In der Liste der Apachen-Stämme sind die unter der Bezeichnung Apachen zusammengefassten Stämme aufgeführt.

Stämme der Apachen Chiricahua Apache (abgeleitet vom Opata-Wort Chiguicagui - ‘Berg der wilden Truthähne’)Homepage des Fort Sill Apache Tribe – Tribal History Chokonen (Ch’ók’ánéń, Tsoka-ne-nde, Tcokanene, Chu-ku-nde, Chukunende, Ch’úk’ánéń, Ch’uuk’anén - ‘Ridge of the Mountainside People’, auch Chiricaguis, wirkliche oder Zentrale Chiricahua)Edwin R. Sweeney: Cochise: Chiricahua Apache Chief. University of Oklahoma Press, 1995, ISBN 0-8061-2606-X. Chokonen (lebten westlich des heutigen Safford, Arizona, entlang des Oberlaufs des Gila River, und nordöstlich entlang des San Francisco River bis in die Mogollon Mountains in New Mexico sowie im San Simon Valley im Südwesten, nordöstliche Lokalgruppe)die Chokonen wurden Mitte des 19. Jhd. von Chihuahua sowie seinem segundo und Bruder, Ulzana, geführt Chihuicahui (lebten im Südosten Arizonas westlich des San Pedro River, ihre Westgrenze bildeten die heutigen Ortschaften Engin, Benson, Johnson und Willcox, nordwärts bis zum San Simon River sowie ostwärts bis ins südwestliche New Mexico, beherrschten die Huachuca Mountains, die südlichen Pinaleno sowie die Winchester, Dos Cabezas, Chiricahua, Dragoon und Mule Mountains, südwestliche Lokalgruppe)für die Apache waren nur Chokonen und Chihuicahui die eigentlichen Chiricahua, die Chihenne, Bedonkohe, Nednhi waren zwar mit diesen verwandt – jedoch keine Chiricahua Dzilmora (lebten in den Alamo Hueco, Little Hatchet and Big Hatchet Mountains im Südwesten New Mexicos, südöstliche Lokalgruppe) Animas (lebten südlich des Gila River, westlich des San Simon Valley in den Peloncillo Mountains entlang der Arizona-New Mexico-Grenze südwärts bis zum Guadalupe Canyon und östlich im Animas Valley und den Animas Mountains im Südwesten New Mexicos, südliche Lokalgruppe) Lokalgruppe (lebten im Nordosten Sonoras, Mexiko, und im angrenzenden Arizona, im Guadalupe Canyon, entlang des San Bernardino River, in den nordwestlichen Teilen der Sierra San Luis, im Batepito Valley mit der Sierra Pitaycachi, östlich von Fronteras, als ihrer Festung) Lokalgruppe (lebten östlich von Fronteras in der Sierra Pilares de Teras in Sonora) Lokalgruppe (lebten in der Sierra de los Ajos nordöstlich des Sonora River, entlang des Bavispe River nördlich bis nach Fronteras) Bedonkohe (Bi-dan-ku, Bidánku - ‘In Front of the End People’, Bidankande, Bi-da-a-naka-enda - ‘Standing in front of the enemy’, oft auch als Mogollon, Gila Apaches bezeichnet, lebten im Westen New Mexicos, in den Mogollon Mountains und Tularosa Mountains zwischen dem San Francisco River im Westen und dem Gila River im Südosten, Nordöstliche Chiricahua) Chihenne (Chi-he-nde, Chihende, Tci-he-nde, Chíhéne, Chííhénee’ - ‘rot bemaltes Volk’, oft als Copper Mine, Warm Springs, Ojo Caliente Apache, Mimbreños/Mimbres, Gila Apaches bezeichnet, Östliche Chiricahua) Warm Springs (span.: Ojo Caliente - ‘Heiße Quellen’) nördliche Warm Springs (lebten nordöstlich der Bedonkohe in den Datil, Magdalena und Socorro Mountains, den Plains of San Agustin, und im Norden vom heutigen Quemado östlich bis zum Rio Grande, nördliche Lokalgruppe)Kathleen P. Chamberlain: Victorio: Apache Warrior and Chief. University of Oklahoma Press, 2007, ISBN 978-0-8061-3843-5. südliche Warm Springs (wirkliche Warm Springs, siedelten in der Nähe von Ojo Caliente in der Nähe des heutigen Monticello, zwischen dem Cuchillo Negro Creek und dem Animas Creek, beherrschten die San Mateo und Negretta Mountains sowie die Black Range westlich des Rio Grande bis zum Gila River, nutzten die Thermalquellen in der Nähe des heutigen Truth or Consequences – daher als Warm Springs oder Ojo Caliente Apaches bezeichnet, südliche Lokalgruppe) Gila / Gileños Copper Mines (lebten südwestlich des Gila River, besonders bei den Santa Lucia Springs in den Burro Mountains, beherrschten die Pinos Altos Mountains, Pyramid Mountains und die Umgebung von Santa Rita del Cobre entlang des Mimbres River im Osten – daher als Copper Mine Apaches bezeichnet, westliche Lokalgruppe)Edwin R. Sweeney: Mangas Coloradas: Chief of the Chiricahua Apaches. University of Oklahoma Press, 1998, ISBN 0-8061-3063-6. Mimbres/Mimbreño (lebten im südöstlichen West-New Mexico, zwischen dem Mimbres River und dem Rio Grande in den Mimbres Mountains und der Cook’s Range – daher als Mimbres Apaches bezeichnet, östliche Lokalgruppe) Lokalgruppe (lebten im südlichen New Mexico in den Pyramid Mountains und Florida Mountains (von den Chihenne Dzlnokone - ‘Long Hanging Mountain’ genannt), wanderten im Osten bis zum Rio Grande und im Süden bis zur mexikanischen Grenze, südliche Lokalgruppe) Nednhi (Ndé'ndai, Nde-nda-i, Nédnaa’í, Ndé’indaaí, Ndé’indaande, Ndaandénde - ‘feindliches Volk’, ‘Volk, das Ärger bereitet’, oft als Bronco Apaches, Sierre Madre Apaches bezeichnet, Südliche Chiricahua)William B. Griffen: Apaches at War and Peace: The Janos Presidio 1750–1858. University of Oklahoma Press, 1998, ISBN 0-8061-3084-9. Janeros (lebten im Nordwesten Chihuahuas, Nordosten Sonoras sowie im Südosten Arizonas, in den Animas Mountains, Florida Mountains, südlich in die Sierra San Luis, Sierra del Tigre, Sierra de Carcay, Sierra de Boca Grande, westwärts jenseits des Aros River bis nach Bavispe, im Osten entlang des Janos River und Casas Grandes River bis zum Lake Guzmán im nördlichen Guzmán Basin, handelten bevorzugt mit dem Presidio Janos, nannten sich wahrscheinlich Dzilthdaklizhéndé - ‘Blue Mountain People’ - ‘Volk der Blauen Berge, d. h. der Sierra Madre’, nördliche Lokalgruppe) Carrizaleños (lebten nur im Norden von Chihuahua, zwischen den Presidios von Janos im Westen und Carrizal sowie des Lake Santa Maria im Osten, südlich bis nach Corralitos, Nuevo Casas Grandes und Agua Nuevas, 60 Meilen nördlich von Chihuahua, beherrschten das südliche Guzmán Basin sowie die Bergketten entlang des Casas Grandes, San Miguel River, Santa Maria River und Carmen River, nannten sich wahrscheinlich Tsebekinéndé - ‘Stone House People’ oder ‘Rock House People’, südöstliche Lokalgruppe) Pinaleños (lebten im nördlichen Grenzgebiet zwischen Sonora und Chihuahua, südlich von Bavispe, zwischen dem Bavispe River und Aros River, beherrschten die Sierra Huachinera, Sierra de los Alisos und Sierra Nacori Chico, diese Berge haben einen großen Waldbestand an Apachen-Kiefern – daher wurden sie Pinaleño oder Pinery Apaches genannt, südwestliche Lokalgruppe)

