Innenstadt ist die Bezeichnung des zentralen Stadtteils von Lüdenscheid und gehört zum statistischen Bezirk 01 (Innenstadt / Staberg / Knapp) der Kreisstadt Lüdenscheid im westlichen Sauerland, Nordrhein-Westfalen. Speziell die Altstadt sowie die umliegenden Straßenzüge werden zur Innenstadt gezählt. Die Altstadt wiederum gruppiert sich vor allem um die zentral gelegene Erlöserkirche. Im Westen der Innenstadt liegt der Stadtteil Knapp, während sich im Osten der Stadtteil Staberg anschließt. Außerdem liegt die Fußgängerzone der Stadt vollständig im Stadtteil Innenstadt. Der Stadtteil Innenstadt selbst ist das wahrscheinlich älteste bekannte Siedlungsgebiet der Stadt Lüdenscheid.
Bildungs- und Forschungseinrichtungen Denkfabrik Das Projekt Denkfabrik der Regionale 2013 ist ein durch die EU-gefördertes Programm zur Weiterentwicklung des Bahnhofsquartiers zu einem Bildungs- und Forschungsstadtteil.
Seit Anfang April 2013 informiert eine neue Schautafel am Bahnhof Lüdenscheid über die Umbauarbeiten am dortigen Areal. Dort sollen sich Interessierte einen Überblick über das Areal der Denkfabrik verschaffen können. Wie das zukünftige Areal aussehen soll, sollen Fotos und Grafiken zeigen. Auch die einzelnen, inhaltlichen Bausteine sind dort erklärt. Dazu gehören unter anderem das seit März 2012 neu eröffnete Gebäude der Fachhochschule Südwestfalen, sowie die in Kürze beginnenden Stadtumbauarbeiten Richtung Innenstadt und der neue 75-Meter-hohe Turm der Phänomenta Lüdenscheid, der im Inneren ein Foucaultsches Pendel erhalten soll. Auch die Brücke über die Gleise soll das Bild des jetzigen Areals stark verändern. Das ehemalige Bahnhofs- und Brachgelände soll demnach insgesamt zu einem wichtigen Bildungs- und Technologiezentrum für ganz Südwestfalen erwachsen.Artikel aus den Lüdenscheider Nachrichten vom 12. April 2013: „Schautafel am Bahnhof informiert über die Denkfabrik“
Zudem wurde dem Planungs- und Bauausschuss der Stadt Lüdenscheid Ende September 2013 eine erste Konzeption von Stelen für das Viertel der Denkfabrik vorgestellt. An den markanten Stelen sollen die Besucher demnächst möglichst leicht ablesen können, wie sie zur nächsten Attraktion der Denkfabrik kommen. Dies soll vor allem „Ortsfremden“ die Orientierung im Viertel der Denkfabrik erleichtern. Den Zuschlag für die Konzeption der Stellen hatte eine heimische Werbeagentur bekommen. Laut der planenden Werbeagentur lassen sich die Folien auf den Stelen bei Aktualisierungen relativ leicht gegen neue Folien austauschen.Artikel aus den Lüdenscheider Nachrichten vom 29. September 2013: „An Stelen durch Lüdenscheids Denkfabrik“
Deutsches Institut für angewandte Lichttechnik (DIAL) Das Deutsche Institut für angewandte Lichttechnik (DIAL) hat ebenfalls einen Neubau auf dem Bahnhofsgelände errichtet. Das Gebäude steht nun neben dem Bau des Finanzamtes. Außerdem hat die Stadt dem DIAL eine Optionsfläche von 3000 m² zugesichert, falls dieses sich noch einmal vergrößern will. Die Grundsteinlegung für das neue Gebäude am Bahnhof erfolgte bereits am 13. Juli 2011.Deutsches Institut für Angewandte LichttechnikArtikel aus den Lüdenscheider Nachrichten vom 13. Juli 2011: „Großes Interesse an DIAL-Grundsteinlegung“ Am 7. Januar 2013 bezogen die 70 Beschäftigten der DIAL GmbH offiziell das neue Gebäude an der Bahnhofsallee 18. Die Kosten des Neubaus lagen lt. dem Unternehmen mit 4,5 Millionen Euro netto für 3000 Quadratmeter Fläche unter denen eines