Erich Otto (* 19. Februar 1883 in Berlin, Deutsches Kaiserreich; † 3. Oktober 1975 in Detmold, Deutschland) war ein deutscher Gewerkschaftsfunktionär und Schauspieler.

Leben Otto gab sein Bühnendebüt am 1. Mai 1900. Im folgenden Jahrzehnt spielte er Theater in der (damals) deutschen Provinz, darunter Liegnitz, Harburg (Elbe), Stettin, Straßburg, Metz und Nürnberg. 1911 traf er in Berlin ein, wo er unter anderem am Neuen Volkstheater auftrat. 1919/20 übernahm Otto auch kleine Rollen in Filmen, darunter Melodramen mit Lu Synd (Die Rache des Bastard, Margot de Plaisance).

Wenig später gab Otto die Schauspielerei weitgehend auf und wechselte als Funktionär zur Schauspieler-Gewerkschaft. 1929 wurde Erich Otto Vizepräsident der Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger, von 1932 bis 1950 stand er als deren Präsident vor. Am 3. Mai 1933 wurde der engagierte Gewerkschafter, der seine Organisation im Dritten Reich vor der Vereinnahmung durch die Nationalsozialisten zu bewahren suchte, verhaftet, blieb jedoch de jure im Amt.

Ehrungen 1953: Verdienstkreuz (Steckkreuz) der Bundesrepublik Deutschland

Filmografie 1919: Die Rache des Bastards 1919: Margot de Plaisance 1919: Marodeure der Revolution 1919: Der neue Herr Generaldirektor 1919: Wenn ein Mädchen hübsch ist 1920: Das große Geheimnis

Literatur Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehörigen (Hrsg.): Deutsches Bühnen-Jahrbuch, 57. Jahrgang 1949, S. 44 ff. und S. 60

Kay Weniger: Zwischen Bühne und Baracke. Lexikon der verfolgten Theater-, Film- und Musikkünstler 1933 bis 1945. Mit einem Geleitwort von Paul Spiegel. Metropol, Berlin 2008, ISBN 978-3-938690-10-9, S. 405.

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