Mescalero Apache (wurden von anderen Apachen Natahéndé - ‘Mescal-Volk’ genannt, daher die span. Bezeichnung als Natages, ab 1800 allg. als Mescaleros bekannt, manchmal auch als Faraone bezeichnet, Eigenbez.: Shis-Inday - ‘Volk der (Berg)Wälder’)H. W. Basehart: Mescalero Apache Subsistence and Socio-Political Organization.H. W. Basehart: Mescalero Band Organization and Leadership. Natahéndé / Nadahéndé (span.: Natages sprich ‘Na-ta-hay’ - ‘Mescal-Volk’, lebten zwischen Rio Grande und Pecos River in Zentral-New Mexico mit Gruppen im südlichen/westlichen Llano Estacado sowie im südlichen Texas Panhandle) Guhlkahéndé / Guułgahénde (span.: Cuelcajenne - ‘People of the Plains’ - ‘Volk der Ebene’, lebten meistens östlich der Rocky Mountains und des Pecos Rivers, auf den High Plains vom Texas Panhandle bis zum Pecos Valley, zwischen Amarillo, Tucumcari, Lubbock und dem Llano Estacado, entlang der Sandia Mountains und Tijeras Mountains westlich bis nach Santa Fe, vom Nogal Canyon nördlich bis nach Las Vegas, von den Organ Mountains östlich bis nach El Paso, in Oklahoma hatten sie per Heirat verwandtschaftliche Kontakte zu den Comanche) Dzithinahndé / Tsilnihéndé (span.: Chilpaines - ‘Mountain Ridge Band People’, lebten in den Bergen westlich und südlich des Pecos River bis ins nördliche Chihuahua und Coahuila) Ch'laandé / Tslahahéndé (‘Antelope Band People’, lebten westlich des Pecos River bis zum Rio Grande in den Bergen Zentral- und Süd-New Mexicos und im Tularosa Basin) Nit'ahéndé / Niit’ahénde (‘People Who Live Against the Mountains’, ‘Earth crevine People’, lebten in den Sacramento Mountains in New Mexico und den Guadalupe Mountains im Südwesten von Texas) Tsehitcihéndé (‘People of Hook Nose’, bezeichnete mehrere Gruppen, die in den Guadalupe Mountains, den angrenzenden Plains von Texas sowie im Norden von Coahuila und Chihuahua streiften) Tsebekinéndé (‘Rock House People’, von den Spaniern und Amerikanern oft Agua Nuevas (‘Neue Gewässer’) oder Norteños (‘die Nördlichen’) genannt, hatten ihr Zentrum um Corralitos in Chihuahua, wanderten aber nördlich bis in die Sacramento Mountains und südlich bis Chihuahua (‘The city of mules’) sowie beiderseits des Rio Grande zwischen El Paso und Presidio del Norte, waren aber auch in den Guadelupe und Limpia Mountains anzutreffen) Tá'huú'ndé (‘Mountains-extending-into-the-river-People’, lebten beiderseits des Pecos River im südlichen New Mexico und wanderten bis ins südwestliche Texas) Tuintsundé / Túntsande (‘Big Water People’, ursprünglich die Tú sis Ndé-Bande der Lipan, die im südlichen Zentral-Texas sowie im Norden Coahuilas oftmals mit verschiedenen Mescalero-Banden zusammen campierte, jagte und raubte, schlossen sich nach starken Verlusten den Mescalero an, bildeten nun eine Mescalero-Bande) Tuetinini / Tú’é’dinénde (‘No Water People’, ‘Tough People of the Desert’, ursprünglich die Twid Ndé-Bande der Lipan, verschmolzen nach harten Kämpfen und schweren Verlusten mit den südlichen Mescalero-Banden)

