Der Oberschwäbische Kunstpreis gehört mit einer Preissumme von 15.000 Euro zu den höchstdotierten Kunstpreisen in Deutschland.
Geschichte Der Oberschwäbische Kunstpreis wurde 1951 von den damaligen Landkreisen Biberach, Ravensburg, Saulgau und Wangen gestiftet und 1952 erstmals verliehen. Im Jahr 1976 hat das Energieversorgungsunternehmen Zweckverband Oberschwäbische Elektrizitätswerke (OEW), das sich in der Hand von neun baden-württembergischen Landkreisen befindet, die Stiftung im Rahmen seines Mäzenatentums im Bereich der Kulturförderung erneuert.
Von 2001 bis 2013 wurde der Preis in zweijährigem Turnus ausgelobt, 2013 wurde er nicht vergeben.Der Kunstpreis 2013 war als Förderpreis für Künstler unter 35 Jahren ausgelobt. Nach Sichtung der Einsendungen kam die Jury zur Entscheidung, den Preis nicht zu vergeben. Quelle: , Die Bildschirmzeitung, 23. Oktober 2013. Von 2015 bis 2020 wurde die Verleihung ausgesetzt.
Bedingungen für die Vergabe Ausgezeichnet werden können bildende Künstler, die entweder im Verbandsgebiet der OEW (Alb-Donau-Kreis, Landkreis Biberach, Bodenseekreis, Landkreis Freudenstadt, Landkreis Ravensburg, Landkreis Reutlingen, Landkreis Rottweil, Landkreis Sigmaringen und Zollernalbkreis) einschließlich Stadtkreis Ulm geboren sind oder mindestens die letzten fünf Jahre ohne Unterbrechung dort ansässig waren.
Der Preis wird entweder als Anerkennung für das Gesamtwerk eines bereits arrivierten Künstlers oder als Förderpreis für unter 35-jährige Künstler vergeben. Über den Anerkennungspreis entscheidet der OEW-Verwaltungsrat, über den Förderpreis eine Jury. In der Auszeichnung ist eine Ausstellung mit (von der Jury ausgewählten) Werken des Preisträgers inbegriffen.
Preisträgerinnen und Preisträger Quelle: 1952: Karl Caspar, Maler, und Maria Caspar-Filser, Malerin 1953: Hugo Häring, Architekt 1954: Wilhelm Geyer, Maler 1956: Josef Henselmann, Bildhauer 1957: HAP Grieshaber, Holzschneider 1959: Erwin Henning, Maler 1960: Toni Schneider-Manzell, Bildhauer 1961: Hans Kayser, Musikwissenschaftler 1962: Theodor Werner, Maler 1977: Jakob Bräckle, André Ficus, Werner Höll, alle Maler 1981: Ludwig Arnold und andere Maler 1989: Romane Holderried Kaesdorf, Malerin, und Julius Kaesdorf, Maler 1990: Ernst Jünger, Schriftsteller 1993: Heinz Schanz, Maler 1995: Erich Hauser, Bildhauer 2001: Paco Knöller, Maler 2003: Abraham David Christian, Bildhauer 2005: Martin Walser, Schriftsteller 2007: Rudolf Wachter, Bildhauer 2009: Rupert Leser, Fotograf 2011: Rüdiger Safranski, Philosoph, und Hans Dieter Schaal, Architekt 2013: nicht vergeben 2015–2020: ausgesetzt 2021: Robert Schad, Bildhauer, und Arnold Stadler, Schriftsteller 2023: Isa Dahl, Malerin, Jürgen Knubben, Bildhauer, und Willi Siber, Bildhauer und Maler
Literatur Wolfgang Schürle (Hrsg. i. Auftr. d. OEW): 50 Jahre Oberschwäbischer Kunstpreis 1951–2001. Süddeutsche Verlagsgesellschaft, Ulm 2001. Wolfgang Schürle (Hrsg. i. Auftr. d. OEW): Junger Süden. 50 Jahre Oberschwäbischer Kunstpreis der Jugend. Begleitpublikation zur gleichnamigen Ausstellung, Städtische Galerie, Albstadt 2003.
Weblinks Der Oberschwäbische Kunstpreis auf oew-energie.de
Einzelnachweise
Kategorie:Kunstpreis Kategorie:Kultur (Oberschwaben) Kategorie:Regionale Auszeichnung Kategorie:Auszeichnung (Baden-Württemberg) Kategorie:Kulturpreis (Deutschland) Kategorie:Erstverleihung 1952