herkömmlichen Baus. Nochmals 3000 Quadratmeter seien auf zehn Jahre optional für eine Erweiterung zu nutzen, sie sollen zunächst aber nur Parkplatz für das neue Gebäude sein. Ein doppelter Boden in dem Gebäude lasse Platz für neue Technologien, wobei kaum neue Leitungen gezogen werden mussten, fast alles laufe elektronisch in dem Neubau. Das Gebäude komme außerdem ohne Heizkörper aus, da die Wärme der Menschen und PCs schon bald zur kompletten Beheizung ausreichen sollen.Artikel aus den Lüdenscheider Nachrichten vom 7. Januar 2013: "DIAL-Neubau bezogen: „Wie ein Organismus“"
Entwicklungs- und GründerCentrum Lüdenscheid (EGC) An der Karolinenstraße 8 besteht seit Längerem das Entwicklungs- und GründerCentrum Lüdenscheid (EGC). Zu den wesentlichen Aufgaben dieses überregional bedeutenden Technologiezentrums gehören lt. der Unternehmenshomepage „die Förderung von Existenzgründungen und jungen Unternehmen, sowohl produktions- als auch dienstleistungsorientiert, die Förderung von Forschung und Entwicklung, durch industrieorientierte, praxisnahe Institute für die mittelständische Wirtschaft, berufliche Qualifikation und Weiterbildung in Kooperation mit verschiedenen Trägern, Dienst- und Serviceleistungen für Unternehmen und Konferenzen und Seminare in eigenen Tagungsräumen.“ Lt. dem Technologiezentrum soll „den jungen Unternehmen und Existenzgründern in guter Umgebung die Möglichkeit zum Aufbau und zur Weiterentwicklung gegeben werden. Neben angemessenen Räumlichkeiten sollen Beratung z. B. durch die Institute in technischer Hinsicht und Fachberatungen, die beispielsweise betriebswirtschaftlichen Probleme der Existenzgründung, der Unternehmensführung oder der Finanzierung behandeln, in dem Institut angeboten werden. Daneben stehen zweckorientierte Gemeinschaftseinrichtungen, wie eine zentrale Information, ein Büroservice mit eigener Telefonzentrale, mehrere Besprechungs- und Seminarräume im Konferenzzentrum, dem ein Casino angegliedert ist, zur Verfügung.“ Seit Tätigkeitsaufnahme des EGCs wurden lt. eigener Aussage insgesamt 100 Existenzgründer und junge Unternehmen in dem Technologiezentrum aufgenommen.Beschreibung des Entwicklungs- und GründerCentrum (EGC) von der Homepage des Entwicklungs- und GründerCentrum (EGC)
Fachhochschule Südwestfalen Darüber hinaus entstand bis Februar 2012 ein neuer Standort der Fachhochschule Südwestfalen für bis zu 600 Studenten am nahen Bahnhof Lüdenscheid. Es werden dort seit dem Sommersemester 2012 Studiengänge in den Fachrichtungen Maschinenbau, Medizintechnik, Kunststofftechnik und Wirtschaftsingenieurwesen-Gebäudesystemtechnik angeboten.Artikel aus den Lüdenscheider Nachrichten vom 12. Mai 2011: „Fachhochschulgebäude für bis zu 600 Studenten“
Am Mittwoch, dem 14. März 2012 wurde der Neubau der Fachhochschule Südwestfalen eingeweiht. Der Platz für Erweiterungsbauten ist in unmittelbarer Nachbarschaft durch den Rückbau von Bahnhofsbauten und Gleisanlagen vorhanden.
Ende August 2013 wurde bekannt, dass die Pläne zur Erweiterung der Fachhochschule von der Verwaltung weiter vorangetrieben werden. Denkbar sei indes auch, dass anstatt nur Teil-Studiengänge auch künftig ganze Studiengänge am Fachhochschulstandort Lüdenscheid angeboten werden könnten. Mitte September 2013 wird am Fachhochschulstandort in Lüdenscheid für alle Fächer außerdem ein Numerus clausus eingeführt, da es mittlerweile wesentlich mehr Anmeldungen als Plätze an der Fachhochschule in Lüdenscheid gibt.
