miniatur|Winterliche Landschaft bei Espenfeld Die Ohrdrufer Platte ist Teil der südlichen Muschelkalk­einrahmung des Thüringer Beckens und gleichzeitig der westliche Abschnitt der Ilm-Saale- und Ohrdrufer Platte im Grenzbereich der Landkreise Gotha und Ilm-Kreis in Thüringen.

Sie liegt zwischen dem Thüringer Wald im Süden und Arnstadt im Norden. Sie teilt sich in die Ohrdrufer Platte im engeren Sinne westlich des Gera­tales und die Ohrdrufer Platte im erweiterten Sinne, welche noch die östlich anschließenden Reinsberge bis zum Wipfratal umfasst.

Der hiesige Artikel beschränkt sich im Folgenden auf den Westteil, der sich westlich der Gera erstreckt.

Geographische Lage Die „Ohrdrufer Platte im engeren Sinne“ befindet sich zwischen dem Thüringer Wald im Süden, der namensgebenden Stadt Ohrdruf im Westen, dem Drei Gleichengebiet im Norden, und der Gera bei Plaue im Osten. Arnstadt grenzt unmittelbar im Nordosten an den Gebirgszug.

Naturräumliche Zuordnung Die Ohrdrufer Platte (im engeren Sinne) stellt den westlichen Teil der naturräumlichen Muschelkalk-Haupteinheit Ilm-Saale- und Ohrdrufer Platte (474) innerhalb der Haupteinheitengruppe Thüringer Becken (mit Randplatten) (47/48) dar. Nach Osten schließen sich die Reinsberge an und weiter nach Nordosten die Ilm-Saale-Platte.E. Meynen und J. Schmithüsen: Handbuch der naturräumlichen Gliederung Deutschlands – Bundesanstalt für Landeskunde, Remagen/Bad Godesberg 1953-1962 (9 Lieferungen in 8 Büchern, aktualisierte Karte 1:1.000.000 mit Haupteinheiten 1960)

Die nur innerthüringisch existierende Gliederung Die Naturräume Thüringens der Thüringer Landesanstalt für Umwelt und Geologie (TLUG) zählt sie zu den Muschelkalk-Platten und -Bergländern.

Benachbarte Landschaften und Naturräume sind im Uhrzeigersinn: der Thüringer Wald im Süden und Südwesten die Ohrdrufer Bucht innerhalb des Westthüringer Berg- und Hügelland im Westen das Drei-Gleichen-Gebiet entlang der Eichenberg–Gotha–Saalfelder Störungszone mit dem dahinter liegenden Thüringer Becken im Norden die Reinsberge im Osten

Landschaft miniatur|Das Jonastal südlich von Arnstadt Die flach nach Norden geneigte wasserarme Muschelkalk-Hochfläche wird durch einzelne Täler insbesondere im östlichen Teil stark gegliedert. Das Plateau wird durch eine Kalksteinflora bestimmt, stärker bewaldet sind die steileren Abschnitte im Osten und Süden. Die Ohrdrufer Platte lässt sich in folgende Landschaftsteile gliedern: die flachere und überwiegend unbewaldete westliche Ohrdrufer Platte mit dem Truppenübungsplatz Ohrdruf das Jonastal das Plateau von Gossel den südöstlichen Teil zwischen der Wilden Gera und dem Reichenbach südlich von Plaue

Erhebungen Folgende Erhebungen der einzelnen Landschaftsteile sind erwähnenswert: Westteil Baumgarten (505,6 m), nordöstlich von Wölfis Musketierberg (460,6 m), nordöstlich von Ohrdruf mit dem nördlichen Ausläufer Hainberg (460,0 m) südlich von Wechmar Goldberg (453,8 m), südöstlich von Ohrdruf Hardt (452,2 m), nördlich von Wölfis namenloser Berg (446 m), südlich von Mühlberg Plateau von Gossel Ebanotte (517,8 m), östlich von Gossel namenloser Berg (510,1 m), westlich von Plaue Habichtsleite (499,9 m), südöstlich von Crawinkel Alteburg (398,2 m), südwestlich von Arnstadt Südostteil Weißer Stein (532,2 m), südlich von Angelroda Kammberg (525,8 m), östlich von Gräfenroda Bringeberg (483,9 m), nördlich von Geraberg

Einzelnachweise

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