Covas do Barroso ist eine Ortschaft und Gemeinde im Norden Portugals. Sie liegt in der als besonders abgelegen und strukturschwach geltenden Region Trás-os-Montes und ist von Landflucht und Auswanderung geprägt. Die Welternährungs-Organisation erklärte die Region, zu der Covas do Barroso gehört, auf Grund seiner traditionell nachhaltigen Landwirtschaft und der Qualität der landwirtschaftlichen Produkte zum Landwirtschaftlichen Welterbe.Der Aufstand gegen das "Weiße Gold", Artikel vom 19. September 2019 auf www.tagesschau.de, abgerufen am 28. Februar 2020

Die Gemeinde erregte die Aufmerksamkeit internationaler Berichterstattung im Jahr 2019 durch den unbeugsamen Widerstand der lokalen Bevölkerung gegen den wirtschaftlich verlockenden, aber ökologisch problematischen Abbau des hier gefundenen Lithiums, eines begehrten Metalls, das für die Produktion von Akkus und Batterien von hoher Bedeutung ist. Es werden hier die größten Lithium-Vorkommen Europas vermutet, die das multinationale Lithiumabbau-Konsortium Savannah Resources mit Sitz in London hier fördern möchte. Im deutschsprachigen Raum berichteten u. a. das ARD-Fernsehen, der Deutschlandfunk, der Fernsehsender arte, die Zeitung TAZ und die Zeitschrift auto motor und sport über den Widerstand von Covas do Barroso., Reportage auf arte, abgerufen am 28. Februar 2020Lithiumabbau in Portugal: Böse Minen zum guten Spiel, Artikel vom 21. Januar 2020 der TAZ, abgerufen am 28. Februar 2020 Lithium Abbau: E-Autohersteller in der Zwickmühle, Artikel der Zeitschrift auto motor und sport, abgerufen am 28. Februar 2020 Seit dem Beginn der COVID-19-Pandemie in Spanien ist die wirtschaftliche Lage durch weniger Touristen schwieriger geworden und der Lithium-Abbau wegen des gestiegenen Weltmarktpreises attraktiver.Hans-Christian Rößler: Das weiße Gold, das keiner will (FAZ / faz.net 6. Januar 2022)

Geschichte Funde belegen eine vorgeschichtliche Besiedlung mindestens seit der Eisenzeit, wie Funde aus der Castrokultur zeigen. Münzen und andere Funde belegen danach eine römische Besiedlung, während der Fund einer byzantinischen Münze mit einem Bild Kaiser Dukas noch eine Besiedlung im frühen 10. Jh. vermuten lässt. Die ersten Dokumente zum heutigen Ort Covas do Barroso stammen jedoch erst aus dem 12. Jh.Webseite zur Geschichte von Covas do Barroso auf der Gemeindewebsite, abgerufen am 28. Februar 2020

Im 13. Jahrhundert wurde der Ort eine eigenständige Gemeinde.Eintrag der Kirche Santa Maria (unter Cronologia) in der portugiesischen Denkmalliste SIPA, abgerufen am 28. Februar 2020

Es blieb eine Gemeinde des Kreises Montalegre, bis 1836, als in den Verwaltungsreformen nach der Liberalen Revolution ab 1821 und dem folgenden Miguelistenkrieg (Bürgerkrieg 1832–1834) der eigenständige Kreis von Boticas geschaffen wurde, zu dem Covas do Barroso seither gehört.

1839 erhielt die Gemeinde ihre erste eigene Schule. Seit 1946 versorgte ein Elektrischer Generator einige Haushalte bereits mit elektrischem Licht, der Anschluss an das Stromnetz erfolgte 1966.

Bis 1967 war Covas do Barroso die flächenmäßig größte Gemeinde im Kreis Boticas, dann wurde die Gemeinde São Salvador de Viveiro durch Ausgliederung aus der Gemeinde Covas do Barroso neu geschaffen.

Sehenswürdigkeiten mini|links|Die Gemeindekirche Santa Maria Eine Reihe Baudenkmäler und archäologischer Fundplätze liegen im Gemeindegebiet: Kirche Santa Maria, aus dem 13. Jh., im Kern romanischEintrag der Kirche Santa Maria in der portugiesischen Denkmalliste SIPA, abgerufen am 28. Februar 2020 Denkmalgeschützte alte Steinbrücke Ponte sobre o Rio CoutoEintrag der Ponte sobre o Rio Couto in der portugiesischen Denkmalliste SIPA, abgerufen am 28. Februar 2020 Gemeinschaftlicher Ofen aus Granit, 19. Jh.Eintrag des Forno do Povo de Covas do Barroso in der portugiesischen Denkmalliste SIPA, abgerufen am 28. Februar 2020 Grundschule von Covas do Barroso, 1961 errichtetEintrag der Escola Primária de Covas do Barroso in der portugiesischen Denkmalliste SIPA, abgerufen am 28. Februar 2020 Öffentliche Walzmühle aus GranitEintrag des Maçadouro do Linho in der portugiesischen Denkmalliste SIPA, abgerufen am 28. Februar 2020 Steinkreuz (in der Rua Acúrcio Amando de Castro) aus Granit, 18. Jh.Eintrag des Cruzeiro na Rua Acúrcio Amando de Castro in der portugiesischen Denkmalliste SIPA, abgerufen am 28. Februar 2020 Steinkreuz in der Ortsmitte (Weg-Kreuz) aus Granit, 1776 errichtetEintrag des Cruzeiro de Covas de Barroso in der portugiesischen Denkmalliste SIPA, abgerufen am 28. Februar 2020 Kreuzweg von Covas do Barroso, 18. Jh.Eintrag des Calvário de Covas do Barroso in der portugiesischen Denkmalliste SIPA, abgerufen am 28. Februar 2020 Kapelle Capela de Nossa Senhora da Saúde, 1692 errichtetEintrag der Capela de Nossa Senhora da Saúde in der portugiesischen Denkmalliste SIPA, abgerufen am 28. Februar 2020 manieristische Kapelle Capela de São José, 17. Jh.Eintrag der Capela de São José in der portugiesischen Denkmalliste SIPA, abgerufen am 28. Februar 2020 Gemeindezentrum und Kindergarten aus Granit, 19. Jh.Eintrag der Casa Paroquial / Infantário de Covas do Barroso in der portugiesischen Denkmalliste SIPA, abgerufen am 28. Februar 2020 Alto do Castro, archäologische Fundstätte von Resten einer Befestigung der Castrokultur Castro do Poio, Reste einer befestigten Siedlung der Castrokultur an der Grenze der Gemeinde Covas do Barroso zur Gemeinde Dornelas Povoado de S. Martinho, Ruinen eines verlassenen Dorfes 21 Wassermühlen befinden sich in der Gemeinde, teils noch funktionstüchtig, acht sogar noch in Gebrauch. mini|Bevölkerungsentwicklung der Gemeinde Covas do Barroso (1864–2011) Verwaltung Covas do Barroso ist Sitz einer gleichnamigen Gemeinde (Freguesia) im Kreis (Concelho) von Boticas im Distrikt Vila Real. In ihr leben  Einwohner auf einer Fläche von  km² (Stand ).

Folgende Ortschaften liegen im Gemeindegebiet: Covas do Barroso Muro Romainho

Weblinks

Website der Gemeinde Covas do Barroso Webseite zu Covas do Barroso bei der Kreisverwaltung Boticas Eintrag zu Covas do Barroso in den Mapas de Portugal

Einzelnachweise

Kategorie:Boticas