Jicarilla Apache (sprich: ‘Hee-ka-re-a’, span: ‘kleine Körbe’, Eigenbez.: T’Inde - ‘Volk’, wurden von den Navajo, Mescalero und Lipan als Kinya-Inde - ‘das Volk, welches in [festen] Häusern wohnt’ genannt) Ollero (span: ‘Töpfer’, Eigenbez.: Sai T’inde - ‘Sandvolk/Bergvolk’, daher auch oft span. Hoyeros - ‘Volk der bewaldeten Bergtäler’ genannt, suchten in den Bergen von New Mexico und Colorado westlich des Rio Grande und entlang des Chama River Schutz vor den Comanche, wurden sesshaft und betrieben Ackerbau, übernahmen die Töpferkunst, ergänzten ihren Lebensunterhalt durch Verkauf von Tongefäßen und Korbwaren sowie landwirtschaftlichen Produkten, lebten teilweise in puebloartigen Dörfern, unterhielten Handelsbeziehungen zu den Pueblo-Völkern, Verbündete der Kahpota-Ute gegen die Stämme der Südlichen Plains – den Comanche, Kiowa, Südlichen Cheyenne und Südlichen Arapaho) (6 Lokalgruppen) Llañero (span: ‘Volk der Ebene’, span. Übersetzung der Eigenbez. Kolkhahin / Gulgahén, lebten als Nomaden in Tipis (kozhan genannt) weiterhin in den Plains von New Mexico, Colorado und Texas östlich des Rio Grande entlang des Oberlaufs des Canadian Rivers und gingen auf die Bisonjagd, im Winter lebten sie in den Bergen zwischen dem Canadian River und dem Rio Grande, campierten und handelten nahe den Picuris Pueblo, Pecos Pueblo und Taos Pueblo, Verbündete der Mahgrahch-Ute (oft wegen ihrer Handelsbeziehungen zu den Taos als Taos-Ute bezeichnet) gegen die feindlichen Stämme der Südlichen Plains) (8 Lokalgruppen)

Lipan Apache (Eigenbez.: Hle’pai Nde - ‘Hellgraues Volk’,Nancy McGown Minor: The Light Gray People. S. 6. von den Spaniern in Lipan korrumpiert, auch als Ndee buffalo hunters, Texas-Apache bezeichnet)Nancy McGown Minor: The Light Gray People. S. 93–97.

Östliche Lipan (span. Lipanes de arriba - ‘Obere Lipan’, ‘Nördliche Lipan’)

Tséral tuétahä, Tséral tuétahäⁿ (‘Red Hair People’, verschmolzen später mit den Tche shä und Tsél tátli dshä, lebten südlich des Nueces River in Texas, gegen ca. 1884 ausgelöscht) Tche shä, Tche shäⁿ (‘Sun Otter People’, wanderten von San Antonio, Texas, bis südlich zum Rio Grande) Kó'l kukä'ⁿ, Kó’l Kahäⁿ, Cuelcahen Ndé (‘Tall Grass People’, ‘High Grass People’, ‘Prairie Men’ lebten auf den Plains in Zentral-Texas entlang des oberen Colorado River und dessen Nebenflüssen südwestlich bis zum Pecos River)