Geschichtsmuseum der Stadt Lüdenscheid Gegenüber vom Kulturhaus Lüdenscheid befindet sich in den Räumlichkeiten des „Alten Amtshaus“ an der Sauerfelder Str. 14 – 20 das Geschichtsmuseum der Stadt Lüdenscheid. Neben der Dauerausstellung von Objekten zur Industrie- und Technikgeschichte, finden regelmäßig Sonderausstellungen in den Räumen des Museums statt. Aus einem Bericht der Lüdenscheider Nachrichten vom 17. April 2013 wurde bekannt, dass die Brandmeldeanlage im Museum für 6.000 Euro erneuert werden soll. Die 40.000 Euro teure Beseitigung des Efeus von der Fassade des ehemaligen Amtshauses sei dagegen zunächst auf Eis gelegt worden.Artikel aus den Lüdenscheider Nachrichten vom 17. April 2013: „Baumaßnahmen: Fetter Brocken für Feuerwehr“
Institut für Umformtechnik Lüdenscheid In der Lutherstraße 13 gibt es außerdem das Institut für Umformtechnik Lüdenscheid (IFU). Das IFU ist ein privatwirtschaftlich organisiertes Institut für wissenschaftliche und technische Beratung vor allem der Kleineisenindustrie und ist ebenfalls ein angegliedertes Institut der Fachhochschule Südwestfalen. Der Trägergesellschaft gehören derzeit (Juni 2007) 46 Unternehmen und Verbände an, darunter auch die Fachhochschule Südwestfalen.
Kulturhaus Lüdenscheid Ein weiterer wichtiger Bestandteil der Innenstadt von Lüdenscheid ist das Kulturhaus Lüdenscheid an der Freiherr-vom-Stein-Straße 9. Das Gebäude wurde 1981 fertiggestellt und ist bis heute ein wichtiger Veranstaltungsort in Lüdenscheid. Es finden regelmäßig Opern, Operetten, Musicals, Ballett, Schauspiel, Konzerte und ein breites Kleinkunstprogramm in den Räumlichkeiten des Kulturhauses statt.
Aus einem Bericht der Lüdenscheider Nachrichten vom 17. April 2013 wurde bekannt, dass knapp 100.000 Euro in Maßnahmen im Kulturhaus von Lüdenscheid fließen sollen. Lt. der Stadtverwaltung von Lüdenscheid sollen im Kulturhaus die Brandmeldeanlage erweitert, die Rettungswegeleuchten ausgetauscht und ein Galeriezug erneuert werden.Artikel aus den Lüdenscheider Nachrichten vom 17. April 2013: „Baumaßnahmen: Fetter Brocken für Feuerwehr“
Kunststoff-Institut Lüdenscheid Allgemein Als weiteres Institut befindet sich am Rande vom Stadtteil Grünewald in der Karolinenstraße 8 das Kunststoff-Institut Lüdenscheid. Das Kunststoff-Institut (mit vollem Namen Kunststoff-Institut für die mittelständische Wirtschaft NRW GmbH (K.I.M.W.)) ist ein privatwirtschaftliches Beratungs- und Forschungsinstitut für Kunststofftechnik, das 1988 durch 30 Unternehmen aus kunststoffrelevanten Branchen in Zusammenarbeit mit der Stadt Lüdenscheid und der Fachhochschule Südwestfalen (damals Fachhochschule Iserlohn) gegründet worden ist. Das Institut ist heute als angegliedertes Institut mit der Fachhochschule Südwestfalen weiterhin verbunden.
2013 Am 16. Januar 2013 hatte das Kunststoff-Institut Lüdenscheid den US-Generalkonsul und den NRW-Staatssekretär zu einem Besuch eingeladen. Im Rahmen eines Rundgangs und der Gespräche wurden Pläne vorgestellt, dass ein neues „Polymer Training Centre“ errichtet werden soll. Es soll wie ein Internat funktionieren und ein regional und überregional angelegtes Schulungsangebot anbieten können. Rund 100 bis 150 Plätze soll das neue „Polymer Training Centre“ aufweisen. Als Bauplatz stehe die vor Jahren angekaufte, ehemalige Piepenstock-Fläche unterhalb des Instituts zur Verfügung, die derzeit als Parkplatz genutzt werde.Artikel aus den Lüdenscheider Nachrichten vom 17. Januar 2013: „Kunststoff-Institut knüpft US-Kontakte und baut aus“