auf unter gegenüber dem Wohnplatz Vor Dollenbach, 4,0 km und ca. 3,1 km². Seebach, von rechts und Nordwesten auf über gegenüber dem Wohnplatz Vor dem Seebach, der schon zum Teilort Schapbach gehört, zwischen Teuscheneck und Rossberg, 5,8 km und 7,6 km². Mit Glaswaldsee neben dem obersten Lauf, 3,0 ha. (Bach durch den Rutschengrund), von links und Osten wenige Schritte nach dem vorigen, 0,9 km und ca. 0,4 km².Danach tritt der Wolf in die Gemarkung Schapbach von Bad Rippoldsau-Schapbach ein. Settigbächle, von rechts und Westen auf etwa , 1,7 km und ca. 0,8 km². Bach durch den Keßlersgrund, von rechts und Nordwesten auf etwa gegenüber dem Börsigbauernhof, 2,1 km und ca. 1,2 km². Schürlebächle, von links und Osten beim Börsigbauernhof fast gegenüber dem vorigen, 1,0 km und ca. 0,6 km². Salzbrunnenbächle, von rechts und Nordwesten auf unter im Gemeindeteil Obertal, 1,2 km und ca. 1,1 km². Sulzbächle, von links und Südosten auf wenig über durchs Dorf Schapbach, 2,4 km und ca. 1,9 km². Wildschapbach, von rechts und Nordwesten auf über unterhalb der Ruine Romburg im Zinken Vor der Wildschapbach, 7,0 km und 14,0 km². Holdersbach, von links und Südosten auf wenig über gegenüber dem Friedhof, 3,0 km und ca. 3,7 km².Danach tritt die Wolf in die Gemeinde Oberwolfach im Ortenaukreis ein. Tiefenbach, von links und Südosten auf über an der Brücke hinüber zum Künstlesbauernhof von Bad Rippoldsau-Schapbach, 3,2 km und ca. 3,7 km². Dohlenbach, von rechts und Nordwesten auf über beim Dohlenbacherhof, 2,7 km und ca. 2,7 km². (Bach aus der Höllmatt), von links und Süden auf unter gegenüber dem Jochemshof, 0,9 km und ca. 0,5 km². Sposchbach, von links und Süden auf unter gegenüber dem Zangershof, 1,2 km und ca. 0,6 km². Battengottbächle, von rechts und Norden auf unter beim Fegershof, 2,0 km und ca. 1,5 km². Belgetbächle, von links und Südosten auf über beim Hansenbauernhof, 1,2 km und ca. 0,6 km². Rankach, von rechts und Norden auf unter im Dorf Walke gegenüber der Ruine Walkenstein, 6,9 km und 18,901 km². Rauschenbach, von links und Südosten auf unter beim Schulershof, 1,0 km und ca. 0,9 km². Gelbach, von rechts und Nordwesten auf unter beim Hartershof, 5,0 km und 7,2 km². Wüstenbach, von links und Osten auf über beim Schrannenbauernhof, 1,1 km und ca. 0,8 km². Frohnbach oder Fronbach, von rechts und Nordwesten auf etwa in Oberwolfach, 2,6 km und ca. 2,7 km². Burggraben, von links und Osten auf unter unterhalb an der Ruine Wolfach vorbei, 1,1 km und ca. 0,6 km². Silberlöchle, von rechts im Untertal von Oberwolfach, 1,6 km und ca. 0,6 km².

mini|Mündung der Wolf in die Kinzig

Mündung der Wolf am westlichen Siedlungsrand von Wolfach im Ortenaukreis von rechts und Norden in die Kinzig. Die Wolf ist hier ab ihrer Quelle 30,8 km lang und hat ein Einzugsgebiet von 127,0 km² hinter sich.

Orte am Fluss von der Quelle bis zur Mündung. Nur die Siedlungsplätze jeweils größter Schachtelungstiefe liegen am Gewässer. Außer den genannten gibt es am Ober- und Mittellauf noch viele benannte Einzelhöfe.

Landkreis Freudenstadt Bad Rippoldsau-Schapbach (Gemeinde) Bad Rippoldsau (Ortsteil) Wolf (Zinken) Holzwald (Zinken) Beim Bad (Wohnplatz) Althaus (Siedlung) Grafenbach (Wohnplatz, links) Bergle (Wohnplatz, rechts) An der Talstraße (Wohnplatz, links) Gaisbach (Wohnplatz, rechts) Klösterle (Weiler) Tös (Wohnplatz, links) Vor Burgbach (Wohnplatz, rechts) Vor Dollenbach (Wohnplatz, links) Schapbach (Ortsteil) Vor Seebach (Wohnplatz) Unter Seebach (Wohnplatz) Obertal ((Alt-)Gemeindeteil) Schapbach (Dorf) Vor Wildschapbach (Wohnplatz) mit Ruine Romburg auf dem Mündungssporn Untertal ((Alt-)Gemeindeteil) Ortenaukreis Oberwolfach (Gemeinde) Zierle (Hof, rechts) Walke (Dorf, überwiegend rechts) Grünach (Siedlung, links) Bei der Kirche (Dorf, rechts) Wolfach (Stadt) Wolfach (Stadtteil) Ruine Wolfach (Spornlage, links) Oberwolfach (Gemeinde) Untertal (Wohnplatz, überwiegend rechts) Wolfach (Stadt) Wolfach (Stadtteil) Stadt Wolfach (Zinken)

Weblinks

Hochwasserzentrale Baden-Württemberg , insbesondere mit den Teilkarten/Layers der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg (LUBW) „LUBW-FG10“: Fließgewässer 1:10.000 „LUBW-GEZG“: Gewässereinzugsgebiete

Einzelnachweise Höhe: Höhe nach dem Höhenlinienbild auf dem Hintergrundlayer Topographische Karte des Online-Kartenservers der . Höhe nach schwarzer Beschriftung auf dem Hintergrundlayer Topographische Karte des Online-Kartenservers der LUBW. EZG: Einzugsgebiet nach dem Layer Basiseinzugsgebiet (AWGN) des Online-Kartenservers der LUBW. Einzugsgebiet aufsummiert aus den Teileinzugsgebieten nach dem Layer Aggregierte Gebiete 05 des Online-Kartenservers der LUBW. Einzugsgebiet abgemessen auf dem Hintergrundlayer Topographische Karte des Online-Kartenservers der LUBW. Einzugsgebiet aufsummiert aus den Teileinzugsgebieten nach dem Layer Basiseinzugsgebiet (AWGN) des Online-Kartenservers der LUBW. Länge: Länge nach dem Layer Gewässernetz (AWGN) des Online-Kartenservers der LUBW. Seefläche: Seefläche nach dem Layer Stehende Gewässer des Online-Kartenservers der LUBW. Sonstiges: Auf topographischen Karten findet man meistens die Beschriftung Wolfach oder Wolfach (Wolf). Die amtliche Gewässerkarte des LUBW benennt in seiner Datenbank den Fluss jedoch auf ganzer Länge als Wolf. Ebenso ist der Flurgrundstücksschlauch, in welchem das Gewässer läuft, durchweg mit Wolf beschriftet, siehe etwa hier auf dem ; der feinmaßstäblicheren Karte ist wohl der Vorzug zu geben.

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