Heinz Kammer (* 23. März 1916 in Berlin-Charlottenburg; † 28. Juni 1989 in West-Berlin) war ein deutscher Schauspieler.

Leben Der Kaufmannssohn Kammer absolvierte ein Realgymnasium und erhielt privaten Schauspielunterricht. 1938 begann er seine Laufbahn am Theater und erhielt noch im selben Jahr seine erste Filmrolle. Im Zweiten Weltkrieg war er eingezogen. Nach 1945 sah man Kammer unter anderem am Heilbronner Stadttheater sowie an Berliner Spielstätten wie dem Kabarett der Komiker und dem Theater am Nollendorfplatz. Gelegentlich inszenierte er auch Bühnenstücke.

Bis 1957 wurde er dem ostdeutschen Publikum durch Filme der DEFA bekannt und wirkte in der Folgezeit in insgesamt über 30 Film- und Fernsehproduktionen mit, seit seinem Einstand in der Heinz-Rühmann-Produktion Der eiserne Gustav auch in bundesrepublikanischen Filmen.

Filmografie (Auswahl) 1938: Ziel in den Wolken 1953: Die Geschichte vom kleinen Muck 1954: Leuchtfeuer 1955: Das Fräulein von Scuderi 1955: Star mit fremden Federn 1955: Der Teufel vom Mühlenberg 1955: 52 Wochen sind ein Jahr 1956: Thomas Müntzer – Ein Film deutscher Geschichte 1956: Der Hauptmann von Köln 1957: Rivalen am Steuer 1957: Das Stacheltier – Fridericus Rex – Elfter Teil 1958: Der eiserne Gustav 1960: Gefangene des ewigen Kreises – Fernsehfilm 1963: Der Fall Rohrbach; Folge: Wiederaufnahme des Verfahrens und Freispruch 1969: Die ungarische Hochzeit – Fernsehfilm 1971: Ehemänner-Report 1972: Auf Befehl erschossen – Die Brüder Sass, einst Berlins große Ganoven – Fernsehfilm 1975: Sergeant Berry; Folge: … und der Linkshänder 1976: Ein Fall für Stein; Folge: Mord oder Totschlag 1978: Café Wernicke – Fernsehserie 1980: Die Formel (The Formula) 1981–85: Löwenzahn – Fernsehserie, als Postbote, 7 Folgen 1985: Der Unbesiegbare 1986–87: Detektivbüro Roth (2 Folgen) 1988: Liebling Kreuzberg; Folge: Zweimal Entlassung 1988: Der Sommer des Falken

Hörspiele 1948: Das Ghetto stirbt – Regie: Hanns Korngiebel 1948: Lösegeld für den roten Häuptling – Autor: O. Henry; Regie: Friedrich Joloff 1949: Es war einmal – Regie: Fritz Wendhausen 1950: Amtliche Schaumschlägerei oder Zehn Eier amtlich zu Schaum geschlagen – Autor und Regie: Ellie Tschauner

Literatur Johann Caspar Glenzdorf: Glenzdorfs internationales Film-Lexikon. Biographisches Handbuch für das gesamte Filmwesen. Band 2: Hed–Peis. Prominent-Filmverlag, Bad Münder 1961, , S. 790.

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