Die Jüdische Gemeinde in Bad Langenbrücken, heute ein Gemeindeteil von Bad Schönborn im Landkreis Karlsruhe in Baden-Württemberg, entstand in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts.
Geschichte Die jüdische Gemeinde in Bad Langenbrücken war eine Filialgemeinde der jüdischen Gemeinde Mingolsheim. In Bad Langenbrücken hatten sich seit 1864 jüdische Personen niedergelassen.
Im Ort bestanden bis nach 1933 die Badische Möbelwerke AG, Inhaber Isak und Gustav Basnitzki (Fabrik gegenüber dem Bahnhof, Wohnhaus Huttenstraße 27), die Zigarrenfabrik Falk-Streckfuß, Teilhaber Eugen und Josef Falk (Insel 1) und die Tabak- und Hopfenhandlung Theodor Isaac (Dammstraße 2/II).
Nationalsozialistische Verfolgung Auf Grund der Folgen des wirtschaftlichen Boykotts und der Repressalien sind von den acht Juden in Bad Langenbrücken, die 1933 im Ort lebten, vier in die USA ausgewandert.
Das Gedenkbuch des Bundesarchivs verzeichnet drei jüdische Bürger aus Bad Mingolsheim, die dem Völkermord des nationalsozialistischen Regimes zum Opfer fielen.
Jüdische Einwohner in Bad Langenbrücken Jahr Anzahl 1864 1 Person 1871 1 Person 1891 16 Personen 1895 26 Personen 1900 24 Personen 1905 17 Personen 1925 11 Personen 1933 8 Personen 1940 1 Person
Literatur Jürgen Stude: Geschichte der Juden im Landkreis Karlsruhe. Hrsg. vom Landratsamt Karlsruhe, Karlsruhe 1990 (ohne ISBN).
Weblinks
Jüdische Gemeinde Bad Langenbrücken bei Alemannia Judaica
Einzelnachweise
Gemeinde Langenbrucken Bad Langenbrucken Kategorie:Organisation (Bad Schönborn)